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Schulen brauchen ein Konzept für die nächste Pandemie

Kommentar Von Michael Stifter
05.05.2021

Der Staat investiert Milliarden, damit Kinder und Jugendliche das nachholen können, was sie in der Pandemie verpasst haben. Doch etwas anderes wäre viel wichtiger.

Die Bundesregierung gibt Milliarden aus, um Kinder und Jugendliche zu unterstützen, deren Leben seit über einem Jahr von Corona ausgebremst wird. Das ist ein richtiges Signal. Noch viel wichtiger, als Verpasstes aufzuholen, wird es aber sein, sicherzustellen, dass eine nächste Pandemie Schulen und Kitas nicht wieder derart unvorbereitet trifft.

Schule nach der Corona-Pandemie: Es braucht krisensichere Konzepte

Vor einem Jahr ist es darum gegangen, schnelle und pragmatische Lösungen zu suchen, um Unterricht und Betreuung zumindest teilweise aufrechtzuerhalten. Das war in Ordnung. Danach allerdings haben es die Regierenden versäumt, aus diesen provisorischen Maßnahmen krisensichere Konzepte zu entwickeln. Und so mussten die Kinder auch in der zweiten und dritten Welle notgedrungen nach Hause geschickt werden.

Jetzt ist es an der Zeit, Schulen und Betreuungseinrichtungen so aufzustellen, dass selbst unter den Bedingungen einer Pandemie nicht alles automatisch dichtgemacht werden muss. Milliarden für Nachhilfe- und Förderprogramme zum Aufholen sind gut. Noch besser ist es, dafür Sorge zu tragen, dass die Kinder und Jugendlichen gar nicht erst in Rückstand geraten.

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Die Diskussion ist geschlossen.

06.05.2021

Es gibt Erdteile und Länder die es schaffen. Der Nachteil für Politiker liegt darin, dass diese nicht in südlichen Ländern zu finden sind.

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06.05.2021

Herr Stifter hat Recht: Mit Geld allein ist den Kindern nicht zu helfen. Ob das jetzt ein Fördertopf mit 2 Mrd. oder 20 Mrd. EUR sind, ist da egal. Weil die Erfahrung lehrt: Fördertöpfe sind das eine, ob das Geld dann auch dort ankommt und richtig verwendet wird, das andere. Es fehlt weiter ein richtiges und wirksames Konzept für die Schulen - zum einen wie die Rückstände aufgeholt werden sollen und zum anderen wie Herr Stifter richtig anmerkt, um es im Wiederholungsfalle einer Pandemie gar nicht mehr so weit kommen zu lassen. Hier wurde viel versäumt im vergangenen Jahr und großer Schaden angerichtet, der mit wieviel Geld auch immer kaum zu reparieren sein wird.

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06.05.2021

Verzeihen Sie Herr Stifter, aber der Kommentar ist völlig daneben. Die 2 Milliarden sind kein Signal sondern ein Witz. Rechnerisch sind das 200 EUR pro Kind. Es werden hunderte von Milliarden für teils fragwürdige Maßnahmen bereit gestellt und für die wirklich wichtigen Dinge, insbesondere also hier für die Kinder, lässt man ein paar Groschen springen? Allein für TUI lässt der Staat einen Großteil der Hilfen von 1,8 Milliarden springen! Man könnte noch viele ähnliche Beispiele anführen. Stimmen da für Sie noch die Relationen? Ich bin mir sicher, dass sich die Abwärtsspirale der vergangenen Jahrzehnte insbesondere im Bereich Bildung und Gesundheitswesen weiter ungebremst fortsetzt. Man braucht kein Hellseher zu sein wo die einschneidenden Maßnahmen und Ausgabenkürzungen, die bald kommen werden, vorgenommen werden. Kinder und Lehrer haben keine große Lobby. Leider auch nicht all zu sehr in den Medien. Viele Grüße

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06.05.2021

"Es werden hunderte von Milliarden..."
Wie bitte geht das, wenn der Bundeshaushalt "nur" knapp 500 Milliarden Euro groß ist?
Bei den Grünen wird doch übrigens ab Herbst alles besser :-)

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