Newsticker
Corona-Zahlen: 10.810 Neuinfektionen und 294 neue Todesfälle
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Lockdown bis Ostern? Die Pläne von Merkel und Söder vor dem Gipfel

Corona-Gipfel

02.03.2021

Lockdown bis Ostern? Die Pläne von Merkel und Söder vor dem Gipfel

Geschlossenes Modegeschäft in Leipzig. Als dringendsten Wunsch beschreiben viele die Möglichkeit, wieder uneingeschränkt einkaufen gehen zu können.
Foto: Sebastian Willnow, dpa

Corona-Lockdown oder Lockerungen? Am Mittwoch kommen Bund und Länder zusammen, um darüber zu beraten. Was Merkel und die Ministerpräsidenten planen.

Der Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie soll bis zum 28. März, also kurz vor Ostern, bestehen bleiben, in einigen wichtigen Punkten aber gelockert werden. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel, Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sowie die Bundesländer Bayern und Berlin vor dem Covid-Gipfel am Mittwochabend verständigt. Die Öffnungsschritte gehen mit einer Schnelltest-Offensive einher. Das geht aus der unserer Redaktion vorliegenden Beschlussvorlage für das Treffen Merkels mit den Ministerpräsidenten hervor.

Corona-Gipfel von Bund und Ländern: Ab Montag wieder mehr Kontakte möglich?

Ab dem kommenden Montag sollen die Kontaktbeschränkungen gelockert werden. Laut dem Papier ist es dann erlaubt, dass sich wieder bis zu fünf Mitglieder zweier Haushalte treffen dürfen. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt.

Verwandtenbesuche über Ostern sind demnach erlaubt. Es wird weiter zu höchstmöglicher Zurückhaltung bei Begegnungen und Reisen gemahnt und empfohlen, sich jeweils durch Schnelltests abzusichern. Die Zahl der Schnelltests soll insgesamt stark ausgeweitet werden. Bürger sollen eine bestimmte Anzahl von Schnelltests pro Monat bezahlt werden, Arbeitgeber sind gehalten, in ihren Betrieben zu testen.

Weitere Lockerungen können die Länder im Zusammenhang mit Teststrategien selbst beschließen, auch wenn die Sieben-Tage-Inzidenz über dem Wert von 35 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner und Woche liegt. Andererseits ist in dem Beschlusspapier eine Art „Notbremse“ vorgesehen. Sollten die Infektionswerte wieder drastisch ansteigen, würden automatisch die aktuell und bis zum 7. März gültigen Regeln wieder in Kraft treten.

Corona-Lockdown bis Ostern? Was die Regierung über die Feiertage erlauben will

Bundesweit einheitlich sollen ab Montag dann auch Blumengeschäfte, Gartenmärkte und Buchhandlungen unter strengen Hygieneauflagen öffnen dürfen. Bislang gibt es dazu einen deutschlandweiten Flickenteppich. Zusätzlich zu den bereits wieder geöffneten Friseursalons sollen ab Montag auch wieder „körpernahe“ Dienstleistungen angeboten werden, etwa von Kosmetiksalons.

Sollte die Wochen-Inzidenz in einem Land oder einer Region stabil unter den Wert von 35 sinken, kann dem Beschlussentwurf zufolge ein weiterer Öffnungsschritt gegangen werden. Weitere Bereiche des Einzelhandels, Galerien, Museen, Zoos und botanische Gärten könnten dann aufsperren. Auch Sport im Außenbereich könnte in kleineren Gruppen wieder erlaubt werden.

Mögliche Lockerungen: Diese Geschäfte sollen bundesweit wieder öffnen

Das Beschlusspapier ist eine Diskussionsgrundlage für das virtuelle Treffen von Kanzlerin Angela Merkel und den 16 Länderchefs an diesem Mittwochabend. Es ist noch nicht mit allen Ministerpräsidenten abgestimmt, von denen viele zuletzt klare Öffnungsszenarien gefordert hatten. In der Bund-Länder-Runde könnte es also zu heftigen Diskussionen kommen. Denn gegen Öffnungen spricht nach Meinung mancher Experten nicht nur die seit Tagen deutschlandweit um einen Wert von etwa 60 pendelnde Sieben-Tage-Inzidenz. Sorgen bereitet vor allem der Umstand, dass unter den festgestellten Corona-Infektionen immer mehr auf Virus-Mutanten zurückgehen. Diese sind teils ansteckender und wohl auch gefährlicher als die Urform.

Über mögliche weitere Öffnungsschritte, etwa in der Gastronomie, soll erst auf dem nächste Gipfel von Bund und Ländern am 24 März entschieden werden. Verlängert bis Ende April soll aber die Verordnung werden, nach der Betriebe, wo immer möglich, ihren Beschäftigten das Arbeiten von zuhause aus ermöglichen müssen.

Lesen Sie dazu auch:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

03.03.2021

Wenn körpernahe Dienstleistungen jetzt wieder erlaubt sind kann man die Bordelle ja auch wieder aufsperren.

Permalink
02.03.2021

Das alte Drama 16 Landesfürsten und eine Königin tagen tagelang mit unterschiedlichen Ergebnissen. Man könnte auch von einer Einäugigen und 16 Blinden sprechen.
Man was täte da eine Österreichische Entwicklungshilfe mit Beratung durch Sebastian Kurz gut. Chacka, Chacka

Permalink
03.03.2021

Tja - dann haben wir wohl verschiedene Kurz(e) im Blick. Den, den ich sehe, er ist Bundeskanzler in Österreich, bringt nix. OK - er ist uns in der Anzahl der Lockdowns voraus.

Permalink
02.03.2021

Die misserable Impfstrategie, die misserable Überwachung der Seniorenheime ( die Liste ist Lang der misserablen Coronabekämpfung),
ist Schuld an den Infektionszahlen, den Todesfällen und dem Ruin der Menschen die ihre Existenz verlieren. Klar kann ein Politiker leicht durch den Lockdown. Diese werden sehr gut bezahlt und haben nichts zu verlieren. Im Gegenteil, taugt einer nichts dann wird er in die EU befördert. Die Politik wird ihrer Fehler nicht zugeben. Schuld an den Zahlen wird weiter der Bürger sein. Ich hoffe es recht sich bei den Wahlen 2021.

Permalink
02.03.2021

Unglaublich, die Beschlüsse dieser …..
In jeder Firma währen die Herrschaften längst rausgeschmissen worden.
Noch 208 Tage
Bei der Wahl wird sich dann zeigen, was die Bürger von dieser Regierung halten.

Permalink
02.03.2021

Hoffentlich vergessen die Wähler die Grundrechtsverletzungen unserer Politiker nicht.

Permalink
03.03.2021

@Thomas A.: Ich muß Sie vermutlich enttäuschen. Meine Beobachtungen der letzten Jahrzehnte: der Wähler vergisst sehr schnell. Ein Großteil des deutschen Volkes hat diese gute Verfassung nicht verdient. Dieser Teil wäre in autoritären Staaten, da nehme ich Deutschland mal aus, besser aufgehoben.

Permalink
03.03.2021

@Wolfgang B. Dieser Teil wählt doch schon blau. ;-)

Permalink
02.03.2021

Kein Satz über die angebliche Priorität von Schulen.
Traurig !

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren