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Masern
25.03.2019

Große Koalition denkt über Masern-Impfpflicht für Kinder nach

Die Große Koalition möchte zeitnah einen Vorschlag zur Impfpflicht für Kinder vorlegen.
Foto: Daniel Karmann, dpa (Symbol)

Die Masern-Erkrankung ist noch immer bundesweit auf dem Vormarsch, eine gesetzliche Impfpflicht könnte die Lösung sein. Die Grünen sehen das kritisch.

Angesichtes einer Häufung von Masern-Fällen in mehreren Regionen hatte die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin kürzlich eine Impfpflicht gefordert. Doch nicht nur in Deutschland, sondern auch im Rest der Welt ist die Zahl der Masern-Infektionen angestiegen. Masernerkrankungen seien extrem ansteckend und potenziell tödlich. Infolge einer Erkrankung könne es teils erst Jahre später zu einer Gehirnentzündung kommen, für die es keine Behandlung gebe und an der betroffene Patienten ums Leben kämen.

Große Koaliton will zeitnah Vorschlag zur Impfpflicht gegen Masern vorlegen

Der SPD-Fraktionsvize und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach bestätigte, dass er über eine Impfpflicht mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Gespräch und sei "zuversichtlich, dass wir demnächst einen entsprechenden Vorschlag vorlegen können". Zudem sagte ein Sprecher des Gesundheitsministerium der Deutschen Presse-Agentur, man sei besorgt über die steigende Zahl der Maserninfektionen in Deutschland, die zu viele Menschen "auf die leichte Schulter" nähmen. Daher sei "Eine Debatte über mögliche Maßnahmen ist nur zu begrüßen".

Grüne sehen Impfpflicht für Kinder kritisch

Die Grünen im Bundestag gehen jedoch auf Distanz zu Forderungen aus der SPD, die Impfung von Kindern gegen Masern zur Pflicht zu machen. Statt auf Zwang und Sanktionen solle man das Vertrauen in eine gute Beratung stärken und auf herrschende Verunsicherungen eingehen, sagte die Grünen-Gesundheitsexpertin Kordula Schulz-Asche den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland am Montag. "Dazu brauchen wir eine Aufwertung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes und bessere personelle Ausstattung."

Schulz-Asche betonte zugleich, Impfen sei ein Akt gesellschaftlicher Solidarität. "Je mehr Menschen geimpft sind, desto größer ist der Schutz für die Bevölkerung, auch gerade für diejenigen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können." (dpa, AZ)

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Die Diskussion ist geschlossen.

26.03.2019

>> Die Grünen im Bundestag gehen jedoch auf Distanz zu Forderungen aus der SPD, die Impfung von Kindern gegen Masern zur Pflicht zu machen. Statt auf Zwang und Sanktionen ... <<

Wenn bei den Grünen ausnahmsweise Zwang und Sanktionen abgelehnt werden, sind wahrscheinlich die eigenen Wähler und Funktionäre betroffen. Nach meiner Beobachtung sind Impfgegner oft grün angehaucht.

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25.03.2019

Masern war noch nie eine harmlose Krankheit. Ja - ich bin für die Impfpflicht. Jeder kann mit sich machen was er will. solange andere nicht einem Hochrisiko ausgesetzt werden.

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25.03.2019

Wer sagt das, wer behauptet das?

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25.03.2019

Alle und Jeder. Sie werden keine einzige Information finden die Masern als harmlos oder potentiell ungefährlich einstuft.

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25.03.2019

Es wäre viel wichtiger den Zu- und Umstand zu hinterfragen, warum eine einst harmlose Kinderkrankheit plötzlich zur tödlichen Bedrohung wird!

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25.03.2019

Die Masern waren und sind keine harmlose Kinderkrankheit.

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25.03.2019

Masern haben früher "pestartig" in Europa und später in Amerika gewütet. Bis zu 30 % der Bevölkerung starben an dieser "harmlosen Kinderkrankheit".
Noch heute kann es durch Masern zu schwerwiegenden Hirnhautentzündungen kommen, die Jahre später mit tödlichem Ausgang erst ausbrechen. Masern waren / sind alles andere als harmlos.
Nicht jeder kann aus medizinischen Gründen geimpft werden, aber diese Menschen benötigen umso mehr den Herdenschutz zum überleben. Wer sich und seine Kindern nicht impfen läßt gefährdet nicht nur sich, sondern auch Mitmenschen!

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