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Zoff beim Fernsehen
21.10.2008

Scharfer Herbstwind im TV - fliegt bald die Nächste?

Hier präsentiert sich die Jury von DSDS noch in aller Harmonie.

Schon nach dem ersten Casting bei DSDS hat Jury-Mitglied Max von Thun das Handtuch geworfen. In der TV-Branche weht ein scharfer Herbstwind. Bald könnte die Nächste fliegen.

Augsburg (AZ). Kaum ist das erste Casting bei DSDS gelaufen, hat ein Jury-Mitglied das Handtuch geworfen. Weil er mit Jury-Papa Dieter Bohlen nicht zurecht kam. In der TV-Branche weht derzeit ein scharfer Herbstwind. Bald könnte es die nächste erwischen, die fliegt.

Während des ersten Castingtages in Berlin am vergangenen Dienstag sei es über die gesamte Dauer zu Auseinandersetzungen zwischen dem 54-jährigen "Pop-Titan" und dem 31-jährigen von Thun gekommen, sagte eine Sendersprecherin am Montag. Es sei wie beim "Speed-Dating". Man lerne sich schnell kennen, fahre sofort in Urlaub und erkenne dann, dass nichts funktioniert.Der scharfe Ton Bohlens, der Max von Thun um die Nase wehte, ist derzeit nicht der einzige Herbststurm in Deutschen Fernsehen.

Die Nächste, die es treffen könnte, ist Literatur-Expertin Elke Heidenreich. Denn auf sie ist das ZDF gar nicht mehr gut zu sprechen. Heidenreich hatte die Kritik des Literaturkritikers Marcel Reich- Ranicki an der mangelnden Qualität des Fernsehens, insbesondere des ZDF, unterstützt und geschrieben, sie schäme sich, beim ZDF zu arbeiten: Mit Blick auf ihre eigene Sendung "Lesen!", die von Dienstag 22.15 Uhr auf Freitag 22.30 Uhr verlegt worden war, warf Heidenreich dem ZDF vor: "Sie hungern uns aus, und das seit langem vor dem Eklat." Sie forderte, die "Quoten endlich mal kompetent zu hinterfragen".

Die Reaktion des ZDF-Intendanten Markus Schächter folgte prompt. Schächter äußerte in seinem Schreiben den Angaben zufolge sein andauerndes Unverständnis über die Aggressivität, in der Elke Heidenreich ihre Kritik vorgetragen habe. Die verletzende Sprache der Kritikerin wolle er nicht akzeptieren, den Mitarbeitern des ZDF gehe es genauso, hieß es.

Die beiden letzten Sendungen in diesem Jahr am 31. Oktober und 5. Dezember wolle sie auf jeden Fall machen, erklärte Heidenreich im FAZ.NET. Ihre Angaben zufolge hat sich ZDF-Entertainer Thomas Gottschalk, der als Gast für die letzte Sendung vorgesehen war, jetzt selbst wieder ausgeladen. Stattdessen werde nun der frühere "Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust kommen.

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