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Interview
23.01.2023

Schauspielerin Gesine Cukrowski: "Man kann nicht jedermanns Freund sein"

Ab Anfang kommenden Jahres ist die Schauspielerin Gesine Cukrowski in der neuen ZDF-Vorabendserie "Hotel Mondial" in einer Hauptrolle zu sehen.
Foto: Jens Kalaene, dpa

Gesine Cukrowski lässt als Chefin des "Hotel Mondial" ab Januar in zwölf Folgen keinen Stein auf dem anderen. Privat würde sie mit Angestellten nicht so umgehen.

Frau Cukrowski, übernachten Sie gerne in Hotels?

Gesine Cukrowski: Ja, sonst hätte ich den falschen Beruf gewählt. Denn ich übernachte wirklich oft in Hotels. 

Haben Sie dann Ihr eigenes Kissen oder Bettzeug dabei?

Cukrowski: In der Tat. Ich habe immer ein spezielles Nackenkissen dabei, das sich zusammenrollen lässt. Auch sonst nehme ich einige Sachen zum Wohlfühlen mit. Wenn ich länger in Hotels bleibe, schaue ich, dass sich da ein kleines Zuhausegefühl einstellen kann. Zudem gehe ich gerne in Hotels, in denen ich schon gute Erfahrungen gemacht habe, denn der Kontakt zum Personal ist für mich unglaublich wichtig. Dann ist es mir auch egal, ob das nun wirklich die schönsten Zimmer sind.

Viele Menschen können auswärts nicht gut schlafen. Schlafen Sie da gut? Und haben Sie einen Tipp, wie Sie das anstellen?

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Cukrowski: Wie gesagt, da hilft mir mein eigenes Kissen. Das war früher echt ein Problem für mich. Ich kam mit den Kissen oft nicht klar. Braucht ja auch jeder ein anderes, der eine mag es dünn, der andere flauschig. Ich selbst brauche ein Nackenkissen. Seit ich das dabei habe, kann ich überall schlafen – außer die Matratze ist sehr, sehr weich. Das mag mein Rücken überhaupt nicht.

Für das Wohlfühlgefühl in der neuen ZDF-Serie "Hotel Mondial" sind Sie als Hoteldirektorin selbst zuständig. Die neue Produktion soll Abwechslung in den sonst so krimidominierten Vorabend des deutschen Fernsehens bringen. Was kommt da auf die Fernsehzuschauer zu

Cukrowski: Na, da können sich die Zuschauer auf eine witzige, ein bisschen böse, aber auch ans Herz gehende Serie mit spannenden Charakteren freuen.

Sie haben, wie soll man sagen, in der Rolle "Haare auf den Zähnen" und machen ihrem Personal ganz schön Dampf. Darum haben Sie auch den Spitznamen "Piranha". Macht so eine Rolle Spaß?

Cukrowski: Ja, das ist großartig. Ich hatte eine diebische Freude daran, diese Rolle zu spielen.

Was hat Sie so begeistert? 

Cukrowski: Die Hotelchefin Eva de Fries ist sehr zielorientiert. Das bin ich persönlich auch, im Gegensatz zu Eva bin ich dabei allerdings empathisch. Das geht meiner Figur etwas ab, sie sorgt mit ihrer Direktheit für allerlei Wirbel. Dafür ist sie allerdings eine erfolgreiche Hotelmanagerin mit einem Sanierungsauftrag. Und wenn man ein Haus retten muss, das in die roten Zahlen gerutscht ist, dann kann man einfach nicht jedermanns Freund sein. Deshalb könnte ich so einen Job nie machen. Denn ich würde es beispielsweise nicht übers Herz bringen, jemanden zu feuern. 

Im Film aber schon. Gleich in der ersten Folge entlassen Sie als Eva de Fries die Sekretärin Ihres Vorgängers. Ganz schön hart, oder?

Cukrowski: Das muss ich jetzt mal relativieren. Ich habe mich für die Rolle ja auch erkundigt, wie es in der Branche zugeht. Und eine persönliche Sekretärin leistet sich heutzutage so gut wie kein Hotelchef mehr. Diese Stelle wird nicht nur im Film eingespart, sondern auch in der Realität. Es ist zwar im Prinzip fies, aber durch Computer und die damit einhergehende bessere persönliche Vernetzung braucht eine Hotelleitung diesen Job nicht mehr, weil sie selbst kommuniziert. Die persönliche Sekretärin, die für ihren Chef oder ihre Chefin vordiktierte Sachen abtippt und Termine organisiert, die passt leider nicht mehr in die Zeit. 

Auch ansonsten ist der Umgangston im Hotel ganz schön ruppig. Und es geht auch um Schuld. Können Sie das erklären?

Cukrowski: Der Ton ist in ganz vielen Hotels bei den Mitarbeitenden unter Stress sehr direkt, das "Funktionieren" steht an erster Stelle. Die Konflikte sind es ja, die für Spannung sorgen sollen, sonst wäre es doch ein bisschen langweilig, wenn alle nur lieb und höflich sind und nichts schiefgeht. Und zum Thema Schuld kann man sagen: Jede Figur der Serie hat eine eigene Geschichte, die unter anderem auch mit Schuld und anderen menschlichen Dingen zu tun hat. Das erklärt sich dann alles im Laufe der Serie. Das ist übrigens ein wichtiger Unterschied zu den Krimis am Vorabend, wo nur der Fall im Mittelpunkt steht. 

Was glauben Sie, kann diese Serie an den Erfolg der "Der letzte Zeuge" anknüpfen? Hat man da als Schauspieler schon vorab ein Gefühl

Cukrowski: Nein, das kann man vorher nicht sagen. Das steht und fällt immer mit den Drehbüchern. Wir hatten hier wie bei "Der letzte Zeuge" gute Drehbücher. Im Übrigen haben wir den gleichen Sendeplatz, Mittwoch 19.25 Uhr. Erst nach ein paar Jahren lief "Der letzte Zeuge" dann am Freitagabend. In der ersten Staffel war das auch eine Serie mit ganz großem Ensemble, mit vielen Figuren. Ich bin ein Fan von vielen Figuren und viel Erzählung, denn ich glaube an den mündigen Zuschauer. Ob es erfolgreich wird, kann man vorher nie sagen. Ich hatte schon Produktionen, da dachte ich: "Oh Gott, das wird gar nichts!" und dann fanden es die Zuschauer klasse. Und umgekehrt. Ich stecke da einfach zu tief drin, um es beurteilen zu können. Wenn das deutsche Publikum am Ende entscheidet, doch lieber Krimis als eine Hotelserie schauen zu wollen, dann haben wir halt Pech! (sie lacht)

Das ist eine sportliche Einstellung. Die Serie dreht sich um ein Spitzenhotel in Schwerin, das schwierige Zeiten durchlebt. Das ist ja nah an der Wirklichkeit angelehnt. Die Branche stöhnt nach Corona. Wie haben Sie sich denn in diese Rolle eingearbeitet?

Cukrowski: Ich habe eine Freundin, die ist Hotelmanagerin in einem Haus, wo wir auch privat gerne hinfahren. Und die habe ich gelöchert. Da fragte ich auch nach, ob die Entlassung der Sekretärin eine glaubhafte Geschichte sei. Und das ist sie. Zumal die Situation in der Hotelbranche durch Corona wirklich dramatisch geworden ist. Das Personal ist abgewandert und hat teilweise andere Berufe erlernt. Für das Management ist es gerade eine Katastrophe, Mitarbeitende zu finden. Da müssen abends sogar die Manager im Restaurant mitbedienen, weil man nicht genug Leute findet. Ich hoffe, dass die Branche durchhält, was nicht leicht wird, weil jetzt auch noch die Energiekosten steigen.

Der Verdienst in den Gastroberufen und der Hotelbranche ist angesichts der harten Arbeit aber auch vergleichsweise mickrig. Vielleicht fehlt es auch darum an Personal. Warum zahlen Hotels nicht besser?

Cukrowski: Das kann ich nicht erklären. Aber es ist sicher eine Frage der wirtschaftlichen Rentabilität. Es muss ja in so ein Haus immer wieder viel investiert werden. Das kostet auch viel Geld. Deshalb werden ja auch die meisten Hotels inzwischen an Ketten verkauft. Die müssen aber trotz Synergieeffekten auch einsparen. Persönlich geführte Hotels gibt es immer weniger. Das ist ja auch in der Serie so, dass Eva von einer Hotelkette kommt, um das Haus zu retten.

Worauf legen Sie selbst großen Wert im Hotel?

Cukrowski: Zunächst einmal muss es sauber sein. Man sollte nicht das Gefühl haben, da hat gerade noch jemand anderes in dem Bett geschlafen. Auch fremde Haare in der Dusche müssen nicht sein. Aber das sind eigentlich Grundvoraussetzungen. Ansonsten muss ein Zimmer nicht teuer oder luxuriös eingerichtet sein. Aber ich bin ein durchaus ästhetischer Mensch und darum sollte ein Raum schon geschmackvoll und einladend sein. Ein superungemütliches Zimmer beispielsweise kann krass teuer eingerichtet sein, ist aber für mich nicht automatisch schön.

Haben Sie sonst noch Tricks, sich das Leben im Hotel hübscher zu gestalten?

Cukrowski: Wenn ich mit dem Auto fahre, nehme ich mir eine Vase mit und kaufe mir dann vor Ort wunderschöne Blumen. Blumen verändern einen Raum sofort. Wenn ich mir keine Vase mitnehmen kann, wie im Flieger, dann würde ich mir bei längeren Aufenthalten zur Not auch eine Vase kaufen oder leihen, damit ich Blumen habe. Ein Zimmer wird mit einem wunderschönen Strauß sofort schöner.

Mögen Sie lieber Wellness-Häuser oder Stadthotels?

Cukrowski: Das hängt davon ab, wo ich hinfahre. Bei einem Städtetrip habe ich ja gar keine Zeit die Spa-Angebote des Hotels zu nutzen, sondern falle nur abends ins Bett. Aber zum Erholen, wenn es aufs Land geht, ans Meer oder in die Berge, da schätze ein Spa-Hotel durchaus.

Hatten Sie auch schon verrückte Erlebnisse bei Ihren vielen Hotelaufenthalten?

Cukrowski: Verrückte Erlebnisse hatte ich eigentlich nicht. Aber schöne, zum Beispiel in Rom. Ich habe da vor 21 Jahren mal zwei Monate lang eine deutsch-italienische Co-Produktion gedreht. Damals gab es nur entweder superluxuriöse oder sehr einfache Hotels ohne Zimmerservice. Nachdem ich viermal umgezogen war, wegen allen möglichen Unzumutbarkeiten, bin ich selbst auf die Suche gegangen. Da entdeckte ich das schlichte, aber wunderbare Forum-Hotel, direkt am Forum Romanum. Da gab es die zauberhaftesten Concierges. Ich war schwanger, hatte oft Heißhunger und alle haben mich bestens unterstützt und mit Gastfreundschaft überschüttet. Noch heute steige ich in diesem Hotel ab, wenn ich in Rom bin.

Nicht wenige Menschen in künstlerischen Berufen träumen oft davon, selbst gastronomisch tätig zu werden. Sie können sich zwar nicht vorstellen, selbst ein Hotel zu führen – aber wenigstens eine Espressobar?

Cukrowski: Das kommt für mich nun tatsächlich gar nicht in Frage. Ich würde in meinem nächsten Leben aber wahrscheinlich Floristin werden.

Zur Person: Gesine Cukrowski kam 1968 in Berlin zur Welt und gab 1987 ihr Fernsehdebüt in der ARD-Serie "Praxis Bülowbogen". Seitdem ist sie in zahlreichen Filmproduktionen zu sehen. Sie lebt mit ihrer Tochter und ihrem Lebensgefährten in Berlin.

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