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Ehre

23.10.2017

Ein Versöhner

Ein Kämpfer für die Ökumene: Pfarrer Martin Junge.
Bild: Silvio Wyszengrad

Augsburger Friedenspreis für Martin Junge. Er setzt sich für den Dialog der Kirchen ein

Der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes, Pfarrer Martin Junge, ist mit dem „Preis zum Augsburger Hohen Friedensfest“ ausgezeichnet worden. Am Samstag überreichte Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl den mit 12500 Euro dotierten Preis in Form der von einem Augsburger Goldschmied gearbeiteten Skulptur „Paxibile“. Junge, ein gebürtiger Chilene, gilt als Versöhner, der vor allem in Lateinamerika und auf internationalem Parkett die Dialoge zwischen den großen wie auch den kleineren christlichen Kirchen vorantreibt. Der Generalsekretär der Mennonitischen Weltkonferenz, César García, hielt die Laudatio und lobte das erfolgreiche demokratische und unbestechliche Wirken Junges während seiner Amtszeit in Chile zwischen 1989 und 2000.

Junge zeigte sich in seiner Dankesrede geehrt und forderte von den Kirchen, sich in Zeiten großer Polarisierungen als Mittler, Helfer und Brückenbauer zu engagieren. „Eine Ökumene kann nicht sich selbst genügen. Die Nächstenliebe muss hinausgetragen werden in die Welt“, sagte er. Applaus erhielt er für seine deutlichen Worte an die Politik: „Wer behauptet, Europa müsse seine Grenzen dichtmachen, um die christliche Identität zu schützen, hat vom christlichen Glauben nichts verstanden.“

Der Friedenspreis wird seit 1985 alle drei Jahre von der Evangelischen Landeskirche Bayern und der Stadt Augsburg vergeben. Vor Martin Junge wurden unter anderem Richard von Weizsäcker (1994) und Michail Gorbatschow (2005) ausgezeichnet.

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