Startseite
Icon Pfeil nach unten
Neuburg
Icon Pfeil nach unten
Karlshuld
Icon Pfeil nach unten

Baugebiete, Kläranlage, Dorfmitte: Welche Projekte Karlshuld 2026 beschäftigen

Karlshuld

Von Baugebiet bis Kläranlage: Diese Herausforderungen stehen 2026 in Karlshuld an

  • |
  • |
  • |
  • |
    Im neuen Jahr soll die neue Kläranlage, die Karlshuld gemeinsam mit Königsmoos betreibt, anlaufen, Mitte 2027 sollen die Bauarbeiten im Zuge der Erweiterung fertig sein.
    Im neuen Jahr soll die neue Kläranlage, die Karlshuld gemeinsam mit Königsmoos betreibt, anlaufen, Mitte 2027 sollen die Bauarbeiten im Zuge der Erweiterung fertig sein. Foto: Ludwig Wiblishauser

    Wenn Michael Lederer 2026 nur einen Wunsch für Karlshuld freihätte, dann wäre es dieser: „Dass der Staat ein Einsehen hat und die Gemeinden leben lässt, dass er wahrnimmt, dass wir auch da sind.“ Damit spielt der Bürgermeister auf die Finanzlage seiner, aber auch vieler anderer Kommunen an. Er hoffe auf eine bessere finanzielle Ausstattung, „denn es kann und darf nicht der Weg sein, die Verschuldung auf uns umzulegen“. Noch sei Karlshuld in der Lage gewesen, einen vernünftigen Haushalt aufzustellen „und ich hoffe, dass wir das auch 2026 schaffen, auch wenn einiges hinten runterfällt“. Die To-do-Liste der Gemeinde für das kommende Jahr ist dennoch üppig.

    Ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk flatterte vor wenigen Tagen ins Karlshulder Rathaus und brachte den lang ersehnten Startschuss für ein Projekt, das nun ganz oben auf der Agenda für 2026 steht – und das Michael Lederer viele Nerven gekostet hatte. Nun ist er da, der Förderbescheid der Regierung von Oberbayern „und wir können endlich mit der Sanierung der Mehrzweckhalle starten“, verkündete der Bürgermeister sichtlich erfreut in der letzten Sitzung des Gremiums in diesem Jahr. Rund 10,8 Millionen Euro kostet die Ertüchtigung der 30 Jahre alten Halle, etwa acht Millionen Euro an Fördergeldern gibt es. Lederer hofft, dass die Gemeinde im Februar loslegen kann, in rund zweieinhalb Jahren soll alles fertig sein.

    Nach langem Warten kann die Gemeinde im neuen Jahr mit der Sanierung der Mehrzweckhalle beginnen. Noch kurz vor Weihnachten flatterte der ersehnte Förderbescheid ins Rathaus.
    Nach langem Warten kann die Gemeinde im neuen Jahr mit der Sanierung der Mehrzweckhalle beginnen. Noch kurz vor Weihnachten flatterte der ersehnte Förderbescheid ins Rathaus. Foto: Andrea Hammerl

    Die Ganztagsbetreuung, die sich künftig im Obergeschoss der Halle befinden soll, will die Gemeinde zum 1. September des neuen Jahres mit einer Übergangslösung starten. So soll die Mittagsbetreuung in die Offene Ganztagsschule integriert werden und in der Schule stattfinden, bis die Sanierung der Mehrzweckhalle fertig ist. Dafür stellt die Schule laut Lederer eigene Räumlichkeiten zur Verfügung.

    Erweiterung der Kläranlage in Karlshuld soll Mitte 2027 fertiggestellt sein

    Ein Projekt, „bei dem es gut vorangeht und wir weitestgehend im Zeitplan sind“, wie Lederer sagt, ist die Erweiterung der Kläranlage, die Karlshuld zusammen mit Königsmoos umsetzt. Spatenstich für das rund neun Millionen Euro teure Vorhaben war im Mai dieses Jahres. „Das Dach ist drauf, das neue Maschinenhaus kommt und das Fundament für den Faulturm ist gegossen“, berichtet der Bürgermeister weiter. Ziel ist, dass die Arbeiten Mitte 2027 abgeschlossen sind, anlaufen soll die Anlage allerdings schon nächstes Jahr. Was Lederer beim Thema Abwassersystem in der Gemeinde deutlich mehr Bauchschmerzen bereitet, ist das Vakuumnetz. Dringen müssen die insgesamt fünf Pumpstationen im Gemeindegebiet ertüchtigt beziehungsweise neu gebaut werden. Die Kosten dafür liegen im Millionenbereich. Seit Jahren spreche er es bei den Bürgerversammlungen an, „weil es mir wichtig ist, die Bürger mitzunehmen, schließlich kommen durch die Verbesserungsbeiträge auch Kosten auf sie zu“.

    Rund um das Moorversuchsgut soll eine attraktive Dorfmitte entstehen. Michael Lederer und die Karlshulder wünschen sich vor allem einen Bürgersaal, wo Menschen wieder zusammenkommen können.
    Rund um das Moorversuchsgut soll eine attraktive Dorfmitte entstehen. Michael Lederer und die Karlshulder wünschen sich vor allem einen Bürgersaal, wo Menschen wieder zusammenkommen können. Foto: Andreas Dengler

    Erfreuliche Nachrichten gibt es in Sachen Baugebiete. So will die Gemeinde mit der Bürgermeister-Seitle-Straße im kommenden Jahr in den Verkauf der Grundstücke gehen. Dieses Baugebiet soll nicht nur ökologisch gestaltet werden, sondern dort soll auch mit dem Bau von Reihenhäusern bezahlbarer Wohnraum entstehen. „Das Ganze richtet sich nicht nur an Familien, sondern auch an ältere Mitbürger, die in einem großen Haus mit großem Grundstück leben und sich vielleicht verkleinern wollen“, so Lederer. Das Baugebiet Birkenweg stehe hingegen noch hinten an, „aber wenn sich die Bauwirtschaft erholt und Bauen wieder erschwinglicher wird, haben wir etwas in der Hinterhand“.

    Karlshuld startet 2026 mit der Sanierung der Mehrzweckhalle

    Ein Projekt, das dem Karlshulder Bürgermeister sehr am Herzen liegt, ist die Erneuerung der Dorfmitte. Schon lange ist geplant, das Areal zwischen Klosterwirtschaft, Saatgutreinigungsanlage und Theresienbau nordwestlich der Hauptstraße und Volksfestplatz auf der gegenüberliegenden Seite neu zu gestalten. Im neuen Jahr will Lederer mit den beteiligten Landschaftsbüros in ein sogenanntes Vergabeverfahren gehen, um am Ende fertige Pläne und eine Kostenaufstellung zu bekommen. Mit dem Moorversuchsgut strebt er eine Machbarkeitsstudie an, „um zu sehen, was wir mit dem Gebäude in Zukunft machen können“. Der Wunsch der Bürger ist es, darin einen Veranstaltungssaal zu errichten. Doch das sei ein „Nice-to-have-Projekt, denn auch wenn es schöne Förderungen gibt, müssen wir den Rest dennoch stemmen können“.

    Auch wenn Lederer hofft, dass es der Gemeinde auch 2026 gelingt, einen vernünftigen Haushalt aufzustellen, muss der Gürtel enger geschnallt werden. „Wir streichen im Verwaltungshaushalt rigoros und lassen wirklich einiges hinten runterfallen.“ So müsse etwa der Rathausvorplatz dringend ertüchtigt, die Fahnenmasten erneuert werden. „Aber solange keine Verkehrsgefährdung besteht, steht es hinten an - wie so vieles andere auch und das kann und darf einfach nicht sein“, sagt der Bürgermeister.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren