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Hochwasser
22.07.2021

Deutscher Wetterdienst erwartet neuen Starkregen in den Flutgebieten

Ein von der Flut mitgerissenes Auto liegt in Altenahr. Zahlreiche Häuser in dem Ort wurden komplett zerstört oder stark beschädigt.
Foto: Boris Roessler, dpa

Droht den Hochwassergebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen neues Ungemach? Der Wetterbericht verspricht nichts Gutes für dieses Wochenende.

An ein Ende der Rettungs- und Aufräumarbeiten nach der Flutkatastrophe ist noch lange nicht zu denken – allein das Deutsche Rote Kreuz geht für seine Organisation von Monaten aus –, da blicken die Menschen in den betroffenen westdeutschen Gebieten schon wieder mit Sorge auf den Wetterbericht. Für diesen Samstag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) lokale Gewitter und teils starke Regenfälle, die sich vom Südwesten Deutschlands und dem Alpenrand bis zum Abend auch in den Flutgebieten von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ausbreiten.

Andreas Friedrich vom DWD betont im Gespräch mit unserer Redaktion, dass dies nicht vergleichbar sei mit Tief „Bernd“, das im Westen des Landes mit starken, lang anhaltenden Niederschlägen eine Flutkatastrophe auslöste. Nicht ausschließen könne man im Moment jedoch, dass es in bereits betroffenen Orten wieder lokal zu ein- oder zweistündigen heftigen Regenfällen kommt mit deutlich mehr als 40 Litern pro Quadratmeter.

Der Meteorologe warnt: Die Böden nehmen kein Wasser mehr auf

Für Hagen oder Wuppertal könne das fatal sein. Die Böden sind gesättigt und nehmen kein Wasser mehr auf, erklärt Friedrich. Man müsse mit Überschwemmungen, Sturmböen, Hagel oder Erdrutschen rechnen. Großflächige und flächendeckende Unwetter oder Flutwellen wie zuletzt werde es allerdings nicht geben. Dafür werde die Gewitterlage bis zum Dienstag bestehen.

Bagger beseitigen nach dem Hochwasser den Schutt auf den Straßen von Dernau in Rheind-Pfalz. Die Flut hat auch hier zahlreiche Häuser zerstört.
Foto: Thomas Frey, dpa

„Man sollte jetzt wirklich keine Panik verbreiten“, sagt Friedrich. Die Meteorologen des DWD werden ihm zufolge 24 Stunden vorher in der Lage sein, betroffene Gebiete genauer einzugrenzen. Ein bis zwei Stunden vorher wüssten sie es dann für jeden Ort.
 

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22.07.2021

dann haben die Leute dort genügend Zeit etwas zu tun.

Ich war 1994 beim Pfingsthochwasser in Bayern dabei; anfangs ging das Wasser zurück und anschließend (innerhalb von fünf Minuten) schoss es richtig in die Höhe.

Grund war:
verstopfte Brücken (hauptsächlich Heu und Holz) und andere Hindernisse

Wasser muss schnellstens abfließen können, wenn nicht sucht es sich einen anderen (vielleicht gefährlicheren) Weg.
Man hat jetzt genügend Zeit diesen Weg zu finden


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