Newsticker

Bayerns Ministerpräsident Söder will Corona-Regeln in Kommunen an Grenzwerte koppeln

17.07.2010

Tapfer gekämpft

Mit den Nachwuchsspielern der VfR-G-Jugend an der Hand kamen die Spieler der beiden Mannschaften auf das Feld. Angeführt wurden sie von dem Schiedsrichtergespann um Stefan Treiber (rechts). Fotos (4): Xaver Habermeier
3 Bilder
Mit den Nachwuchsspielern der VfR-G-Jugend an der Hand kamen die Spieler der beiden Mannschaften auf das Feld. Angeführt wurden sie von dem Schiedsrichtergespann um Stefan Treiber (rechts). Fotos (4): Xaver Habermeier

Neuburg Am Ende wurde es dann doch noch eine klare Angelegenheit. 0:5 unterlag der Kreisligist VfR Neuburg gestern Abend dem Zweitligisten FC Augsburg. Zur Pause hatte es noch 0:0 gestanden, was vor allem der starken Leistung von VfR-Torwart Stephan Strehle zu verdanken war.

"Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. Wir sind in der Defensive gut gestanden", sagte Neuburgs Spielertrainer Peter Krzyzanowski. Erst als er in der zweiten Hälfte insgesamt zehn Wechsel vornahm, sei die Ordnung etwas verloren gegangen. Dies nutzte der Zweitligist eiskalt aus und sorgte doch noch für ein standesgemäßes Ergebnis. In den ersten 45 Minuten allerdings brachte die von Krzyzanowski souverän organisierte VfR-Abwehr die Profis aus Schwaben regelmäßig zum Verzweifeln. Mit letztem Einsatz manövrierten die Neuburger Abwehrspieler immer wieder in letzter Sekunde irgendein Körperteil zwischen Ball und Tor.

Und schaffte es dann doch einmal ein Schuss durch den dichten Abwehrriegel, war Strehle zur Stelle. Ein ums andere Mal parierte der 20-Jährige spektakulär, was ihm sogar ein Lob des Augsburger Trainers Jos Luhukay einbrachte: "Neuburg hat eine tapfere Mannschaft, die in der Defensive sehr gut organisiert war. Vor allem der Torwart hat ein sehr gutes Spiel gemacht und einige Male toll pariert." Der so Gelobte blieb aber bescheiden. "Das war ganz in Ordnung ", kommentierte er seine Leistung. "Den einen oder anderen hätte ich schon noch raus holen können." Zwei Tore hatte er kassiert, als ihn Krzyzanowski in der 66. Minute für Mehmet Özdemir auswechselte. Angst, dass ihn nach seiner guten Leistung der FCA abwerben könnte, hat Strehle nicht. Als Nummer eins des VfR Neuburg steht er vor seiner ersten Saison im Seniorenbereich. Im vergangenen Jahr spielte er noch in der A-Jugend der JFG Neuburg.

Gegen den FC Augsburg hatten sich er und seine Mannschaftskollegen schnell einem überlegen aufspielenden Gegner gegenübergesehen. Der Zweitligist dominierte, strahlte zunächst aber nur wenig Torgefahr aus. Neuburg igelte sich ein und hatte durch zwei gefährliche Freistöße Krzyzanowskis seine besten Offensivszenen. Erst nach dem Seitenwechsel wurde der FCA zwingender in seinen Aktionen und ging durch Michael Thurk in Führung (55.), die Thomas Rudolph nur wenig später auf 2:0 ausbaute (63.).

Tapfer gekämpft

Während der FCA schon in der Pause sieben Wechsel vorgenommen hatte, begann der VfR erst jetzt damit, nahezu seine komplette Mannschaft auszutauschen. Am Ende absolvierte nur Krzyzanowski die kompletten 90 Minuten, alle anderen Spieler durften sich bei sengender Hitze schon früher in den Schatten der Auswechselbank begeben.

Die frischen Kräfte, vornehmlich aus der zweiten Mannschaft, konnten nicht verhindern, dass Augsburg noch drei weitere Treffer erzielte. Mit einem Doppelschlag erhöhte Edmond Kapllani auf 4:0 (80./81). Den Schlusspunkt zum 5:0 setzte Roland Benschneider per Strafstoß (87.). Neuburg war nach der Pause fast ausschließlich damit beschäftigt, sich der Augsburger Angriffe zu erwehren. Den einzigen Torschuss der Gastgeber in der zweiten Hälfte gab Benjamin Thaller ab (70.). "Weil wir in der Defensive sehr viel arbeiten mussten, hatten wir keine Kraft mehr, eigene Angriffe zu starten", sagte Krzyzanowski nach dem Schlusspfiff.

Seine Mannschaft wurde von den rund 700 Zuschauern mit Applaus verabschiedet. Restlos zufrieden waren die VfR-Verantwortlichen mit dieser Zahl aber nicht. "Dieses Spiel hätte schon 200 oder 300 Zuschauer mehr verdient gehabt", sagte Andreas Eubel aus dem Organisationsteam. "Diejenigen, die da waren, haben ihr Kommen aber nicht bereuen müssen." Noch habe er keinen Überblick, ob der VfR mit einem Minus aus dem gestrigen Tag gehen wird. Im Vorfeld hatte der Verein auf 1000 Zuschauern gehofft. Dass es nicht so viele wurden, dürfte vor allem dem guten Wetter geschuldet gewesen sein.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren