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  3. Energiekrise: Habeck verschiebt Atomausstieg – jetzt wird über Gas-Umlage beraten

Energiekrise
28.09.2022

Habeck verschiebt Atomausstieg – jetzt wird über Gas-Umlage beraten

Finanzminister Christian Lindner (FDP) und sein Kabinettskollege, Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), im Deutschen Bundestag.
Foto: Kay Nietfeld, dpa

Zwei AKW dürfen bis ins Frühjahr laufen. Damit weicht Robert Habeck von einer Jahrzehnte dauernden Maxime der Grünen ab. Nun wird die FDP über einen Gasdeckel beraten.

Für die Grünen war der Ausstieg aus der Atomenergie über Jahrzehnte unverhandelbar – jetzt allerdings weicht ihr Wirtschaftsminister Robert Habeck vom bisherigen Fahrplan für das Stillegen der letzten Meiler ab und ermöglicht den Weiterbetrieb von zwei Reaktoren bis ins Frühjahr kommenden Jahres hinein. Da Frankreich aller Voraussicht nach den ganzen Winter über deutlich weniger Strom als geplant nach Deutschland liefern kann, haben Habeck und die Betreiber der beiden Reaktoren in Ohu bei Landshut und Neckarwestheim bei Heilbronn sich auf ein Konzept für den Weiterbetrieb geeinigt. Er soll spätestens am 15. April 2023 enden.

Atomkraftwerke in Frankreich liefern weniger Energie

Wenn die Entwicklung in Frankreich sich nicht noch in ihr Gegenteil verkehre, „werden wir Isar 2 und Neckarwestheim im ersten Quartal 2023 am Netz lassen“, betonte Habeck am Abend vor Journalisten in Berlin. Von den ursprünglich eingeplanten 50 Gigawatt an Leistung aus den französischen Atomkraftwerken sei in diesem Winter nicht mehr auszugehen. Deren Betreiber rechneten selbst nur noch mit 45, teilweise sogar nur noch mit 40 Gigawatt, betonte Habeck. Aus deutscher Sicht seien das bereits „Extremszenarien.“ Unter diesen Bedingungen, so Habeck weiter, sei der Einsatz der beiden heimischen Kraftwerke geboten. „Stand heute halten ich das für notwendig.“ Hinzu komme, dass sich die Prognosen der französischen Netzbetreiber in der Vergangenheit häufig als zu positiv herausgestellt hätten.

Einen Weiterbetrieb des dritten noch laufenden Reaktors in Lingen im Emsland schloss Habeck erneut aus. Er soll wie geplant zum Jahresende vom Netz gehen. Das Kraftwerk in Ohu würde nach der bisherigen Planung dagegen bis Anfang März in Betrieb bleiben. Neckarwestheim voraussichtlich sechs Wochen länger. Beide Anlagen werden vorher allerdings noch für Reparatur- und Wartungsarbeiten für etwa eine Woche stillgelegt. Unter anderem muss dabei am Reaktor Isar 2 noch ein kleines Leck abgedichtet werden.

Spekulationen, die Probleme dort könnten größer sein als öffentlich zugegeben, wies der Chef des Mutterkonzerns Eon, Leonhard Birnbaum, zurück: „Isar 2 gehört zu den zuverlässigsten Anlagen der Welt und kann in dieser Krise einen wertvollen Beitrag für eine sichere Energieversorgung leisten.“ Mögliche Erlöse aus dem Weiterbetrieb wolle sein Unternehmen für Investitionen in die Energiewende verwenden. Der Betreiber von Isar 2, die PreussenElektra GmbH, ist eine Tochter des Eon-Konzerns. Auch der baden-württembergische Stromversorger Enbw, zu dem das Kraftwerk in Neckarwestheim gehört, will Erträge „konsequent der Energiewende zukommen lassen.“

Ende der Gas-Umlage? Darüber berät die Ampel-Koalition heute

Ihren Erlösen werden beide Konzerne allerdings auch die Kosten entgegen halten, die sie für den Weiterbetrieb haben entgegen halten - etwa weil sie Mitarbeiter, die bereits in Altersteilzeit oder in die Rente gegengen sind, wieder zurückholen oder Verträge mit externen Dienstleistern für den Rückbau der Reaktoren stornieren müssen. Ursprünglich sollten alle drei noch in Deutschland betriebenen Kernkraftwerke zum Jahresende stillgelegt werden.

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Die FDP hat eine Verlängerung der Laufzeiten zur Bedingung für ihre Zustimmung zu einer Deckelung der Gaspreise mit Hilfe von zweistelligen Milliardenbeträgen aus dem Steuertopf gemacht. Über ein Ende der umstrittenen Gas-Umlage, die alleine die Verbraucher bezahlen sollen, will das Kabinett am Mittwoch beraten.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

01.10.2022

Von Robert B. 28.09.2022 >>WOLFGANG L.: Dann ist es vollkommen unverständlich, weshalb gerade Rekordmengen an Gas verstromt werden. z.b. wurde im Mai und Juni 22 (trotz Gaskrise) soviel Gas verstromt wurde wie noch nie.<<

Diesen Sachverhalt konnte ich mir auch nicht erklären.
Doch eine Auswertung der Daten der Energy Charts erklärt es weitgehend. Im öffentlichen Netz war im Mai 2022 die Erdgasverstromung nicht außergewöhnlich hoch. Extrem hoch war sie in den Industrieanlagen, die meistens neben Strom auch noch Prozesswärme und Dampf erzeugen. Erklärungen, warum die Industrieanlagen so extrem stark liefen fand ich nicht. Ein Grund könnte sein, dass einige industrielle Kohlekraftwerke wegen Wassermangels auf dem Rhein zu wenig Brennstoff bekamen und sie deshalb die Erdgasanlagen hochgefahren haben.
Auch war wohl europaweit die Stromproduktion aus Wasserkraft wegen der Dürre niedrig und deswegen haben unsere europäischen Nachbarn bei uns viel Strom und den vermutlich auch aus Industrieanlagen gekauft.



Raimund Kamm

01.10.2022

Von Robert B. 28.09.2022 >>@Raimund Kamm: eigentlich hatte ich gehofft eine Antwort von Ihnen zu bekommen. Denn Einer sagt anscheinend nicht die Wahrheit über den sogenannten Geisterstromt. Entweder stimmt Ihre Aussage nicht oder der Artikel hat eine Unwahrheit veröffentlicht. <<

Ich musste mich erst sachkundig machen und den aktuellen Bericht der Bundesnetzagentur "Netzengpassmanagement Gesamtes Jahr 2021" lesen.

Es ist aus meiner Sicht seit vielen Jahren ein Ärgernis, dass wir durch zu wenig Ausbau des Stromnetzes und durch Nicht-Flexibilisierung der Stromtarife viel EEG-Strom vergeuden aber entschädigen und viel Geld zahlen für Redispatch, Countertrading, Einspeisemanagement und Bereithaltung von Reservekraftwerken.
So haben wir im Jahr 2019 bereits 6,5 Mrd. kWh EE-Strom vergeudet. 2021 wieder 5,8 Mrd.

Hätten wir die im April 2013 (!) beschlossenen HGÜ-Leitungen, würde weniger EE-Strom vergeudet und die Netzentgelte wären niedriger. Hätten wir 2 oder 3 Strompreiszonen in Deutschland wäre der Anreiz groß, in Süddeutschland EE-Anlagen zu bauen. Meiner Meinung nach sollte auch die Entschädigung für den nicht erzeugten EE-Strom niedriger sein, so dass die Investoren geeignete Preissignale für ihre Investitionszeitpläne bekommen.

Allerdings muss man diesen "verschwendeten Strom" auch einordnen. Ein AKW verbraucht für seine gigantischen Pumpen usw. etwa 400 Mio. kWh im Jahr. Als bei uns noch 12 AKW liefen, haben diese rd. 5 Mrd. kWh pro Jahr selber verbraucht. Ähnlich viel wie jetzt bei EE-Anlagen wegen fehlender Stromleitungen (und auch Umspannstationen!) vergeudet werden.

Raimund Kamm

28.09.2022

@ Rolf K. >>Einen Wissenschaftler hier zu zitieren und zu behaupten alle anderen hier haben keine Ahnung ist überheblich und, um es mit ihren Worten zu sagen, dumm.<<

Sie greifen hier etwas an, was Frau Reichenauer nicht geschrieben hat.

Raimund Kamm

28.09.2022

"Einfach mal durchlesen, sacken lassen, nachdenken – und dann dumm daherreden, wenn es einem nach der Lektüre noch danach ist." Anders als ich das kommentiert habe kann ich das nicht verstehen.

28.09.2022

Rolf K. >>wenn es einem nach der Lektüre noch danach ist."<<

Nach meinem Verständnis, ist das eine „Wenn-dann-Bedingung“.
Frau Reichenauer meint, dass Ihnen nach dem Lesen des Artikels nicht mehr danach ist, "dumm daherzureden". Sie vermutet, dass der Artikel Sie zu einer besseren Einsicht bringt.

Probieren Sie es mal

Raimund Kamm

28.09.2022

Damit wollen Sie ausdrücken, dass die Einsicht zuvor dumm war?

28.09.2022

Vermutungen sind immer gut, aber es kommt immer darauf an, wie etwas bei jemand ankommt, nicht was er meint.
Ich verstehe aber sowieso nicht, warum Sie hier jemand anderen verteidigen müssen.

28.09.2022

>>Von Rolf K. 12:15 Uhr Wie sollte denn bei dem Merit-Order Prinzip der Strompreis sinken?<<

Auch vor 2 und 3 und vor 5 Jahren, als der Strompreis an der Börse bei 3 - 5 ct/kWh lag, hatten wir die Merit-Order-Methode.
Sie ist übrigens nicht von einem Staat oder der EU eingeführt worden, sondern eine in vielen Märkten bei der Preisbildung für homogene Produkte praktizierte Börsenmethode.

Allerdings funktioniert sie jetzt infolge der Stromverknappung und der exorbitanten Gaspreissteigerungen nicht mehr.
Was schlagen Sie als alternative Methode vor, wie die Strombörsen die Preise finden und fixieren sollten?

Raimund Kamm

28.09.2022

Ich bin kein Experte für Energieeinkauf. Aber könnte man nicht den Spieß umdrehen und zuerst die günstigste Energie kaufen?
Das Prinzip, wie Sie schreiben, hat sich ja damit eigentlich selbst erledigt. Insofern sollte man doch eine bessere Lösung finden können. Ich glaube nicht, dass diejenigen, die günstig anbieten können, in der jetzigen Phase damit einverstanden sind Gewinne zu machen, die nicht in ihrem Angebot enthalten sind.

28.09.2022

Ich fürchte, Sie haben keine Ahnung von der Preisbildung auf dem Strommarkt. Und ich fürchte, es macht auch keinen Sinn es Ihnen nochmals zu erklären, wenn Sie es nach all den Diskussionen immer noch nicht verstanden haben. Warum glauben Ahnungslose wie Sie eigentlich immer, von Idioten umgeben zu sein? Das würde mich echt mal interessieren.

29.09.2022

@Wolfgang L.: besten Dank für ihren wertvollen Beitrag, es gign nicht darum, wie der Strompreis zustande kommt, sondern wie er in Zukunft zustande kommen sollte. Sie befinden sich auf dem gleichen Niveau wie manch andere hier, das nicht gerade zu den Menschen gehört, die für Diskussionen fähig sind. Man sieht das sehr oft an ihren Beiträgen!

28.09.2022

Habeck soll lieber wieder Kinderbücher schreiben. Das hat er intellektuell wenigstens einigermaßen hinbekommen.

28.09.2022

Interessantes Interview für alle, die immer noch glauben, dass Klein-Klein-Argumentation und Habeck-Bashing der Weg in die Zukunft sind.
https://www.geo.de/natur/nachhaltigkeit/energieprofessor-erklaert--warum-wir--disruptive--veraenderungen-brauchen-32747364.html
Einfach mal durchlesen, sacken lassen, nachdenken – und dann dumm daherreden, wenn es einem nach der Lektüre noch danach ist.

28.09.2022

Wer andere hier pauschal für dumm erklärt, hat hier meines Erachtens nichts verloren und sollte seitens der Augsburger Allgemeinen hier entfernt bzw. gesperrt werden.
Einen Wissenschaftler hier zu zitieren und zu behaupten alle anderen hier haben keine Ahnung ist überheblich und, um es mit ihren Worten zu sagen, dumm. Aber so argumentieren diejenigen, die keine anderer Meinung zulassen. Man könnte sogar sagen typisch grün.
Lesen Sie mal hier: https://wolfgangepplenaturschutzundethik.de/?p=1808

28.09.2022

@ Rolf K.
Aha, scheinbar ist der Link auf fruchtbaren Boden gefallen, sonst würden Sie nicht so beleidigt reagieren. Ja, ich habe die Meinung eines Wissenschaftlers zur Diskussion gestellt. Als Gegenpol zu dem, was diese Zeitung zu bieten hat. Und fertig. Wenn Ihnen dessen Meinung nicht passt, ist das Ihre und nicht meine Sache. Sie können denken, was Sie wollen, das ist mir wurscht. Interessant der Hinweis, dass jemand wie ich, der eine andere Meinung hat und diese auch mit der Stimme eines Wissenschaftlers belegt, aus dem Forum entfernt werden sollte. Das wäre Zensur. Wer hier entfernt wird, entscheiden Gott sei Dank nicht Sie. Sonst würde ich denken, ich lebe in einer Diktatur.

28.09.2022

@Rolf K.
Scheinbar hat der Beitrag den richtigen Nerv getroffen, sonst würden Sie nicht so indigniert reagieren. Ich sage nicht, alle anderen sind dumm, ich stelle hier die Meinung eines Wissenschaftlers zur Diskussion als Gegenpol zu dem, was sonst in der Zeitung steht. Und fertig. Ob Sie seiner Meinung sind oder nicht oder ob Sie meiner Meinung sind, ist mir wurscht. Was aber einiges über Sie aussagt, ist Ihre Forderung, mich aus dem Forum zu entfernen. Aber lassen Sie sich erklären: das ist Meinungsvielfalt, alles andere wäre Zensur. Und schließlich leben wir ja nicht in einer Diktatur und es ist Gott sei Dank nicht in Ihrem Ermessen, mich zu zensieren.

28.09.2022

In einer Diskussion sollte man aber Wörter wie "dumm" vermeiden, da Diskussionen so nicht geführt werden, falls Sie das noch nicht wissen. Aber ihre Ausdrucksweise sagt sehr viel. Das was Sie von sich geben ist nicht Meinungsvielfalt.

28.09.2022

Hoi Herr Kamm,
jetzt ist auf einmal die Erdgas-Lobby schuld daran, nicht mehr die CSU alleine, die die erneuerbaren Energien verhindert haben!
Ich lerne gerade jeden Tag von den "Grünen" und besonders von Ihnen noch dazu! Es geschehen noch Zeichen und Wunder Herr Kamm!

>>VON
RAIMUND KAMM
12:54 Uhr
an Robert B

Stimmt. In den Nullerjahren haben viele von uns noch gemeint, durch einen "Fuel-switch", also das Ersetzen von gerade Kohle durch Erdgas einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten zu können.

Etwas anderes war, dass schon vor rund zwei Jahrzehnten die Lobby der Erdgasbranche in Deutschland immer mehr Einfluss bekam. Meiner Vermutung nach, hat diese Lobby in den letzten zehn Jahren maßgeblich den Ausbau der Erneuerbaren Energien hintertrieben.

Raimund Kamm<<

Jetzt habe ich doch bis jetzt geglaubt, der Markus Söder hat das alles hintertrieben, wie konnte ich mich denn sooo täuschen???

28.09.2022

>>Jetzt habe ich doch bis jetzt geglaubt, der Markus Söder hat das alles hintertrieben, wie konnte ich mich denn sooo täuschen???<<

Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung, Franz. Glauben ist das eine, Wissen das andere. Und Wissen kann man sich aneignen, heutzutage stehen einem jede Menge Quellen zur Verfügung. Nur beim Glauben wird es kritischer. Denn viele Leute glauben, es besser zu wissen, noch mehr Leute glauben, es besser zu können - allerdings tritt niemand von denen an, um auch den Nachweis zu erbringen. Man kennt das ja beim Fußball, da ist auch jeder Zuschauer der bessere Trainer.

Allerdings liegst Du völlig falsch mit Deiner Vermutung, dass ich Söder hasse. Ich halte Söder schlicht für einen Blender, dem es in erster Linie nur um den eigenen Erfolg geht. Er ist ja schon viele Jahre in Bayern in politischen Ämtern tätig gewesen, aber seine Erfolgsbilanz ist sehr dürftig. Was ich ihm vor allem ankreide ist der Umstand, dass er bei eigenen Fehlern immer versucht, diese dem politischen Gegner in die Schuhe zu schieben. Wie auch jetzt wieder in Sachen Energie. Ein Ministerpräsident Söder, der sich hinstellt und sagt, da habe ich (oder wir) falsche Entscheidungen getroffen, lasst uns gemeinsam daran arbeiten, die Fehler zu korrigieren, der hätte meinen Respekt und meine Hochachtung. Denn der Auftrag der Wähler ist doch, Schaden vom Land abzuwenden und nicht, politische Ränkespiele zu veranstalten.

Dass Regierung und Opposition in Krisen auch erfolgreich zusammenarbeiten können hat man in der Vergangenheit schon erleben können. Warum das derzeit nicht machbar ist muss man nicht verstehen. Denn die größte Oppositionspartei ist ja nun nicht gerade unschuldig an den Problemen, aber der geht es mehr um die eigene Profilierung denn um das Wohl der Bürger. Von AfD und Linken war sowieso nichts anderes zu erwarten, die Schaumschläger haben bisher außer Populismus nichts an Lösungsvorschlägen eingebracht.

28.09.2022

Kann uns Herr Kamm einmal aufklären, warum man keine Speicher braucht? Wenn das, wie von dem meines Erachtens undurchsichtigen "Verein" Agora propagiert wird so wäre, warum gibt es dann immer noch Geisterstrom?

28.09.2022

"Geisterstrom" gibt es nur in den Flugblättern von AFD, Erdgas- und Atomlobby.

Raimund Kamm

28.09.2022

@CHRISTINE KAMM: dazu "Zum weiteren Verdruss dürfte folgende Tatsache beitragen: Im ersten Quartal zahlten die Verbraucher Hunderte Millionen Euro für Strom aus Windkraftanlagen, der nie produziert wurde. Die Rede ist von "Geisterstrom"...."Für die Betreiber der Windkraftanlagen bedeutet der abgeregelte Strom dennoch: Geld fürs Nichtstun. Und das nicht zu knapp - 364 Millionen Euro Ausfallvergütungen zahlte die Bundesnetzagentur für stillstehende Rotoren. Im ersten Quartal 2018 waren es 228 Millionen Euro. "2018 war ein außergewöhnlich schwaches Windjahr", erklärt Axthelm den Unterschied zum Vorjahr.".quelle: web.de

28.09.2022

@Raimund Kamm: eigentlich hatte ich gehofft eine Antwort von Ihnen zu bekommen. Denn Einer sagt anscheinend nicht die Wahrheit über den sogenannten Geisterstromt. Entweder stimmt Ihre Aussage nicht oder der Artikel hat eine Unwahrheit veröffentlicht.

28.09.2022

>>Von Nicola L. vor 7 Min. Sie haben das Merit Order Prinzip auch noch nicht verstanden? Das teuerste Kraftwerk bestimmt den Preis.<<

Dann begründen Sie doch einmal in ganzen Sätzen, inwiefern das Merit-Order-Prinzip meine obigen Aussagen widerlegen soll.

Sie werden scheitern.

Raimund Kamm

28.09.2022

Was soll man Ihnen erklären? Sie wissen doch alles! Ich probiere es trotzdem:

Wenn der Wind nicht weht (kommt vor), die Sonne auch nicht scheint (kommt auch vor), dann MÜSSEN die Reservekraftwerke die Last tragen. Die grundlastfähigen Kraftwerke (Atom, Gas und Kohle) werden immer weniger (wegen Ausstieg). Die Strom Lücken bei besagten Bedingungen (wenig Wind und Sonne) werden also größer.

Gedeckt werden kann es nur noch durch Importe (bei Mangel sehr teuer) und Gaskraftwerke als einzig verbliebene Energieform (ebenfalls sehr teuer). Alle anderen Kraftwerke (auch Wind) bekommen jetzt den teuersten Strompreis. Das ist für die Kraftwerksbetreiber eine Geldmaschine. Man muss das Angebot nur niedrig halten, dann hat man immer wieder große Mangelsituationen und bessere Preise.

Bei viel Wind und Sonne haben wir Überschuss im Stromnetz. Der Strompreis wird z.T. negativ, den wir jetzt aber exportieren MÜSSEN, für den wir dann noch zahlen, dass er vom Ausland abgenommen wird. Man kann den Strom leider nicht speichern.

Wir zahlen also IMMER. Bei Mangel und bei Überschuss!

Ist doch nicht so schwer zu verstehen oder?

28.09.2022

"Dann begründen Sie doch einmal in ganzen Sätzen, inwiefern das Merit-Order-Prinzip meine obigen Aussagen widerlegen soll."

Sie beschreiben weitgehend zutreffend Änderungen im Strommarkt. Insbesondere die Einführung von jetzt technisch neuen Flexibilitäten mit Batteriespeichern einer vor wenigen Jahren noch nicht für möglich gehaltenen Leistung (> 100 MW Anschlussleistung, > 200 MWh Kapazität) und von Elektrolyseuren, die aus Strom Wasserstoff erzeugen, verändern den zukünftigen Strommarkt. Wie weit dies gehen wird, weiß ich nicht.

Dennoch haben Sie nicht dargelegt, inwiefern die Merit-Order-Methode meinen Aussagen widerspricht.

Raimund Kamm

28.09.2022

"Hätten nicht Altmaier, Seehofer und Söder - vermutlich im Interesse der Gaswirtschaft - den Ausbau ab etwa 2012 ausgebremst, stünden wir heute viel besser dar. Große PV- und Windkraftanlagen liefern den Strom für 5 - 6,5 ct/kWh."

Stimmt einfach nicht. Bei Strom Mangel bekommen alle den Preis für das Teuerste, also das Gaskraftwerk, auch Wind. Bei Überschuss schaltet Wind z.T. ab und bekommt trotzdem den Festpreis. Das nennt sich dann "Geisterstrom". Geld für nicht produzierten Strom!

https://www.agrarheute.com/energie/32-milliarden-kilowattstunden-geisterstrom-windkraft-556598

28.09.2022

>>"Hätten nicht Altmaier, Seehofer und Söder - vermutlich im Interesse der Gaswirtschaft - den Ausbau ab etwa 2012 ausgebremst, stünden wir heute viel besser dar. Große PV- und Windkraftanlagen liefern den Strom für 5 - 6,5 ct/kWh."
Stimmt einfach nicht. Bei Strom Mangel bekommen alle den Preis für das Teuerste, also das Gaskraftwerk, auch Wind.<<

Stimmt.
Doch umso mehr PV-, Windkraft- und Wasserkraftwerke wir in Betrieb haben, um so weiter nach rechts werden in der Merit-Order die teuren Gaskraftwerke verschoben. Und fallen dann aus dem Markt und bestimmen nicht mehr den Preis für alle.

Raimund Kamm

28.09.2022

RAIMUND KAMM: lt. Im Moment gibt es lt. Prof. Dr.-Ing. Harald Schwarz, Leiter des Lehrstuhles „ Energieverteilung und Hochspannungstechnik“ an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus, seit 2005 kommissarischer Leiter des Lehrstuhles „Dezentrale Energiesysteme und Speichertechnik“ und Leiter des internationalen Studiengangs „MSc Power Engineering“. Zudem leitete er den Aufbau der Hochspannungsfelder der BTU Cottbus, war u. a. Direktor des „Zentrums für Energieversorgung“ an der BTU und Mitglied des Beirats der „HIGHVOLT Prüftechnik Dresden GmbH“, eine Speicherkapazität von40 GWH. Quelle: Wiso vom 1.8.2022 "Blackout in Deutschland – Horrorszenario oder reale Gefahr?"

28.09.2022

on Nicola L. 11:11 Uhr Bei viel Wind und Sonne haben wir Überschuss im Stromnetz. Der Strompreis wird z.T. negativ, den wir jetzt aber exportieren MÜSSEN, für den wir dann noch zahlen, dass er vom Ausland abgenommen wird. Man kann den Strom leider nicht speichern. Wir zahlen also IMMER. Bei Mangel und bei Überschuss!

Auch hier sehen die Fakten anders aus.
Im Jahr 2021 haben wir für die eingeführte Kilowattstunde Strom im Schnitt 9,5 ct/kWh gezahlt. Für die ausgeführte haben wir 10,0 ct/kWh erlöst.
https://www.energy-charts.info/charts/power_trading/chart.htm?l=de&c=DE&stacking=single&chartColumnSorting=default&dataBase=trade_sum_euro_mwh&interval=year&year=2021

Jetzt im Jahr 2022 haben sich die Preise verändert.
Wir haben bisher für die eingeführte Kilowattstunde Strom im Schnitt 21,1 ct/kWh gezahlt. Für die ausgeführte haben wir 19,8 ct/kWh erlöst.
https://www.energy-charts.info/charts/power_trading/chart.htm?l=de&c=DE&stacking=single&chartColumnSorting=default&dataBase=trade_sum_euro_mwh&interval=year&year=2022

Raimund Kamm

28.09.2022

@ Robert B.

Ja, noch sind die Stromspeicherkapazitäten in Deutschland klein. Und das ist auch noch kein Problem.

Der Regensburger Elektrotechnikprofessor Michael Sterner sagt seit vielen Jahren: Speicher werden wichtig – aber erst ab etwa 60 bis 80 Prozent Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch. „Der Ausbau der Erneuerbaren Energien muss nicht auf Stromspeicher warten.“ „Stromspeicher in der Energiewende.“ Quelle (2014 https://static.agora-energiewende.de/fileadmin/Projekte/2013/speicher-in-der-energiewende/Agora_Speicherstudie_Web.pdf

Raimund Kamm

28.09.2022

Aber natürlich ist das ein Problem wenn man OHNE genügend Speicherkapazität aus Atom, Kohle und Gas aussteigen will! Erneuerbare sind ohne Speicher und ohne fossile Backup Kraftwerke für das 4 größte Industrieland nur ein Traum der Grünen. Lt. Amprion muss fast (seit der Energiewende) mehrmals täglich eingegriffen werden eingegriffen werden. Die Kosten . Was die Backup Kraftwerke kosten wird in der Bilanz der Grünen immer unterschlagen. Genauso wie die Kosten des "Geisterstroms" und negative Strompreise. Das Gleich mit den Kosten Gebühren für die Stromübertragung. Damit soll die Stabilität des Stromnetzes in Deutschland gewährleistet. Eigentlich sollte sie bereits zu Anfang Oktober kommen, wenn die Netzbetreiber wie in jedem Jahr ihren Kostenbedarf melden. Wie zu lesen ist will Wirtschaftsminister Robert Habeck den Startzeitpunkt auf nach Mitte Oktober verlegen, konkret auf den 17. Oktober, also nach der Wahl in Niedersachsen.

28.09.2022

Sehr geehrter Herr Kamm

Wie Die vielleicht noch wissen, habe ich es ein bisschen mit dem Rechnen
Deswegen an Sie, der ja immer vom „Ausbremsen“ der mit Billionen Euro gepamperten Wind- und Solarbranche spricht, eine ganz einfache Frage.

Wenn alle „Bremsen“ gelöst sind, wie viele Windräder müssen wir den dann in Deutschland noch bauen? Gehen sie von einer mittleren Leistung aus. Wie viele Windkraftanlagen fehlen uns den nun, um unsere Menschen, unsere Industrie bei steigenden Strombedarf in den kommenden Jahren unabhängig von Dritten sicher und Bedarfsgerecht mit Strom zu versorgen?
Und da Sie ja auf Speicher ganz verzichten können, obwohl die Frau Kempfert ja „noch und nöcher“ überall erkennt, ist die Frage ja auch ganz leicht zu beantworten, oder?

28.09.2022

An Thomas T.

Ich habe nie geschrieben, dass wir auf Speicher verzichten können. Bitte verdrehen auch Sie mir meine Aussagen nicht.

Wir haben derzeit rd. 28.400 Landwindkraftanlagen in Betrieb. Infolge des rasanten technischen Fortschritts sind die Leistung und die Jahresproduktion der WKA stark gestiegen. Jetzt und in den kommenden Jahren neu gebaute Anlagen werden jeweils grob geschätzt 15 Mio.kWh/a liefern. Alte Anlagen werden sukzessive durch neue und viel produktivere Anlagen ersetzt (Repowering). 28.000 solcher Anlagen können etwa 420 TWh/a liefern. Hinzu kommt noch der Strom aus den See-WKA.

Zum Vergleich unser Nettostromverbrauch beträgt derzeit rd. 520 TWh. Er wird aber in Folge von E-Autos- E-Wärmepumpen und E-Gasen für die Industrie auf das Zwei- oder gar Dreifache steigen.

Raimund Kamm

28.09.2022

>>Von Wolfgang S. 08:09 Uhr Treppenwitz der Geschichte. Der grüne Wirtschaftsminister verlängert die Laufzeit von Atomkraftwerken.Aber gut, ein grüner Ministerpräsident baut ja auch Stuttgart 21.<<

Und was schlagen Sie vor: Hätte der grüne Ministerpräsident das Ergebnis der landesweiten Abstimmung zur Seite schieben sollen? Die Mehrheit der Bürger*innen in BW hat für das schlechte Projekt gestimmt.

Und was sollen jetzt die GRÜNEN im Bund machen? Die Koalition platzen lassen und damit die Energiewende mit riesigem Ausbau der Nutzung der Erneuerbaren Energien beenden?

WAS IST IHRE ALTERNATIVE?

Raimund Kamm

28.09.2022

„Und was sollen jetzt die GRÜNEN im Bund machen? Die Koalition platzen lassen und damit die Energiewende mit riesigem Ausbau der Nutzung der Erneuerbaren Energien beenden?“

Im Prinzip die richtige Frage und die Antwort ist: JA!
Der simple Geburtsfehler der „Energiewende“ ist, dass nichts von dem, was abgeschaltet wurde, auch nur ansatzweise qualitativ ersetzt werden konnte. Das konnte man in den letzten Jahren durch das sinnlose Verbrennen des wertvollen Rohstoffs Erdgas noch kaschieren. Aber seit Februar 2022 ist völlig klar - der ökologische Kaiser ist nackt, er trägt keine Kleider. Schlimm genug, dass es für diese einfache Feststellung kein Kind, sondern einen brutalen und blutrünstigen Diktator aus dem Kreml gebraucht hat. Damit haben wir keine „Energiewende“, sondern „Energie-Abschaffung“.
Mit diesem lebensgefährlichen Unsinn sollte man eher heute als morgen aufhören.

28.09.2022

>>Das konnte man in den letzten Jahren durch das sinnlose Verbrennen des wertvollen Rohstoffs Erdgas noch kaschieren. Aber seit Februar 2022 ist völlig klar - der ökologische Kaiser ist nackt, er trägt keine Kleider. Schlimm genug, dass es für diese einfache Feststellung kein Kind, sondern einen brutalen und blutrünstigen Diktator aus dem Kreml gebraucht hat.<<

Ich habe aber in den letzten Jahren keinerlei Kritik von Ihnen über das angeblich sinnlose Verbrennen von Erdgas gelesen. Aber Herr Kamm hat Ihnen bzw. Nicola L. ja schon Zahlen genannt, diese Fakten sprechen eine andere Sprache.

28.09.2022

>>Von Nicola L. vor 29 Min. Wo bleiben denn Ihre erneuerbaren Energien? Milliarden sind in die Subventionierung geflossen, Resultat ist jetzt der Energiemangel. Der Ausstieg aus Atom und Kohle hat direkt zum Gas geführt.<<

Schade, dass Sie sich nicht die Fakten anschauen! Der Ausbau der Nutzung der Erneuerbaren Energien (EE) ist in Deutschland eine Erfolgsgeschichte:
Bei der AG-Energiebilanzen, einem Verein von Verbänden der Wirtschaft, wird Buch geführt.
1990 wurden in Deutschland 19 Mrd. kWh aus EE erzeugt. Im Jahr 2000 dann 37 Mrd. Im Jahr 2010 bereits 101 Mrd. und im Jahr 2020 dann 244 Mrd.

Hätten nicht Altmaier, Seehofer und Söder - vermutlich im Interesse der Gaswirtschaft - den Ausbau ab etwa 2012 ausgebremst, stünden wir heute viel besser dar. Große PV- und Windkraftanlagen liefern den Strom für 5 - 6,5 ct/kWh. Hätte Frankreich in seinem großen Land mit langen Küsten die EE wenigstens halb so gut ausgebaut wie Deutschland, hätten wir heute nicht die Versorgungssorgen und die Strompreise wären wesentlich niedriger.

Raimund Kamm

28.09.2022

Sie haben das Merit Order Prinzip auch noch nicht verstanden? Das teuerste Kraftwerk bestimmt den Preis. Dass bei Windstille die Leistung NULL ist, verstehen Sie ebenfalls nicht. Träumen Sie weiter...

https://www.next-kraftwerke.de/wissen/merit-order

28.09.2022

Wie sollte denn bei dem Merit-Order Prinzip der Strompreis sinken?

28.09.2022

Ganz einfach: Das teuerste Kraftwerke bestimmt den Preis an der Börse. Also muss das teuerste Kraftwerk, derzeit mit Gas betrieben, billiger werden.
Das geht durch Deckelung des Gaspreises oder durch Ersatz der Gaskraftwerke durch andere Kraftwerke oder durch Einsparung von Gas, wodurch das Gas billiger wird, weil die Nachfrage bei gleichem Angebot sinkt.

28.09.2022

WOLFGANG L.: Dann ist es vollkommen unverständlich, weshalb gerade Rekordmengen an Gas verstromt werden. z.b. wurde im Mai und Juni 22 (trotz Gaskrise) soviel Gas verstromt wurde wie noch nie. Während Hr. Habeck zum kürzer duschen aufrief wegen Gasmangel....

28.09.2022

Vielleicht informieren sich die rechtsverbretterten Traditionalisten auch mal außerhalb ihres Dunstkreises?

SZ heute:
"Günstige fossile Energie, das war immer auch ein Erfolgsrezept der deutschen Industrie. Doch nun wendet sich das Blatt: Was billig war und stets verfügbar, ist nun teuer und ungewiss. Die erneuerbaren Alternativen dagegen wurden lange vernachlässigt, allen großen Worten zum Trotz. Es ist eine Ironie der Geschichte: Was der deutschen Wirtschaft nach oben geholfen hat, das schickt sie nun bergab."

Aber ich mach mir wenig Hoffnung. Die Dummheit stirbt zuletzt!

28.09.2022

Wo bleiben denn Ihre erneuerbaren Energien? Milliarden sind in die Subventionierung geflossen, Resultat ist jetzt der Energiemangel. Der Ausstieg aus Atom und Kohle hat direkt zum Gas geführt.

"Es ist eine Ironie der Geschichte: Was der deutschen Wirtschaft nach oben geholfen hat, das schickt sie nun bergab."

Das ist keine Ironie, das ist politisches Versagen. Wer hier der Dumme ist lasse ich lieber offen.

https://www.welt.de/wirtschaft/article158668152/Energiewende-kostet-die-Buerger-520-000-000-000-Euro-erstmal.html

das war 2016!

28.09.2022

Zur Gasabhängigkeit: Nordstream wurde unter Rot/Grün ausgehandelt, geplant und unterzeichnet. Gas sollte die Lücke für die fehlende Energie aus Atom und Kohle füllen, sowie als Backup Kraftwerke für die Erneuerbaren dienen. Ölheizungen sollten auf Gas umgestellt werden. Statt Erdöl sollte auch in der Industrie auf Gas umgestellt werden. Tagesschau vom Stand: 01.03.2004 "Erdgas - der Energieträger von morgen" Zitat:" "Wir wollen innerhalb der fossilen Energien den Anteil von Erdgas erhöhen, das kohlenstoffärmer ist als beispielsweise Kohle", so Bundesumweltminister Jürgen Trittin im November 2003 in Berlin."......."Sie schufen damit die Voraussetzung für den Bau eines GuD-Kraftwerk in Hürth-Knapsack bei Köln. Dort will der britisch-amerikanische Konzern Intergen für rund 500 Millionen Euro eine 800-Megawatt-Anlage errichten. Eine 1.200-Megawatt-Anlage soll zudem in Lubmin bei Greifswald entstehen. Dort will das Unternehmen ConcordPower – eine 50%ige Tochter des drittgrößten deutschen Energiekonzerns EnBW - rund 600 Millionen Euro investieren. "Diese Projekte setzen ein wichtiges Signal für die anstehende Erneuerung des Kraftwerksparks", lobte Bundesumweltminister Trittin die geplanten Neubauten."

28.09.2022

an Robert B

Stimmt. In den Nullerjahren haben viele von uns noch gemeint, durch einen "Fuel-switch", also das Ersetzen von gerade Kohle durch Erdgas einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten zu können.

Erst in den 2010-er Jahren wurde uns meisten klar, dass Erdgas wegen seiner Freisetzungen von der Quelle, über die Leitung bis zur Verbrennung und weil das CH4-Molekül wesentlich treibhauswirksamer als das CO2-Molekül ist (allerdings erheblich kürzer in Atmosphäre bleibt), ähnlich klimaschädlich wie Kohle ist.

Etwas anderes war, dass schon vor rund zwei Jahrzehnten die Lobby der Erdgasbranche in Deutschland immer mehr Einfluss bekam. Meiner Vermutung nach, hat diese Lobby in den letzten zehn Jahren maßgeblich den Ausbau der Erneuerbaren Energien hintertrieben.

Raimund Kamm

28.09.2022

Robert B., alles richtig, nur war Deutschland damals noch nicht von Russland abhängig. Dies entwickelte sich erst in den 16 Jahren danach während der unionsgeführten Regierung: Es wurden keine Alternativen (Flüssiggasterminals, Speicher, Gaspipelines Richtung Westen) geschaffen; der Ausbau der Erneuerbaren wurde nicht ausreichend vorangetrieben, obwohl der Ausstieg aus Kohle und Atom näher rückte; der Stromtrassenbau wurde verschlafen. Stattdessen setzte die unionsgeführte Bundesregierung nur auf eine einzige Karte und die hieß russisches Gas, manifestiert im Bau der Pipeline NS 2 und im Verkauf der wichtigsten Gasspeicher an Gazprom. Im Nachhinein eigentlich unfassbar.

28.09.2022

Zum Thema Lobby mal die andere Seite: Grünen-Politikerin Kerstin Andreae an die Spitze des einflussreichen Energieverbandes BDEW (trotz großer Kritik von Lobbycontrol), ehemalige Parteivorsitzende von den Grünen Simone Peter Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energien, Präsident der Bundesnetzagentur Klaus Müller auch von den Grünen. Im Punkto Lobbyisten sollen die Grünen besser nicht mit Steinen werfen.
Zum Thema Gas: Raus aus Atom, raus aus Kohle, raus aus Atom. Ohne genügend Speicher, wie Sie ja oben selbst schon zugegeben haben. Wie wollen Sie also das (noch) 4 größte Industrieland die Versorgungssicherheit gewährleisten? Ein Blick auf die offiziell veröffentlichten Daten zu Stromerzeugung (z.B. bei Agora oder Fraunhofer energy-chatrs.info) zeigt: In 2021 gab es mehrere Wochen mit quasi Dunkelflaute (z.B. KW1/21), in 2021 und 2022 gab es mehrere Wochen (z.B. KW29/21 oder KW17 und 1 /2022) mit minimaler Windausbeute (zum Teil unter 2 GW bei über 60GW Bedarf). Selbst die Offshore Windparks lieferten teilweise keinen Beitrag! Auch Sonnenenergie ist nicht zuverlässig (siehe KW 47 und 49/2021 bzw. 02/2022). Es ist vollkommen unklar wie - selbst bei einer Verdreifachung von Wind- und Sonnenenergie - die Versorgungssicherheit gewährleistet werden kann. Wenn jetzt noch die restlichen AKW`s und Gas- und Kohlekraftwerke fehlen....

28.09.2022

WOLFGANG L.: dazu “Die Bewertung des Umweltministeriums lässt nur einen Schluss zu: Fracking zur Gewinnung von Öl und Gas muss ausgeschlossen werden”, sagte die energiepolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Julia Verlinden, dem RND. “Außerdem brauchen wir auch einen verlässlichen Importstopp für Frackinggas”, so die Grünen-Abgeordnete weiter. Fracking gefährde gleichermaßen Umwelt und Gesundheit sowie den Klimaschutz. “Die von der Bundesregierung zugelassene Erprobung dieser Technologie in Deutschland muss so schnell wie möglich widerrufen werden”, forderte Verlinden. “Wir brauchen ein ausnahmsloses Verbot von Fracking für Gas und Öl.” Quelle rnd vom 11.10.2020. oder "Ein Parteitag hat gegen den Willen ihrer Landesminister und Spitzenkandidatinnen erneut klar den Bau eines LNG-Terminals für verflüssigtes Erdgas abgelehnt und einen Kompromissvorschlag verworfen. „Schleswig-Holstein braucht kein LNG-Terminal“, heißt es in einem am Sonntag beschlossenen Antrag zum Landtagswahlprogramm." Quelle Focus

28.09.2022

Treppenwitz der Geschichte.
Der grüne Wirtschaftsminister verlängert die Laufzeit von Atomkraftwerken. Aber gut, ein grüner Ministerpräsident baut ja auch Stuttgart 21.
Willkommen in der Realität oder die Tröge der Macht, die Nähe zu eben dieser sind eben persönlich verführerisch.

28.09.2022

>> Von den ursprünglich eingeplanten 50 Gigawatt an Leistung aus den französischen Atomkraftwerken sei in diesem Winter nicht mehr auszugehen. <<

Der kleine Robert bekommt keinen Atomstrom aus Frankreich :-(

P.S. Ist die Einheit richtig? GW oder sind GWh gemeint?

28.09.2022

Es ist genau andersherum!

Frankreich braucht seit Monaten und insbesondere im kommenden Winter Stromlieferungen aus Deutschland.
Denn viele seiner 56 AKW mit zusammen einer Leistung von 61,4 GW (Millionen Kilowattsind alt und defekt. Fatalerweise wurde gerade an den neueren AKW Risse und Rost an sicherheitsrelevanten Teilen gefunden.

Raimund Kamm

28.09.2022

@Raimund Kamm: das hörte sich aber nach Angaben der fr. Regierung anders an. Dazu FAZ:"Reparaturarbeiten abgeschalteten Kernkraftwerke bis Mitte Februar 2023 der Reihe nach wieder hochgefahren werden können. Der Betreiber Électricité de France (EDF) habe sich „verpflichtet, alle Reaktoren bis zum Winter wieder in Betrieb zu nehmen“, sagte Energieministerin Agnès Pannier-Runacher am Freitag nach einer Krisensitzung mit Präsident Emmanuel Macron. Die Regierung werde „darauf achten, dass dieser Zeitplan eingehalten wird“, betonte sie. Ab Oktober solle „nahezu jede Woche“ ein Kraftwerk reaktiviert werden.

28.09.2022

…. und der Franzose ist schuld, weil der im Winter nicht liefert! Ok, warum sollte der?
An der Stelle noch mal Danke an Tschechien und Polen, die wohl auch im Winter zuverlässig Strom, Hergestellt durch die Verbrennung von Kohle, liefern werden.
Kein Dank an Ricarda Lang @all, die ja gar kein Stromproblem erkennen können.

Und auch kein Dank an die Politikerriege von Schröder/Trittin über Merkel bis Scholz/Habeck, die in trauter Einigkeit die deutsche Energieversorgung, die das Land noch vor 30 Jahren sicher und diskussionslos über jeden Winter gebracht hat, ruiniert haben.

Wird im Winter 23/24 irgend etwas besser? Warum sollte es?

28.09.2022

Sehr richtig. Wir hangeln uns jetzt von Monat zu Monat und "hoffen" auf Strom aus Frankreich und Polen und gutes Wetter. Einer der viertgrößten Volkswirtschaft unwürdig.

Arbeiten ist ja ohnehin unerwünscht. Bedingungsloses Grundeinkommen, auch Bürgergeld genannt, vergünstigter ÖPNV für "Reisende" und nur 38ct./2 km für Pendler zur Arbeit.
Steigende Lebenshaltungskosten durch explodierende Inflation, Abgaben und Steuern und ausufernder Sozialstaat. Über 84! Millionen Menschen leben jetzt in Deutschland, Rekord!, aber es besteht Arbeitskräftemangel.

Finde den Fehler!

28.09.2022

>>Sehr richtig. Wir hangeln uns jetzt von Monat zu Monat und "hoffen" auf Strom aus Frankreich und Polen und gutes Wetter. Einer der viertgrößten Volkswirtschaft unwürdig. <<

Wer liefert denn derzeit den Strom nach Frankreich? Das ist Deutschland, und es hangelt sich mitnichten von Monat zu Monat! Aber Ihre Beiträge zeigen eines: Sie sind uninformiert und plappern gehörte Fake News fleißig nach!

28.09.2022

@Nicola L.

"Findet den Fehler!"

Ganz einfach, der Fehler liegt in ihrer kruden Argumentation. Arbeiten sie nach.

28.09.2022

"…. und der Franzose ist schuld, weil der im Winter nicht liefert! Ok, warum sollte der?"

warum wohl sollen die AKW's in Frankreich liefern?
Ganz einfach um die eigene Bevölkerung in Frankreich mit Strom zu versorgen und das gelingt mit den maroden AKW's längst nicht mehr. Die Versprechen der Atomlobby können nicht eingehalten werden.

28.09.2022

"Ganz einfach, der Fehler liegt in ihrer kruden Argumentation. Arbeiten sie nach."

Sie sollten jedesmal 5 Euro in das Phrasenschwein werfen, dann könnem Sie sich problemlos die Energiekosten leisten.

29.09.2022

Liebe Nicola L,
das jammern mit kruden Argumenten habe ich schließlich nicht notwendig.
Wie man sieht haben Sie es doch sehr notwendig.

29.09.2022

@Richard ich habe wenigstens Argumente. Ihre Phrasen nutzen sich ab.