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  3. Europäische Union: Organisatoren im Hintergrund: „Usher“ sind das Aushängeschild des EU-Parlaments

Europäische Union
16.02.2024

Organisatoren im Hintergrund: „Usher“ sind das Aushängeschild des EU-Parlaments

Peter van Asbroeck ist Usher im Europäischen Parlament.
Foto: Eugen Sandu

Sie sind Wegweiser, Organisatoren, Türsteher und Aushängeschild des EU-Parlaments. Sogenannte Usher sorgen im Hintergrund für einen reibungslosen Ablauf.

Peter van Asbroeck, das darf man so sagen, ist nur schwer zu beeindrucken. Den Dalai Lama hat er getroffen, Papst Franziskus, Barack Obama, die europäischen Staats- und Regierungschefs sowieso. An diesem Vormittag sitzt der Belgier in einem der unzähligen Konferenzräume im Straßburger EU-Parlament und zuckt bei solchen Rückblicken nur mit den Schultern, er nennt das „business as usual“. 

Lediglich ein Prominenter hat bei ihm wirklich Eindruck hinterlassen. 2009 war das. Da kam Paul McCartney ins Hohe Haus Europas, um dafür zu werben, mindestens einen Tag pro Woche kein Fleisch zu essen, um das Klima zu schützen. „Es war eine Ehre, ihn zu seinem Platz zu bringen“, erinnert sich van Asbroeck. Immerhin, alle kennen die Beatles, alle kennen den Popstar. Die beiden Männer haben sich kurz und nett unterhalten, „Hi, how are you?“, ein Foto gab es auch. Vielleicht, so rätselt der 58-Jährige heute mit einem Schmunzeln, „dachte McCartney, ich sei wichtig. Dabei bin ich doch nur der Usher.“

Usher sind im EU-Parlament Türsteher, aber auch Nervenberuhiger

So lautet offiziell seine Berufsbezeichnung, also Saal- oder Amtsdiener im EU-Parlament, die Franzosen nennen ihn „Huissier“. Inoffiziell ist er das Aushängeschild des Abgeordnetenhauses. Platzanweiser, Postzusteller, Türsteher, Wegbeschreiber, Nervenberuhiger, Logistikverantwortlicher, Begrüßungskomitee – van Asbroeck und seine Kollegen erfüllen – strikt nach Protokoll – alle Aufgaben, die mit der Sicherheit, Effizienz und Organisation von Meetings in den Gremien zu tun haben, und sorgen für den reibungslosen Ablauf während der parlamentarischen Sitzungen. 

So sind sie etwa im weiten Saalrund für die Platzierung der 705 Volksvertreter verantwortlich. Zudem begleiten sie an besonderen Tagen die Mächtigen und Berühmten nach ihrer Ankunft, um im größten transnationalen Abgeordnetenhaus der Welt zu sprechen. „Ich habe gelernt, dass ich nie die Hand zum Händeschütteln ausstrecke, sondern warte, bis die Leute mir die Hand geben“, sagt van Asbroeck. „Sie entscheiden.“ 

Viele Abgeordnete verlaufen sich in den ersten Tagen im EU-Parlament

Im Alltag führen die Usher zudem durchs graue Dickicht Tausender Büros – eine Meisterleistung. Insbesondere in den ersten Wochen verirren sich neu gewählte Abgeordnete gerne im Flur-Dschungel der EU-Parlamente auf der Suche nach dem Pressekonferenzsaal im Brüsseler Paul-Henri-Spaak-Gebäude oder Raum T15003 im Louise-Weiss-Bau in Straßburg, wo Präsidentin Roberta Metsola sitzt. Die vielen Stunden mit den Politikern im Parlament schweißen zusammen. „Am Ende ist es fast eine Familie“, sagt van Asbroeck, der alle Abgeordneten persönlich kennt und Flämisch, Englisch sowie Französisch spricht „und ein bisschen Deutsch auch”, wie er mit seiner tiefen Stimme nachschiebt. Zudem versteht er Italienisch und Spanisch. 

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Europa in persona, wenn man so will. Der geborene Brüsseler begann seine Karriere durch Zufall in der EU-Kommission, bevor er ins Parlament wechselte, wo er seit mehr als 20 Jahren tätig ist. Sein Bruder gab ihm damals die Bewerbungsunterlagen mit dem Hinweis, er arbeite gerne mit Menschen zusammen und rede viel, also „perfekt für den Job“. Van Asbroeck lacht. 

57 Usher aus 15 verschiedenen Ländern arbeiten für das EU-Parlament, mittlerweile sind auch mehr als ein Drittel Frauen. Sie reisen mit, wenn der Tross einmal pro Monat von Brüssel nach Straßburg verlagert wird oder es nach Luxemburg geht. Ins Scheinwerferlicht geraten die Saaldiener derweil nur selten. Dabei hat Metsola etwa ihren persönlichen Usher, der sie bei Plenarsitzungen mit „Frau Präsidentin“ in ihrer Landessprache Maltesisch ankündigt, bevor sie ans Mikrofon tritt. Auf dem Weg stehen dann sechs Amtsdiener Spalier, Tradition eben. Das war schon unter dem ehemaligen deutschen EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz so, an den van Asbroeck gerne zurückdenkt. „Er hat immer gegrüßt und gefragt, ob alles okay ist.“ Dagegen habe dessen Vorgänger, der Pole Jerzy Buzek, „uns nicht einmal bemerkt“. 

Der Usher der Präsidentin trägt eine schwere Goldkette

Während der Usher der Präsidentin in wichtigen Momenten eine schwere Goldkette und weiße Handschuhe trägt, haben die übrigen Saaldiener wie van Asbroeck neben der offiziellen Uniform aus Frack und weißer Fliege eine Kette aus Silber um den Hals. Wie auf der EU-Flagge zieren das Schmuckstück zwölf Sterne, sie stehen für die Werte Einheit, Solidarität und Harmonie zwischen den Völkern Europas. Die Kleidung wurde vom französischen Parlament kopiert. Um die Ursprünge der schweren Metallkette ranken sich etliche Geschichten. Jene, die van Asbroeck glaubt, geht so: Wenn sich Politiker zu einer geschlossenen Sitzung trafen, schloss der Platzanweiser den Raum ab und legte um die Tür die Kette als Zeichen nach draußen, dass niemand sonst teilnehmen darf. „Voilà“, sagt Peter van Asbroeck. Voilà. 

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