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Katholische Kirche

20.02.2021

Kardinal Woelki gibt Fehler zu: "Das tut mir von Herzen leid"

Kardinal Rainer Maria Woelki ist derzeit der umstrittenste deutsche Kirchenmann.
Bild: Andreas Arnold, dpa

Nachdem er wochenlang wie abgetaucht schien, hat sich der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki nun in einem Video zu den Missbrauchsvergehen geäußert.

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat Fehler bei der Aufarbeitung von Missbrauchsvergehen und in der Krisenkommunikation der vergangenen Wochen eingeräumt. "Da habe ich auch Schuld auf mich geladen", gestand der Erzbischof in einer am Samstag veröffentlichten Videobotschaft ein. "Das tut mir von Herzen leid." Gleichzeitig versicherte er: "Es ging und es geht mir um konsequente Aufarbeitung."

Woelki: "Ich weiß, dass viele Menschen mich persönlich verantwortlich machen"

Woelki hatte ein Gutachten zum Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Priester in Auftrag gegeben. Das Gutachten ist seit längerem fertig, doch Woelki hält es bisher unter Verschluss. Er führt dafür rechtliche Bedenken an. Stattdessen hat er ein neues Gutachten bestellt, das am 18. März veröffentlicht werden soll. Sein Vorgehen hat eine schwere Vertrauenskrise im größten deutschen Bistum ausgelöst.

Woelki, der zeitweilig wochenlang wie abgetaucht schien, äußert sich in dem Video und einem gleichlautenden Fastenhirtenbrief ausführlich und in deutlichen Worten zu der entstandenen Krise. Das Erzbistum sei von Rissen durchzogen, stellt er fest. "Dabei weiß ich, dass viele Menschen in unserem Erzbistum und darüber hinaus mich persönlich dafür verantwortlich machen."

Woelki ist für "konsequente Aufklärung der Missbrauchsvergehen"

In den vergangenen Wochen und Monaten hätten ihm Gläubige ihre Irritation deutlich gemacht. "Sie tun sich schwer, nachzuvollziehen, warum es eine zweite unabhängige Untersuchung braucht, um die systematischen Zusammenhänge jahrzehntelangen Missbrauchs in unserem Erzbistum aufzudecken und im Detail aufzuzeigen." Er sei jedoch überzeugt, dass dies erforderlich sei, weil er "eine bestimmte qualitative und quantitative Faktenlage" benötige. Die Kanzlei, die das erste Gutachten erstellt hat, weist alle Vorwürfe zurück.

Woelki versichert in seiner Botschaft: "Es war und ist meine Absicht, eine transparente, konsequente Aufklärung der Missbrauchsvergehen und ihrer systemischen Umstände in unserem Erzbistum zu erreichen - selbstverständlich auch im Blick auf meine eigene Person." (dpa)

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21.02.2021

Also alles wie immer. Wenn am Schluß gar nichts anderes mehr möglich ist, sagen die "Hohen Würdenträger" ein halbherziges "Tut mir Leid". So ein "Würdenträger" sollte in ein Entwicklungsland geschickt werden - da kann er dann die Sünden abarbeiten.

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21.02.2021

Es immer verwerflich und gefährlich, wenn 1% Schwarzer Schafe als Maß und Grund zum Schmutzwerfen und Verleumdungen der restlichen 99% benutzt werden.
Sicherlich haben die Kirchen versäumt zwingend notwendige Reformen für das 21-Jahrhundert umzusetzen, aber die Zerstörung des Glaubens, Werte und Lebensmaxime lässt nur orientierungslose "Konsum-Schweinchen" übrig. Auch, wenn das evtl. gewollt ist, wenn das Leben hart wird oder es dem Ende zu geht, kommen sie alle demütig gekrochen.

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21.02.2021

Nun die Konsum Schweinchen waren früher Schaffe, die alles was von der Kanzel kam abnickten. Durch die Skandale der letzten Zeit, siehe diesen Artikel, verhalten der Würdenträger wie Tebartz van Elst, Augsburgs Impf Skandal usw.... werden diese langsam Wach. Sie erkenne die Menschlichkeit, und fragen sich warum sollen wir immer Wasser Saufen, wenn die anderen in den Vollen Schöpfen. Nun wenn sie für die Orientierung zu Ihrem Lebensglück die Kirche brauchen, empfehle ich Ihnen das beitreten in eine Sadomasochismus Gruppe falls die Kirche auseinanderfällt. Dort können sie Busse und gutes tun, und wer weis vielleicht finden sie dort auch etwas Befriedigung. Die die am Schluss wieder, wie sie schon sagten angekrochen kommen, sind sind besser beraten sich einen guten Psychologen oder Sterbebegleiter ohne Religiösen Hintergrund zu suchen. Leben findet im Hier und jetzt statt! Lang lebe die Wissenschaft und die Aufklärung, die Kirche ist ein Totes Pferd, das nur durch eine Gewaltige Reform und Austausch des Pferdes wieder nach vorne kommt. Solange die alten verbitterten Männer und die "Lach" Selbstlosen Würdenträger das sagen haben, können die das Pferd nur einige Meter nach vorne Schleifen. Doch beginnt es der zeit schon sehr zu Stinken und letztlich wird der Körper verfallen! Aber vielleicht hat ja auch ein Pferd eine Seele! Sagen kann das keiner, auch die Kirche nicht, schlicht und einfach weil sie immer nur vermutet und "Lach" Glaubt zu Wissen

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22.02.2021

Ich glaube, Sie leben auf einem anderen Planeten. Anders kann ich mir solch pauschale realitätsfremde Äußerungen nicht erklären.

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21.02.2021

Leider ist es in der katholischen Kirche so, dass das Zölibat Heterosexuelle Männer abstößt. Das wiederum zieht Menschen in ihren Bann, welche ihre Sexualität anders definieren. Dass die Homosexualität unter den Geistlichen besonders hoch ist, verwundert daher kaum. Allerdings zieht das Berufsbild "Jugendarbeit" auch Menschen mir pädophilen Neigungen an. Die Kirche kann das kaum verhindern, da Sexualität in den eigenen Reihen immer noch ein Tabu ist. Als moralische Instanz macht sie sich damit aber immer unglaubhafter. Dazu dann noch die aktuellen Impfskandale oder die Protzereien eines Tebartz-van Elst.

"15 Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen! Inwendig aber sind sie reißende Wölfe. 16 An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. "
Matthäus 7

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