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Nosferatu-Spinne: Ist sie giftig?

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Nosferatu-Spinne: Ist sie giftig?

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    Acht haarige Beine und eine markante Zeichnung auf dem Rücken: Die Nosferatu-Spinne breitet sich seit einigen Jahren in Deutschland aus.
    Acht haarige Beine und eine markante Zeichnung auf dem Rücken: Die Nosferatu-Spinne breitet sich seit einigen Jahren in Deutschland aus. Foto: Federico, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Wer die Medien und vor allem Insekten- und Spinnen-Meldungen aus Deutschland aufmerksam verfolgt, hat es vielleicht schon öfter gelesen oder gehört: Die Nosferatu-Spinne breitet sich in Deutschland aus. Während die zur Familie der Kräuseljagdspinnen gehörende Art laut dem Naturkundemuseum Karlsruhe bis vor 20 Jahren noch lediglich aus dem Mittelmeergebiet bekannt war, wurde sie vermutlich durch Gütertransport auf dem Rhein oder im Gepäck von Reisenden aus Südeuropa nach Deutschland eingeschleppt. Sie konnte sich durch die für sie günstigen Klimabedingungen entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse etablieren. Seit einigen Jahren findet man sie in fast allen Regionen Deutschlands vermehrt in Häusern, auf Balkonen, in Gärten und Schuppen. Auf dem Meldeportal NABU-Naturgucker werden über das ganze Jahr hinweg regelmäßig Sichtungen von Nosferatu-Spinnen erfasst. Laut dem NABU gehörte sie Anfang des Jahres 2026 zu den am meisten gemeldeten Arten.

    Wer dieser Spinne mit dem ungewöhnlichen Namen zu Hause begegnet, dürfte sich beim Anblick der achtbeinigen, haarigen und großen Art erst einmal erschrecken: Nach Angaben des NABU Nordrhein-Westfalen wird die Nosferatu-Spinne knapp zwei Zentimeter groß und erreicht eine Beinspannweite von bis zu sechs Zentimetern. Damit bleibt sie zwar deutlich kleiner als die ebenfalls weitverbreitete Große Winkelspinne, deren Spannweite bis zu zehn Zentimeter betragen kann. Dennoch ist vermutlich eine der ersten Fragen, die jemandem bei einer Spinnen-Begegnung in den Sinn kommt: Ist die Nosferatu-Spinne eigentlich giftig?

    Ist die Nosferatu-Spinne giftig?

    Der NABU Nordrhein-Westfalen formuliert es so: „Zwar sind im Grundsatz fast alle Spinnen giftig und setzen ihr Gift bei der Jagd ein. Aber nur die allerwenigsten Spinnen können durch die menschliche Haut beißen“. Eine davon, die das kann – die Nosferatu-Spinne. Dennoch dürfte es nur selten zu einem Biss kommen. Die Spinne beißt laut der Tierrechtsorganisation Peta nur dann zu, wenn sie sich in die Enge getrieben und bedroht fühlt.

    Also: Ja, die Nosferatu-Spinne ist giftig. Aber die gute Nachricht laut NABU Nordrhein-Westfalen lautet: Ihr Gift ist für Menschen in der Regel nicht gefährlich.

    Was sollte man nach einem Biss der Nosferatu-Spinne tun?

    Die Symptome nach einem Biss der Nosferatu-Spinne ähneln einem Mückenstich und äußern sich durch Brennen, Rötungen und Juckreiz, erklärt Elisabeth Modler, Leiterin der Zentralen Notfallambulanz am österreichischen Klinikum Wels-Grieskirchen. Sie empfiehlt, die Bissstelle mit kaltem Wasser abzuwaschen und zu kühlen. Zudem sollte man die Wunde keinesfalls aufkratzen. Gängige Schmerzmittel können lindernd wirken. Gerade Menschen – oder auch Haustiere –, die allergisch auf das Spinnengift reagieren, sollten laut Ein Herz für Tiere aufpassen. Aber auch bei ihnen sind die typischen Symptome Rötungen und Quaddelbildung.

    Dem Naturkundemuseum Karlsruhe zufolge kann eine Hautrötung oder -schwellung um die Bissstelle herum einige Tage anhalten. Wenn sich die Rötung großflächig ausbreitet oder weitere Beschwerden hinzukommen, sollte man ärztlichen Rat einholen, empfiehlt Hubert Höfer, stellvertretender Vorstand der Arachnologischen Gesellschaft, laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) – idealerweise, wenn möglich, sollte man die Spinne zur Bestimmung mitnehmen.

    Warum heißt die Nosferatu-Spinne so?

    Ihr offizieller biologischer Name lautet Zoropsis spinimana, informiert das Karlsruher Naturkundemuseum. Demnach ist seit 2020 der deutsche Populärname „Nosferatu-Spinne“ hinzugekommen. Benannt ist sie nach dem markanten Muster auf dem Vorderkörper, das viele Menschen – mit etwas Fantasie – an das Gesicht des Vampirs aus dem Stummfilmklassiker „Nosferatu“ aus den 1920er Jahren erinnert.

    Was kann ich tun, wenn ich eine Nosferatu-Spinne entdecke?

    Entdeckt man eine Nosferatu-Spinne, empfiehlt Peta, die Spinne einzufangen und nach draußen zu bringen. Das gelingt zum Beispiel, indem man ein großes Glas über das Tier stülpt und ein Stück Pappe oder eine Zeitschrift unter sie schiebt. Es wird davon abgeraten, die Spinne mit bloßen Händen anzufassen, da sie so zum Beißen provoziert wird. Mit Insektengittern vor den Fenstern kann man derweil vorbeugen, dass sie überhaupt ins Haus gekrabbelt kommt.

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    Mit ihren großen Kulleraugen gehört die Springspinne zu den wohl süßesten Achtbeinern. Mit diesen kann sie laut NABU nicht nur farbig und dreidimensional sehen, sondern auch wahrnehmen, was hinter ihr vor sich geht.
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    Einige Menschen schreien panisch auf, wenn sie eine Spinne oder ein Insekt sehen. Dabei gibt es viele kleine Krabbeltiere, die harmlos und manchmal sogar richtig niedlich sind.

    Wer nicht nur ausgewachsene Nosferatu-Spinnen, sondern Spinnen-Kokons in seiner Wohnung entdeckt, sollte diese mit einem Tuch oder Pinsel entfernen, empfiehlt Spinnenexperte Höfer gegenüber der Aachener Zeitung. Beim Darüberwischen würden die Eier meist bereits zerstört. Auch Focus empfiehlt, Gespinste und Kokons mit einem feuchten Tuch oder einem Besen zu beseitigen und anschließend draußen zu entsorgen. Alternativ kann man dafür auch einen Staubsauger nutzen.

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