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  3. Gaskrise: Reicht das Gas? So bewertet die Bundesnetzagentur die Lage

Gaskrise
07.12.2022

Reicht das Gas? So bewertet die Bundesnetzagentur die Lage

Viele Menschen heizen weniger als in den vergangenen Jahren – reicht das eingesparte Gas, um eine Notlage zu verhindern?
Foto: Christin Klose, dpa (Symbolbild)

Die Bundesnetzagentur überwacht, ob in Deutschland ein Gasmangel droht. Wir erklären mit mehreren Grafiken, wovon das abhängt und wie die aktuelle Situation ist.

Jeder zehnte Deutsche hat bis Ende November noch nicht geheizt, viele andere drehen ihre Heizung einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov deutlich weniger auf als in vorherigen Wintern. Das macht die Auswirkungen der Gaskrise spürbar: Eine warme Wohnung wird für alle teuer – für manche wird es sogar schwer, über die Runden zu kommen.

Gleichzeitig ist es eine gute Nachricht, dass die Menschen weniger heizen. Schließlich soll eine Notlage verhindert werden, in der das Gas rationiert werden müsste. In diesem Fall würde die Bundesnetzagentur übernehmen und einen Notfall ausrufen. Sie würde dann auch die Gasverteilung regeln – also entscheiden, wer noch wie viel Gas bekäme und wer leer ausginge. Die Behörde veröffentlicht deshalb fünf Kernmerkmale, anhand derer sie die aktuelle Lage einschätzt.

1. Temperatur: Je kälter es ist, desto mehr Gas wird benötigt

Je kälter es wird, desto mehr Gas wird verheizt. Für die aktuelle Kalenderwoche rechnet die Bundesnetzagentur mit einer Durchschnittstemperatur von etwa 0,5 Grad. Diese Prognose vergleicht die Behörde mit der Durchschnittstemperatur im gleichen Zeitraum von 2018 bis 2021 – die liegt knapp unter drei Grad.

Wie relevant die Temperatur ist, zeigt eine Beispielrechnung: Wäre der Winter durchgehend zwei Grad kälter als in der Vergangenheit, wären diesen Winter etwa 44 Terawattstunden Gas zusätzlich zum Heizen nötig. Das entspräche fast einem Fünftel der Kapazität der deutschen Gasspeicher.

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  • In den nächsten Tagen wird es wohl mehr als zwei Grad kälter werden als in den vergangenen Jahren. Die Bundesnetzagentur bewertet die Lage daher als kritisch.
  • Ist die Temperatur – wie etwa vergangene Woche – auf einem ähnlichen Niveau wie 2018 bis 2021, nennt die Bundesnetzagentur die Lage angespannt.
  • Ist es wärmer – das war etwa Anfang November so – dann ist die Lage stabil.

2. Verbrauch: Deutschland muss noch mehr Gas einsparen

Zwar soll es nun erst einmal kalt werden, doch insgesamt rechnet der Deutsche Wetterdienst eher mit einem milden Winter. Das solle aber nicht davon ablenken, dass Gas eingespart werden muss, warnt die Bundesnetzagentur. Das sei "momentan unabhängig von den erwarteten Wintertemperaturen notwendig".

Die Bundesnetzagentur beobachtet, wie gut das Gas-Sparen bisher funktioniert. Weil der Verbrauch so stark von der Temperatur abhängt, vergleicht sie ihn mit Zeiten, in denen die Temperaturen ähnlich waren.

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  • Anfang Dezember wurde rund 20 Prozent weniger Gas verwendet als in ähnlich kalten Zeiten zwischen 2018 und 2021 – laut Bundesnetzagentur ist die Lage deshalb angespannt.
  • Stabil wäre die Situation, wenn mindestens 25 Prozent weniger Gas verwendet werden würde.
  • Kritisch wäre die Lage, wenn weniger als 15 Prozent Gas eingespart würde – dann könnte das Gas, je nachdem wie sich die anderen Indikatoren entwickeln, knapp werden.

3. Vorrat: Die vollen Gasspeicher helfen, die Gaskrise zu bewältigen

Um den erhöhten Verbrauch im Winter bewältigen zu können, sind Gasspeicher entscheidend. In diese wurde im Sommer und Herbst immer mehr Gas eingespeist, Mitte November waren sie komplett voll. Nun sinkt der Füllstand. An sich ist das kein Problem, doch sollten sich die Speicher zu schnell leeren, könnte es kritisch werden.

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  • Auch wenn die Pegel sinken: Zum 6. Dezember sind die Speicher zu etwa 96 Prozent gefüllt. Die Lage ist deshalb stabil.
  • Würden wir bei gleichen Entnahmen darauf zusteuern, dass die Füllstände zum 1. Februar zwischen 40 und 55 Prozent lägen, wäre die Lage angespannt.
  • Als kritisch würde es die Bundesnetzagentur bewerten, wenn sich die Speicher so schnell leerten, dass am 1. Februar weniger als 40 Prozent des Gases übrig wäre.

4. Partner: In den Nachbarländern ist die Situation stabil

Die Bundesnetzagentur beobachtet auch die Gas-Lage in den Nachbarländern. Denn sollte dort eine Gas-Notlage eintreten, hätte das auch Einfluss auf die Lage in Deutschland.

  • Anfang Dezember haben aber alle Nachbarländer die Situation im Griff, die Lage ist daher stabil.
  • Wenn ein Land, in das Deutschland Gas exportiert – etwa Österreich oder Tschechien – eine Notlage ausruft, würde die Bundesnetzagentur die Lage als angespannt ansehen.
  • Wenn eines der Länder, aus denen Deutschland Gas importiert – etwa die Niederlande oder Belgien – eine Notlage ausriefe, wäre die Lage kritisch.

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5. Börse: Der Gasmarkt funktioniert auch in der Krise

Das fünfte Merkmal, das die Bundesnetzagentur betrachtet, sind die Börsen: Lässt sich dort genug Regelenergie beschaffen? So werden Gasmengen bezeichnet, die akut benötigt werden, um den Druck im Gasnetz zu regeln, damit dieser auf einem gleichmäßigen Niveau bleibt. Diese werden normalerweise an der Börse gehandelt.

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  • Aktuell wird an der Börse ausreichend Regelenergie gehandelt. Die Lage ist daher stabil.
  • Wenn die an der Börse verfügbaren Mengen nicht ausreichen würden, könnte das benötigte Gas durch Ausschreibungen beschafft werden – in so einem Fall wäre die Lage angespannt.
  • Wenn die nötige Regelenergie auch auf diesem Weg nicht beschafft werden könnte, wäre die Lage kritisch.

Anfang Dezember sieht es also so aus: Die kalten Temperaturen dürften dazu führen, dass mehr geheizt wird. Haushalte und Industrie müssten noch sparsamer mit Gas umgehen, um die Gefahr einer Mangellage zu senken. Da die Speicher aber gut gefüllt sind, die Nachbarländer die Situation im Griff haben und die kurzfristige Gasbeschaffung über die Börse funktioniert, ist die Versorgung aktuell gewährleistet. Für ein umfassendes Bild beobachtet die Bundesnetzagentur neben den angegebenen Merkmalen noch weitere Daten. Insgesamt bewertet die Behörde die Situation als angespannt und warnt, dass sie sich weiter verschlechtern könnte.

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