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Haustiere

26.05.2020

Hundezüchter melden in der Corona-Krise einen Welpen-Boom

Hundewelpen sind während der Corona-Krise offenbar besonders gefragt. "Es gibt Nachfrage ohne Ende", sagt Udo Kopernik vom Verband für das Deutsche Hundewesen.
Bild: Fabian Busch, dpa

Viele Menschen nutzen die Corona-Krise, um sich einen Welpen anzuschaffen. Die soziale Isolation ist jedoch nicht der einzige Grund für die steigende Nachfrage.

Homeoffice, Kurzarbeit - Zeit für einen kleinen Hund? Viele Menschen nutzen offenbar die Corona-Krise, um sich einen Welpen anzuschaffen. "Es gibt Nachfrage ohne Ende", sagt Udo Kopernik vom Verband für das Deutsche Hundewesen, dem Dachverband der Hundezüchter.

Einige Züchter berichteten ihm von Wartelisten im dreistelligen Bereich für einzelne Würfe. Insbesondere Labradore oder Golden Retriever stünden hoch im Kurs. Aber auch bei Rassen, die sonst nicht so stark nachgefragt sind, seien viele Welpen schon vermittelt, bevor sie überhaupt auf der Welt seien. 

Geschlossene Grenzen: In der Corona-Krise fällt der illegale Welpenhandel weg

"Welpen müssen andauernd bekaspert werden. Die ersten sechs Wochen in der Aufzucht sind die anspruchsvollsten", erklärt Kopernik. Da sei es nachvollziehbar, dass sich viele gerade in Zeiten des Homeoffice oder des mobilen Arbeitens für einen Hund entschieden. "Wenn der mir in den ersten Wochen ins Homeoffice pinkelt, dann ist das nicht so schlimm, wie wenn er das im Büro tun würde." Und gerade in Zeiten der sozialen Isolation sei ein Hund ein guter Partner im Alltag. 

Die verstärkte Nachfrage bei Züchtern erklärt sich Kopernik aber auch durch einen weiteren Effekt: Durch die Schließung der Grenzen in Richtung Osteuropa sei der teils illegale Welpenhandel weggefallen. Außerdem könnten Tierheime derzeit nur eingeschränkt Hunde vermitteln. (dpa)

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