Der britische Monarch König Charles und sein Thronfolger Prinz William planen für 2026 eine diplomatische „Charme-Offensive“, wie das britische Boulevard-Medium Daily Mail titelt. Unabhängig voneinander wollen Charles und William in die Vereinigten Staaten reisen. Ziel der Besuche ist es laut Angaben des Mediums, die Beziehungen zu US-Präsident Donald Trump zu festigen und politischen Gesprächen neuen Schwung zu verleihen. Neben den großen geopolitischen Fragen sorgt aber vor allem eine Frage für Aufmerksamkeit: Kommt es bei dieser Gelegenheit zu einem Treffen mit Prinz Harry?
Donald Trump gilt als bekennender Royal-Fan
Den Anfang soll Charles machen. Der Monarch will in den kommenden Monaten gemeinsam mit seiner Ehefrau Camilla in die USA reisen, um an den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit teilzunehmen, wie unter anderem die Daily Mail schreibt. Es wäre der erste Besuch eines regierenden britischen Monarchen in den Vereinigten Staaten seit 2007, als Queen Elizabeth II. von Präsident George W. Bush empfangen wurde.
Dass der britische König gerade jetzt in die USA reisen möchte, hat wahrscheinlich einen Grund: Zwischen London und Washington stocken derzeit die Verhandlungen über ein Handelsabkommen, wie der britische Sender BBC und die US-amerikanische Tageszeitung New York Times einordnen. Der sogenannte „Tech-Prosperity-Deal“ im Wert von 31 Milliarden Pfund, der beim letzten Staatsbesuch Trumps in Großbritannien noch als Durchbruch gefeiert wurde, liegt aktuell auf Eis. Grund dafür seien „weitreichende Meinungsverschiedenheiten“, unter anderem über eine britische Digitalsteuer für US-Tech-Konzerne sowie Lebensmittelvorschriften.
In der Downing Street setzt man nun offenbar darauf, dass ein royaler Besuch die festgefahrenen Gespräche wieder in Bewegung bringt. Donald Trump gilt als bekennender Royal-Fan. Seine Bewunderung für die Monarchie führt er laut Daily Mail auf seine Mutter Mary zurück, die in Schottland aufwuchs und überzeugte Royalistin war. Beim jüngsten Staatsbesuch schwärmte er öffentlich von König Charles, nannte ihn „meinen Freund“. König Charles wiederum betonte die „besondere Beziehung“ zwischen beiden Nationen und verwies auf seine jahrzehntelange Verbundenheit mit dem amerikanischen Volk.
Prinz Harry: Wünscht er sich mehr Kontakt zu seinem Vater?
Prinz Williams USA-Reisen soll im Sommer 2026 folgen – passend zur Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada. Als Präsident des englischen Fußballverbands FA hat der Thronfolger also einen offiziellen Anlass für die Reise.
Brisant für die britischen Medien ist jedoch eher, was offenbar nicht geplant ist. Für König Charles wäre es der erste USA-Besuch seit Prinz Harry 2020 mit seiner Ehefrau Meghan nach Kalifornien auswanderte. Ob ein Besuch des Königs in Montecito, wo Prinz Harry und Meghan leben, infrage kommt, ist aktuell reine Mutmaßung. Dabei soll Prinz Harry durchaus Hoffnung haben, wie ein Insider der Zeitung The Sun verriet. Er wünsche sich mehr Kontakt zu seinem Vater und vor allem eine Beziehung zwischen Charles und den Enkelkindern Archie und Lilibet. Das letzte kurze Treffen zwischen Vater und Sohn fand im September 2025 in London statt, die Enkelkinder sah Charles zuletzt 2022 beim Platinjubiläum der Queen.
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