Weiter mit Tracking durch Dritte

Besuchen Sie unsere Website mit personalisierter Werbung und Werbetracking durch Dritte. Details und Informationen zu Cookies, Verarbeitungszwecken sowie Ihrer jederzeitigen Widerrufsmöglichkeit finden Sie in der Datenschutzerklärung und in den Privatsphäre-Einstellungen.

Weiter mit dem PUR-Abo

Nutzen Sie unser Angebot ohne Werbetracking durch Dritte für 4,99 Euro/Monat. Kunden mit einem bestehenden Abo (Tageszeitung, e-Paper oder PLUS) zahlen nur 0,99 Euro/Monat. Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des PUR-Abos finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Zum Angebot Bereits PUR-Abonnent? Hier anmelden

Tracking durch Dritte: Zur Finanzierung unseres journalistischen Angebots spielen wir Ihnen Werbung aus, die von Drittanbietern kommt. Zu diesem Zweck setzen diese Dienste Tracking-Technologien ein. Hierbei werden auf Ihrem Gerät Cookies gespeichert und ausgelesen oder Informationen wie die Gerätekennung abgerufen, um Anzeigen und Inhalte über verschiedene Websites hinweg basierend auf einem Profil und der Nutzungshistorie personalisiert auszuspielen.

Verarbeitungszwecke:
Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen

Für die Ihnen angezeigten Verarbeitungszwecke können Cookies, Gerätekennungen oder andere Informationen auf Ihrem Gerät gespeichert oder abgerufen werden.

Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen

Anzeigen und Inhalte können basierend auf einem Profil personalisiert werden. Es können mehr Daten hinzugefügt werden, um Anzeigen und Inhalte besser zu personalisieren. Die Performance von Anzeigen und Inhalten kann gemessen werden. Erkenntnisse über Zielgruppen, die die Anzeigen und Inhalte betrachtet haben, können abgeleitet werden. Daten können verwendet werden, um Benutzerfreundlichkeit, Systeme und Software aufzubauen oder zu verbessern.

▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌ ▉▌▌▉▍▉▌▌▉▍▉▍▉▍ ;▌▉▍▉▉▍▉▌▌▉▍▉▌
Newsticker
Russland will ukrainisches AKW Saporischschja verstaatlichen
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Kommentar: Eine neue Allianz verändert den Nahen Osten

Eine neue Allianz verändert den Nahen Osten

Kommentar Von Thomas Seibert
16.08.2020

Israel, die Arabischen Emirate und Saudi-Arabien verbünden sich gegen den Iran. Ist ihr "Dreieck" das neue Kraftzentrum einer umkämpften Region?

Die historische Vereinbarung zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten wird ab sofort den Nahen Osten prägen. Mit der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zu einem der reichen arabischen Golfstaaten gehört die Isolation Israels, das in seiner Nachbarschaft bisher nur Friedensverträge mit Ägypten und Jordanien hatte, endgültig der Vergangenheit an. In den Emiraten und Saudi-Arabien hat es mächtige Verbündete im Kampf gegen den Iran gewonnen.

Auf der anderen Seite ist eine Entspannung im Verhältnis zu Israel die logische Konsequenz der außen- wie innenpolitischen Bedrohungsanalyse der Emirate und Saudi–Arabiens: Außenpolitisch ist der Iran ihr gemeinsamer Gegner, und innenpolitisch fürchten sowohl die Emirate als auch das Königshaus in Riad vor allem die radikale Muslim-Bruderschaft, deren palästinensischer Ableger Hamas zu den Erzfeinden Israels gehört.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einem "historischen Tag".
Foto: Sebastian Scheiner, AP Pool/dpa

Die neue Allianz verbündet sich gegen den Iran

Nicht zuletzt ist auch Donald Trump einer der Gewinner der Übereinkunft. Der US-Präsident kann sich zugutehalten, einen neuen Grundlagenvertrag in Nahost eingefädelt zu haben. Bahrain etwa könnte bald einen ähnlichen Vertrag mit Israel abschließen, und auch der Oman gilt als potentieller Partner. Saudi-Arabien dürfte wegen seiner Rolle als Hüter der heiligen islamischen Städte Mekka und Medina vorsichtiger sein, doch dank des engen Verhältnisses zu den Emiraten ist Saudi-Arabien auch ohne offizielle diplomatische Beziehungen zu Israel mit im Boot.

Der Iran dagegen steht künftig noch isolierter da als vorher schon. Teheran wird sich im Dauerstreit mit Saudi-Arabien um die Führungsrolle in der islamischen Welt nun erst recht als Kämpfer für die palästinensische Sache präsentieren. Dennoch bleibt die Einigung ein schwerer Rückschlag für die Iraner. Immerhin lautet das strategische Ziel der Islamischen Republik, die USA aus dem Nahen Osten zu verdrängen und Israel zu bedrohen. Beides wird nun erheblich schwieriger. Zugleich werden mit dem Iran auch die Palästinenser durch die neue Allianz geschwächt: Die Golfstaaten haben offiziell den Grundsatz über Bord geworfen, eine Anerkennung Israels von Zugeständnissen an die Palästinenser abhängig zu machen. Damit verlieren die Palästinenser eines ihrer wichtigsten Druckmittel im Streit um die angestrebte Zweistaatenlösung.

Menschen sitzen vor einem in den Nationalfarben der Emirate strahlenden Gebäude in Tel Aviv.
Foto: Oren Ziv, dpa

Das neue "Dreieck" im Nahen Osten: Israel, die Arabischen Emirate und Saudi-Arabien

Auch für die Türkei wird es im Nahen Osten ungemütlicher. Ankara hat als Verbündeter der Muslim-Bruderschaft enge Kontakte zur Hamas, aber mit Ausnahme von Katar keinen staatlichen Partner im Nahen Osten. Präsident Recep Tayyip Erdogan erwägt nun, aus Protest gegen die Einigung mit Israel, die diplomatischen Beziehungen zu den Emiraten auf Eis zu legen. Israel, Saudi-Arabien und die Arabischen Emirate eint ja nicht nur ihre Feindschaft mit dem Iran, sondern auch durch ihre Abneigung gegenüber der Türkei. Die drei Staaten im neuen „Dreieck“ sind wirtschaftlich, politisch und militärisch stark genug, um den Iran in Bedrängnis zu bringen. Daraus könnten neue Eskalationen entstehen, etwa in Syrien. Staatschef Baschar al-Assad ist zwar ein Partner des Iran, bemüht sich seit einiger Zeit aber auch um eine Normalisierung seiner Beziehungen zu den Golfstaaten. Syrien könnte deshalb zu einem Schauplatz des Machtkampfes zwischen dem neuen Nahost-Trio und dem Iran werden.

Möglich sind allerdings auch neue Attentate und Gewalttaten: Schon in der Vergangenheit hat der Iran seine Partner wie die Hisbollah im Libanon, die pro-iranischen Milizen im Irak oder die Huthis im Jemen aktiviert, um Schläge gegen seine Gegner zu führen. Der neue Nahe Osten wird also womöglich nicht sicherer sein als der alte.

Das könnte Sie auch interessieren:

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um die Umfrage von Civey anzuzeigen

Hier kann mit Ihrer Einwilligung ein externer Inhalt angezeigt werden, der den redaktionellen Text ergänzt. Indem Sie den Inhalt über „Akzeptieren und anzeigen“ aktivieren, kann die Civey GmbH Informationen auf Ihrem Gerät speichern oder abrufen und Ihre personenbezogenen Daten erheben und verarbeiten. Die Einwilligung kann jederzeit von Ihnen über den Schieberegler wieder entzogen werden. Datenschutzerklärung

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

17.08.2020

Ich glaube es ist noch zu früh von einer Veränderung im Nahen Osten zu sprechen. Ich vermute mal, daß "alte Wunden" wieder sehr schnell aufbrechen können und werden.

16.08.2020

Hat dieser Bericht einen Propaganda-Auftrag, denn er enthält außer Vermutungen und Behauptungen wenig reales?