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Alternative zum Brenner: Hier drohen ab Mitte April Stau und Vollsperrungen

Österreich

Alternative zum Brenner: Hier drohen ab Mitte April Stau und Vollsperrungen

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    Baustelle am Reschenpass: Die Brenner-Alternativroute B180 wird ab Mitte April 2026 zeitweise voll gesperrt.
    Baustelle am Reschenpass: Die Brenner-Alternativroute B180 wird ab Mitte April 2026 zeitweise voll gesperrt. Foto: Elke Hötzel, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Zwischen Felswänden und engen Kurven liegt eine der wichtigsten Ausweichrouten des Alpenverkehrs: der Reschenpass. Wer hier entlangfährt, folgt nicht nur einer landschaftlich eindrucksvollen Strecke, sondern auch einer Verbindung zwischen Österreich und Italien. In den vergangenen Jahren wurde diese vermehrt als Alternative zur überlasteten Brennerroute genutzt.

    Eine Ausweichroute, die nun selbst zum Nadelöhr wird: Der Reschenpass-Verkehr fließt derzeit (Stand: 10. April 2026) nicht mehr durch die Berge, sondern wird nach Angaben des ADAC umgeleitet und immer wieder gestoppt. Reisenden, Pendlern und Berufskraftfahrern kann das einige Nerven kosten – eine Situation, die sich in den kommenden Wochen deutlich zuspitzen dürfte. Doch warum wird der Reschenpass plötzlich zur Staufalle?

    Welche Einschränkungen sind auf der Reschenpass-Route in Österreich zu erwarten?

    Wie der ADAC mitteilt, kommt es auf der Reschenstraße B180 zwischen Pfunds und Nauders ab Mitte April 2026 zu massiven Einschränkungen. Hintergrund ist der Bau einer neuen Steinschlaggalerie in einem durch Felsstürze gefährdeten Gelände.

    Die Strecke sei derzeit zwar einspurig mit Ampelregelung befahrbar, doch zwischen dem April und Mai komme es zusätzlich zu täglichen Vollsperrungen, so der ADAC. Diese betreffen jeweils den Vormittag und den Nachmittag und können kurzfristig ausgeweitet werden.

    Damit verliert die Route zeitweise ihre wichtigste Funktion als Ausweichstrecke für Urlauber, die etwa in Richtung Gardasee fahren. Bereits jetzt kommt es laut dem Automobilclub aufgrund der einspurigen Verkehrsführung zu Rückstaus, die sich mit den zusätzlichen Sperrfenstern weiter verstärken dürften.

    Welche Sperrzeiten gelten im April 2026 auf der Brenner-Alternative?

    Der ADAC informiert, dass vom 13. April bis 8. Mai 2026 eine klare Sperrregelung auf dem Reschenpass gilt:

    • Werktags wird die Reschenstraße B180 jeweils von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr und von 13.30 Uhr bis 18 Uhr vollständig gesperrt. Zusätzlich sind weitere Einschränkungen vorgesehen.
    • Laut dem Portal suedtirol.info bleibt die Straße bis Ende 2026 insgesamt nur einspurig befahrbar, geregelt durch eine Ampelanlage.
    • Im April wird die Situation zusätzlich durch eine Sonderregelung verschärft: Am 21. April 2026 bleibt die Strecke wegen der Radsportveranstaltung „Tour of the Alps“ durchgehend gesperrt.
    • Weitere Tagessperren sind werktags vom 31. August bis 30. Oktober geplant.

    Welche Bauarbeiten sind für die Reschenpass-Sperrungen verantwortlich?

    Wie das Land Tirol informiert, entsteht zwischen Pfunds und Nauders eine rund 400 Meter lange Steinschlaggalerie. Sie soll die B180 künftig besser vor Felsstürzen schützen, die in der Vergangenheit bereits wiederholt für Sperren gesorgt haben.

    Die Arbeiten gelten als technisch anspruchsvoll, da das Gelände oberhalb der Trasse als instabil beschrieben wird. Immer wieder brechen Gesteinsmassen aus der steilen Flanke, die teilweise bereits Schutznetze durchschlagen haben, erläuterte das Tiroler Nachrichtenportal VOL in einer Mitteilung aus dem Mai 2025.

    Stau und Sperrungen am Reschenpass: Welche Alternativen gibt es für Autofahrer?

    Für Pkws führt die vorgesehene Ausweichroute nach Angaben von suedtirol.info über die Schweiz:

    • Konkret geht es ab Pfunds über die B184 Engadiner Straße und die B185 Martinsbrucker Straße nach Nauders.
    • Die Strecke ist etwa 6,6 Kilometer länger und verlängert die Fahrzeit um rund 10 bis 20 Minuten.
    • Die alternative Route ist nicht für alle Fahrzeuge geeignet. Lkw, Busse sowie Fahrzeuge mit längeren Anhängern müssen großräumig ausweichen, da die kurvenreiche Bergstraße mit zehn Kehren als anspruchsvoll gilt.
    • Wie das Alpine Sicherheits- und Informationszentrum ASI Tirol mitteilt, dürfen Wohnmobile die Strecke zwar grundsätzlich nutzen, für schwerere Fahrzeuge über 3,5 Tonnen fallen jedoch zusätzliche Gebühren in der Schweiz an.

    Welche Perspektive gibt es für die Brenner-Alternative in Österreich?

    Die Arbeiten sind Teil eines langfristigen Infrastrukturprojekts, das die Strecke dauerhaft sichern soll, so die Nachrichtenseite Südtirol News. Ziel sei es, die Reschenpass-Route weniger anfällig für Steinschläge und Felsstürze zu machen. Wie das Land Tirol schreibt, soll die Fertigstellung erst 2027 erfolgen. Bis dahin bleibt die Strecke in Österreich ein Engpass mit wechselnden Sperr- und Ampelphasen.

    Die Situation bleibt für Italien-Urlauber also angespannt: Wer den Brenner umfahren will, trifft am Reschenpass nicht mehr auf Entlastung, sondern vielmehr auf eine zweite Baustelle im Herzen der Alpen.

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