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Newsticker
Putin erklärt besetzte ukrainische Gebiete zu russischem Staatsgebiet
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  3. Taktische Atomwaffen & strategische Atomwaffen: Unterschied erklärt

Atomkrieg
21.09.2022

Strategische und taktische Atomwaffen – was ist der Unterschied?

Bei nuklearen Atomwaffen unterscheidet man zwischen strategischen und taktischen Atomwaffen.
Foto: John Kowalski, dpa (Archivbild)

Seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine ist die Angst vor einem atomaren Schlag zurückgekehrt. Um die Wahrscheinlichkeit eines solchen einschätzen zu können, muss man zunächst zwischen strategischen und taktischen Atomwaffen unterscheiden.

Seit dem Beginn des Krieges in der Ukraine ist ein Horrorszenario plötzlich wieder im Bereich des Denkbaren angekommen: ein Atomkrieg. Immer wieder kommen Drohungen und Warnungen aus Russland. Sie kommen von Russlands Präsidenten Wladimir Putin, von dem russischen Außenminister Sergej Lawrow oder von Gästen in Talkshows des russischen Staatsfernsehen. Meist haben die Aussagen gemeinsam, dass unverhohlen und direkt von einem Szenario gesprochen wird, dass seit dem Kalten Krieg nur in Science-Fiction-Filmen vorkam. Zu Beginn des Krieges ließ Putin Ende Februar auch seine Atomstreitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt. Nun erklärte er im Rahmen der Teilmobilmachung der russischen Streitkräfte, dass es sich nicht um einen atomaren "Bluff" handelt.

Drohung vor Einsatz von Atomwaffen im Zuge der Referenden

Die Drohungen rund um den Einsatz von nuklearen Waffen bestimmen weite politische Dimensionen des Konflikts in der Ukraine. Nun erreicht sie eine neue Eskalationsstufe. Die russischen Separatisten wollen in der Ukraine Referenden abhalten, bei denen in Donezk, Luhanks, Cherson und Saporischschja über einen Anschluss an Russland abgestimmt werden soll. Russland drohte bereits, dass es den Einsatz von Atomwaffen legitimieren würde, wenn die Ukraine die Gebiete angreifen sollte, nachdem diese an Russland angeschlossen wurden.

Ein Einsatz von taktischen Atomwaffen, welche sich von den strategischen unterscheiden, wird daher wahrscheinlicher. Wir erklären den Unterschied der Atomwaffen und ordnen die Wahrscheinlichkeit eines Einsatzes ein.

Was sind strategische Atomwaffen?

Wer an einen Atomkrieg denkt, der hat zu einer großen Wahrscheinlichkeit die strategischen Atomwaffen im Kopf. Diese stellen nämlich eine globale Gefahr dar – und werden nicht im direkten Gefecht eingesetzt. Stattdessen können sie eine Strecke von mehr als 5.500 Kilometern zurücklegen. Das würde beispielsweise die Strecke von Moskau nach Washington beinhalten. Eventuell gibt es mittlerweile sogar strategische Atomwaffen, die noch weiter entfernte Ziele erreichen können. Russland hatte zuletzt mit dem Test einer Satan 2 Rakete für Aufsehen gesorgt, die mit Atomsprengköpfen bestückt werden kann.

Video: dpa Exklusiv

Fakt ist, dass die USA und Russland zu jeder Zeit in der Lage sind, mit den strategischen Atomwaffen alle Ziele auf der Welt zu erreichen, die erreicht werden sollen. Diese Art der Atomwaffen haben eine unheimliche Wucht, bei ihrer Detonation können ganze Regionen zerstört und verseucht werden.

Strategische Atomwaffen können von Langstreckenraketen getragen werden, welche in der Lage sind, mehrere Atombomben abzuwerfen. Gleiches gilt für Interkontinentalraketen, die zunächst in den erdnahen Weltraum fliegen, um dann Ziele auf der Erde zu treffen. Sie fliegen in einer Parabel und können bis zu zehn Atomsprengköpfe transportieren. Diese können auch unterschiedliche Ziele treffen. Strategische Atomwaffen können aber auch durch ballistische Raketen von U-Booten abgeschossen werden. Diese könne sich oftmals unbemerkt nähern, was ebenfalls eine hohe Gefahr ausstrahlt.

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Unterschied: Was sind taktische Atomwaffen?

Taktische Atomwaffen haben nicht ganz die Sprengkraft von strategischen Atomwaffen – und sie können auch nicht so weit fliegen. Allerdings können durch sie gezielte Angriffe erfolgen, die trotzdem noch eine hohe Zerstörungskraft haben. Diese ist höher als bei allen anderen Waffen, außer dem großen Bruder, den strategischen Atomwaffen.

Einen russischen Einsatz von taktischen Atomwaffen halten einige Militärexperten im Krieg in der Ukraine für möglich. "Sollte Putin militärisch mit dem Rücken immer mehr an der Wand stehen, dann ist es nicht auszuschließen, dass er noch zu anderen Mitteln greift", schätzte Militärexperte Carlo Masala im stern-Podcast "Ukraine – die Lage" ein.

Masala hält es sogar für möglich, dass Russland taktische Atomwaffen gar nicht in der Ukraine, sondern eher zur Abschreckung verwenden könnte: "Dann reden wir möglicherweise auch von einem sogenannten Demonstrationsschlag, das heißt dem Einsatz einer taktischen Atomwaffe nicht als Gefechtsfeldwaffe, sondern in großer Höhe – Experten sagen: über der Ostsee oder über dem Schwarzen Meer –, um letzten Endes die westlichen Gesellschaften davon abzuschrecken, die Unterstützung der Ukraine weiterhin aufrechtzuerhalten."

Video: dpa

Welche Nation besitzt die meisten Atomwaffen?

Russland gilt als die mächtigste Atommacht der Welt. Laut dem Internationalen Friedensforschungsinstitut in Stockholm besitzt das russische Militär rund 6.250 atomare Sprengköpfe. Eine eindrucksvolle Anzahl, wenn man bedenkt, dass es dem Bericht zufolge etwa 13.000 atomare Sprengköpfe weltweit geben soll. Die USA sollen im Besitz von ca. 5.500 dieser Sprengköpfe sein. Dann kommt lange nichts, bevor China mit 350 atomaren Sprengköpfen auf Rang drei folgt.

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