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  3. Heizungsgesetz: Habeck plant Befreiung von Wärmepumpe bei Ausbau der Fernwärme

Heizungsgesetz
12.06.2023

Habeck plant Befreiung von Wärmepumpe bei Ausbau der Fernwärme

Wenn Fernwärme verlegt werden soll, kann auf die Wärmepumpe verzichtet werden.
Foto: Silas Stein, dpa

Wenn die Energieversorger Straßen oder Stadtteile an das Fernwärmenetz anschließen, sollen Hausbesitzer beim Heizungstausch keine Wärmepumpe einbauen müssen.

Das Heizungsgesetz von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck ist das brisanteste Projekt der Ampel-Koalition. In ganz Deutschland hat der Grünen-Politiker durch das geplanten Einbauverbot von Öl- und Gasheizungen Hausbesitzer stark verunsichert. De facto liefe es bei einem Tausch der Heizung in vielen Fällen auf eine Wärmepumpe hinaus, für die alte Häuser aber umfangreich gedämmt werden müssten. Auf die Eigentümer kämen zehntausende Euro an Ausgaben zu. 

Von diesen Kosten verschont werden könnte, wer sein Haus an das Fernwärmenetz anschließen kann. Diese Ausnahme soll am Montag auf dem sogenannten Fernwärmegipfel in Berlin beschlossen werden. Verfolgt ein Energieversorger verbindlich den Ausbau der Fernwärmeversorgung, sollten daran interessierte Gebäudeeigentümer „von der Pflicht zum Einbau einer die 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Energien erfüllenden Heizung befreit werden“, heißt es in der Beschlussvorlage des Treffens von Politik und Energiebranche. Sie liegt unserer Redaktion exklusiv vor. Die 65-Prozent-Vorgabe meint, dass eine neue Heizung zu 65 Prozent mit Erneuerbaren Energien betrieben wird. Neben Holzpellet-Heizungen sind das derzeit vor allem die Wärmepumpen.

Durch den Einbau steigt zudem der Wert einer Immobilie.

100.000 Wohnungen pro Jahr an die Fernwärme anschließen

Folgt das Treffen der Vorlage, dann heißt es, dass die Hausbesitzer ihre alten Öl- und Gaskessel durch neue ersetzen können. Im Idealfall tut es die bestehende Heizung bis der Fernwärmeanschluss gelegt ist. Rund zehn Prozent aller Wohnungen  werden hierzulande per Fernwärme versorgt.

Die Ampel-Koalition hat sich vorgenommen, diesen Anteil deutlich zu steigern. Jährlich sollen 100.000 Wohnungen angeschlossen werden und damit bis 2045 etwa 30 Prozent der Gebäude mit Fernwärme zu beheizen. Damit das gelingen kann, sollen Städte verpflichtet werden, eine Wärmeplanung zu erstellen. Kommunen mit über 100.000 Einwohnern sollen dafür bis Ende 2026 Zeit erhalten, Kommunen über zehntausend Einwohner bis Ende 2028. 

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Fernwärmeleitungen des Heizkraftwerks 3 in Stuttgart. Bis zu 100.000 Wohnungen sollen laut Ampel-Plan jedes Jahr an das deutsche Fernwärmenetz angeschlossen werden.
Foto: Marijan Murat, dpa (Symbolbild)

Für das Heizungsgesetz haben Habeck und Bauministerin Klara Geywitz (SPD) harte Kritik einstecken müssen. Selbst der Regierungspartner FDP bekämpft das Projekt. Der klimaschutz- und energiepolitische Sprecher der Unionsfraktion, Andreas Jung, rief die Ampelkoalition auf, den Ausbau der Fernwärme entschieden voranzutreiben. „Wir brauchen jetzt klare Perspektiven für Nah- und Fernwärme statt weiter einseitige Priorität für die Pumpe“, sagte Jung unserer Redaktion. Robert Habeck und Klara Geywitz „müssen vom Gipfel mit neuen Horizonten kommen, sonst geht danach das Tal der Tränen weiter.“ 

Der CDU-Vize hält vor allem zwei Vorgaben für falsch, die Bau- und Wirtschaftsminister festschreiben wollen. Die Biomasse soll nur eine beschränkte Rolle bei der Fernwärme spielen. Und bis 2030 soll die Hälfte der Fernwärme mit Erneuerbaren Energien erzeugt werden. „Sollte die Ampel an den strikten Vorgaben in ihren Plänen festhalten, werden die Wärmenetze abgestellt statt umgestellt“, monierte Jung.

Video: dpa

Die Energiebranche verlangt 3 Milliarden Euro Zuschuss pro Jahr

Mit seiner Kritik ist er nicht allein. Stadtwerke und Versorger halten es für unrealistisch, die Fernwärme in wenigen Jahren zur Hälfte klimaverträglich zu machen. Heute wird das Wasser, das in den Rohren zu den Häusern geschickt wird, in den meisten Fällen durch Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) oder eine Müllverbrennungsanlage erhitzt. Die KWK-Kraftwerke werden häufig noch mit Gas oder Kohle befeuert. Werden diese Brennstoffe aber wie vorgesehen künftig durch grünen Wasserstoff abgelöst, kann auf einen Schlag viel Kohlendioxid eingespart werden. Der Ausbau des Fernwärmenetzes ist allerdings voraussetzungsreich und teuer. 

Neue Kraftwerke müssen gebaut, Straßen aufgebaggert und Rohre verlegt werden. Die Investitionen dafür sind enorm. Der Stadtwerkeverband VKU verlangt deshalb eine Förderung von drei Milliarden Euro von der Bundesregierung pro Jahr bis 2035.

Derweil steigt durch den Einbau einer Wärmepumpe der Wert einer Immobilie.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

12.06.2023

Wieder ein durchsichtiges Manöver!

Fernwärme werden sich einige Investoren schnappen - kassieren die tollen Subventionen - und haben uns Bürger mit der Preisgestaltung für Ernergie die nächsten 30 Jahre am Nasenring.
Es gibt genügend Beispiele, wo für Fernwärme unzulässig hohe Preise verlangt werden - und der Gesetzgeber greift nicht ein?
Dazu kommt, dass Fernwärme nicht überall ein saubere Energie liefert? Auch da muss erst einaml ein Konzept her!

Aber es gilt halt nur Stimmen bei der nächsten Wahl zu holen - das Volk kann doch bleiben wo es will - Hauptsache die Parteispenden sprudeln!

12.06.2023

Durchsichtiges Manöver ist eher Ihr Beitrag. Sie behaupten hier frei vom Himmel runter Dinge, ohne auch nur den kleinsten Nachweis für Ihre dreisten Behauptungen zu bringen. Fernwärme wird in der Regel durch kommunale Betriebe wie hier in Augsburg die SWA erbracht, davon abgesehen sind Sie schon heute von der Preisgestaltung Ihres Heizöl- oder Gaslieferanten abhängig. Warum nennen Sie denn nicht ein paar Beispiele für Ihre Behauptung, dass für Fernwärme unzulässig hohe Preise verlangt werden? Sie könnten sich aber auch mal schlau machen, wie das in anderen Ländern gemacht wird, in Dänemark sind bereits 63% der Haushalte an ein Fernwärmenetz angeschlossen. Auch in Deutschland finden Sie Beispiele für einen umfassenden Ausbau von Fernwärme, zum Beispiel in Flensburg. Dort hat man die Erfahrungen des nahen Dänemarks auch für sich selbst übernommen. Sogar hier im Landkreis Augsburg wird schon ein halber Ort mit Nahwärme versorgt, aber das geschieht in Ihren Augen ja wohl durch einen bösen Investor, der die Bewohner dann 30 Jahre am Nasenring führen will: https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/deubach-schon-fast-halb-deubach-wird-von-martin-doerle-mit-nahwaerme-versorgt-id66541541.html

12.06.2023

file:///O:/Ablage/Umwelt-Energie/Fernw%C3%A4rme/NDR-2014%20Panorama%20-%20Fernw%C3%A4rme%20-%20staatlich%20garantierte%20Abzocke.pdf

Ja, Augsburg ist schon ein gutes Beispiel - Preise kann ich jetzt nicht vergleichen.
Ich habe bei einem Tag der offenen Tür, einige der Fernwäreeinrichtungen sehen können.

Aber, wie Sie selber schreiben - wird immer Dänemark erwähnt - irgendwas machen die Dänen besser - wie halt die Skandinavier einfach Volksnäher und fairer zueinnander sind?

Warum sagt jeder - die Dänen machen ....

Wo sind die Deutschen Vorbilder? In der Verhinderung evtl. ?
Wir brauchen den billigen (Industriepreis 6 ct z.B.?) , erneuerbaren Strom in unseren Häusern - evtl. mit Bürgerbeteiligung - dann haben wir alle 100% erneuerbare Heizungen, ohne an der Privatinsolvenz zu schrammen ... :-)

12.06.2023

>>file:///O:/Ablage/Umwelt-Energie/Fernw%C3%A4rme/NDR-2014%20Panorama%20-%20Fernw%C3%A4rme%20-%20staatlich%20garantierte%20Abzocke.pdf<<

Ihr Link zeigt auf eine Datei in Ihrem PC, Rudolf D., da hat niemand außer Ihnen einen Zugriff. Aber Ihr Link enthält Daten, die es dann möglich machen, eine entsprechende Seite zu finden. Ihre Information stammt auch aus dem Jahr 2014, inzwischen sind ja 9 Jahre ins Land gegangen. Hier also erst einmal der funktionierende Link:
https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2014/Fernwaerme-staatlich-garantierte-Abzocke,fernwaerme113.html

Dort ist unter anderem auch das zu lesen: >>Dabei stellten die Kartellwächter fest, dass die Fernwärmepreise nicht generell zu hoch sind. <<

Grundsätzlich stimme ich Ihnen durchaus zu, dass es in Deutschland bisher an stimmigen Konzepten fehlt. Aber auf der anderen Seite ist sofort das Geschrei groß, wenn etwas wirklich geändert werden soll. Die übliche Quadratur des Kreises eben....

12.06.2023

Walter, in diesem Fall hat Rudolf D. leider recht. Es wurden zuletzt einige Fälle von Fernwärme-Abzocke (z. B. in Wuppertal) bekannt, bei denen das Bundeskartellamt Missbrauchsverfahren eingeleitet hat. Ich rechne allerdings damit, dass für diesen Versorgungsbereich mittelfristig ein Regulierungsverfahren implementiert wird - ähnlich wie früher bei der Stromversorgung die "Bundestarifordnung Elektrizität", als die Stromversorger noch Monopolisten waren.

12.06.2023

>> Verfolgt ein Energieversorger verbindlich den Ausbau der Fernwärmeversorgung, sollten daran interessierte Gebäudeeigentümer „von der Pflicht zum Einbau einer die 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Energien erfüllenden Heizung befreit werden“ <<

Ist das dann für die Stadtwerke so "verbindlich" wie die großartige Mobilitätsdrehscheibe incl. Tram zur Uniklinik, die mit Zuschüssen im 3-stelligen Millionenbereich in der Sackgasse unter dem HBF bleibt?

Riecht halt nach Erleichterung für das vermehrt grün wählende Publikum in Großstädten...

>> Der Stadtwerkeverband VKU verlangt deshalb eine Förderung von drei Milliarden Euro von der Bundesregierung pro Jahr bis 2035. <<

Über diesen Umweg findet dann eine Bezuschussung statt, die bei den Menschen außerhalb der Großstädte für die Wärmepumpe dann an das Einkommen geknüpft wird.