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Windsor
01.12.2022

Rassismusvorwurf gegen das englische Königshaus

Susan Hussey, ein Ehrenmitglied des Buckingham-Palastes, ist inzwischen wegen Rassismus-Vorwürfen zurückgetreten.
Foto: Chris Radburn

Eine Aktivistin erhebt schwere Vorwürfe gegen den Buckingham-Palast. Im Fokus steht das Verhalten der Hofdame Lady Susan Hussey.

„Wo kommen Sie her?“ Auf den ersten Blick ist das eine harmlose Frage, ein Ausdruck von Interesse. Für viele schwarze Menschen steht sie aus dem Mund von Weißen in Großbritannien kommend jedoch für etwas anderes, erst recht, wenn sie mit Nachdruck gestellt wird: Du gehörst nicht dazu, auch wenn du hier geboren wurdest. Dementsprechend groß war der Aufschrei, als die Aktivistin Ngozi Fulani von ihrem Erlebnis im Buckingham-Palast berichtete. Der Skandal prägte die Titelseiten der Zeitungen im Land. Der Daily Mirror sprach von einer „Schande“. Die Daily Mail schrieb gar von einer „königlichen Katastrophe“.

Was war passiert? Fulani war als Gast bei einem Empfang von Queen Camilla eingeladen. Eine Mitarbeiterin, sie nannte sie „Lady SH“, sei auf sie zugekommen und habe sie gefragt, aus welchem Teil von Afrika sie stamme. Ein Vorfall, der bei Fulani „gemischte Gefühle“ ausgelöst habe, wie sie auf Twitter schrieb. Sie entgegnete, dass sie in Großbritannien geboren und aufgewachsen sei. Die Mitarbeiterin habe sich mit dieser und weiteren Antworten jedoch nicht zufriedengeben wollen und hakte immer wieder nach. Die Aktivistin zitierte das Mitglied des Hofstaates aus dem Gedächtnis mit dem Satz: „Ach, ich verstehe. Ich werde es schwer haben, herauszufinden, woher Sie kommen.“ 

Die Hofdame war eine enge Begleiterin der Queen

Später wurde bekannt, dass es sich bei „Lady SH“ um die 83-jährige Lady Susan Hussey handelt. Sie ist die Taufpatin von Prinz William und war eine enge Begleiterin von Königin Elizabeth II. Fulani habe zunächst viele Gründe für das Verhalten von Hussey an dem besagtem Tag in Erwägung gezogen: den Kontext, die Tatsache, dass die Mitarbeiterin eine ältere Frau war. Doch dann fand die Gründerin der Organisation „Sistah Space“, die sich gegen Gewalt gegen Frauen einsetzt, jedoch klare Worte: „Hier geht es nicht um ihr Alter“ oder „einzelne Personen“, sagte sie. „Das ist, was es ist. Das nennen wir Rassismus.“ 

Video: SAT.1

Der Palast kritisierte in einer raschen Stellungnahme die „inakzeptablen und sehr bedauerlichen Kommentare“. Die Hofdame sei zurückgetreten und man habe sich mit Fulani in Verbindung gesetzt, um mit ihr persönlich zu sprechen. Die Aktivistin bestritt dies: „Ich habe von niemandem etwas gehört.“ William, der derzeit mit seiner Frau Catherine in den USA unterwegs ist, ließ verlauten, dass Rassismus keinen Platz in der Gesellschaft habe. Das Paar wurde bei einem Basketballspiel in Boston mit Buh-Rufen begrüßt. Ob dies mit den Vorfällen zusammenhängt, ist allerdings unklar. 

Auch Meghan kritisierte die königliche Familie

Die Schlagzeilen erinnern an die Rassismus-Vorwürfe gegen das Königshaus, die schon Meghan im März 2021 vorgebracht hatte – im Rahmen des Skandal-Interviews mit der US-Talkshow-Ikone Oprah Winfrey. Meghan berichtete damals, dass in den Kreisen der Royals die Sorge darüber geäußert worden sei, wie dunkel die Haut ihres Sohnes womöglich wird. Queen Elizabeth II. reagierte auf die Anschuldigungen damals zurückhaltend. In einer öffentlichen Erklärung verkündete sie, dass man die Angelegenheit innerhalb der Familie kläre. 

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Jetzt sieht sich König Charles III. selbst nach nur wenigen Wochen auf dem Thron mit dem ersten großen Skandal dieser Art konfrontiert. Er wollte das Königshaus reformieren, frischen Wind durch den Buckingham-Palast ziehen lassen.

Alles nur "hohle Entschuldigungen"?

Davon sei er aber weit entfernt, wie eine Journalistin der Tageszeitung The Independent betonte: Der Palast murmle „hohle Entschuldigungen“, statt etwas zu ändern. Fulani habe ihr Leben antirassistischem Aktivismus und dem Schutz von Frauen gewidmet. „Dass sie in angeblicher Anerkennung dieser Arbeit in den Palast eingeladen und dann rassistischer Gewalt ausgesetzt wurde, ist eine verdrehte Ironie“, kommentierte die Journalistin.

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