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  3. Die Magie der Rauhnächte: Alte Rituale zwischen den Jahren und ihre Bedeutung

Brauchtum
02.01.2024

Die Magie der Rauhnächte: Alte Rituale zwischen den Jahren

Das Räuchern ist ein uraltes Ritual. Auch zu den Rauhnächten wird gerne geräuchert.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Auch heutzutage werden vielerorts Rituale an den Rauhnächten gepflegt. Was es mit dem "Leaslen" und Räuchern auf sich hat, lesen Sie hier.

Die Rauhnächte haben ihren Ursprung in verschiedenen europäischen Kulturen. Sie beginnen in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember und enden am 6. Januar, am Dreikönigstag. Die Zeit zwischen den Jahren ist mit vielen Mythen behaftet. Welche Rituale werden an den Rauhnächten zelebriert?

Was sind die Rauhnächte?

Als "Rauhnächte" werden die zwölf Nächte ab dem 24. Dezember bezeichnet. Laut dem Lexikon des Mittelalters von Christoph Daxelmüller galt früher die Thomasnacht am 21. Dezember als Start der Rauhnächte. In einigen Regionen beginnen sie noch immer am 21. Dezember. Laut dem Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck galt die Zeit zwischen den Jahren als besonders heilig, weshalb viele Rituale üblich sind.

Der Begriff "Rauhnächte" leitet sich laut dem Lexikon des Mittelalters vom Ritual des Räucherns ab. Wie Deutschlandfunk Kultur berichtet, kommt der Ausdruck "zwischen den Jahren" als Synonym für die Rauhnächte durch eine Lücke zwischen Mond- und Sonnenkalender zustande. Im Mondjahr fehlen nämlich elf Tage, um den Jahreslauf der Sonne korrekt wiederzugeben. Der Gregorianische Kalender, den wir heute nutzen, fängt den Sonnenzyklus gut ein, zuvor endete die Zeitzählung in vielen Teilen Europas am 24. Dezember und begann erst wieder am 6. Januar

Welche Rituale werden an den Rauhnächten zelebriert?

  • Ein Blick in die Zukunft: In Tirol ging man davon aus, dass die Rauhnächte eine gute Zeit zum Orakeln sind. Durch das Ziehen von losen, sogenanntes "Leaslen", sollte man laut der Universität Innsbruck zum Beispiel erfahren, ob eine Heirat oder baldiger Reichtum bevorsteht. Auch Träume sollen dem Volksglauben nach in dieser Zeit von besonderer Bedeutung sein. In Südtirol soll sogar die "Fallrichtung eines geworfenen Schuhs" den Experten der Universität Innsbruck zufolge einen Einblick in die Zukunft gewähren. Die Rituale unterscheiden sich je nach Region stark.
  • Böse Geister vertreiben: Wie Heilpraktikerin Vera Griebert-Schröder in einem Interview der Augsburger Allgemeinen sagte, sei "das Dunkle" Ende Dezember am stärksten. Schließlich sei zur Wintersonnenwende am 21. oder 22. Dezember die längste Nacht des Jahres. In Tirol glaubte man, dass in den Rauhnächten Dämonen umherschleichen, weshalb man als Ritual Milch und Brot vor die Tür stellte.
  • Räuchern: Laut der Universität Innsbruck wurden Rauhnächte zur Segnung der Häuser durch einen Priester genutzt. Im Spätmittelalter glaubte man deshalb durch das Räuchern Geister und Dämonen zu vertreiben. Dabei gibt es laut den Ethnologie-Experten sogar spezifische Vorgaben: "Auf die Glut legt man Weihrauch, Teile des am Palmsonntag geweihten Palmbesens oder andere geweihte Kräuter." Wer beim Räuchern eine Kopfbedeckung trägt, werde sogar im kommenden Jahr vor Kopfschmerzen geschützt sein. Falls ein Familienmitglied beim Räuchern fehlt, bedeutete das dem Volksglauben nach Tod und Unglück.
  • Rituale für eine gute Ernte: Das "Leaslen" in Südtirol wurde auch dazu genutzt, die Ernte im kommenden Jahr vorherzusagen. Laut dem Lexikon des Mittelalters, sollte auch "das Umschreiten des Hauses mit Brot und Käse" zu einer guten Ernte führen.
  • Wünsche: Laut Vera Griebert-Schröder können die Rauhnächte dazu genutzt werden, mentalen Ballast loszuwerden und zur Ruhe zu kommen. Auch Wünsche spielen in der Zeit zwischen den Jahren eine große Rolle. Laut Deutschlandfunk Kultur ist das Wunsch-Orakel ein beliebtes Ritual. Dazu werden 13 Zettel mit Wünschen in einen Behälter geworfen. Jeden Tag der Rauhnächte wird ein Wunsch gezogen und verbrannt. Für die Erfüllung der Wünsche sind die Geister zuständig. Um den 13. Wunsch muss man sich im kommenden Jahr selbst kümmern.
  • Zeit der Arbeitsruhe: Die Rauhnächte galten als Zeit der besonderen Andacht, weshalb möglichst wenig gearbeitet werden sollte. Das gilt auch für Hausarbeiten. Laut Vera Griebert-Schröder galt das Wäschewaschen früher als harte Arbeit und sollte deshalb zwischen den Jahren vermieden werden. Dem Volksglauben nach konnten sich laut Deutschlandfunk Kultur aber auch Dämonen in der aufgehängten Wäsche verheddern.