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Kommentar: Attacke in Augsburg: Videoüberwachung hilft dem Sicherheitsgefühl

Kommentar

Attacke in Augsburg: Videoüberwachung hilft dem Sicherheitsgefühl

Michael Pohl
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    Mit solchen Kameras überwacht die Polizei den Augsburger Königsplatz.
    Mit solchen Kameras überwacht die Polizei den Augsburger Königsplatz. Foto: Ulrich Wagner

    Der gewaltsame Tod eines Augsburger Feuerwehrmanns am Rande des Christkindlesmarktes hat in ganz Deutschland Bestürzung und Fassungslosigkeit ausgelöst. Umso mehr, als die Tat mehrerer Jugendlicher im schlimmen Kontrast zur friedlichen Adventszeit steht, zu der für Millionen Bürger das unbeschwerte Zusammensein auf Weihnachtsmärkten gehört.

    Wichtiges Signal für Sicherheitsgefühl weit über Augsburg hinaus

    Deshalb ist die schnelle Aufklärung der Tat durch die Polizei ein wichtiges Signal, das weit über die in ihrem Sicherheitsgefühl tief getroffene Stadt hinausgeht. Möglich wurde die schnelle Festnahme der Hauptverdächtigen durch die lange Zeit umstrittene Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen.

    Der Augsburger Königsplatz rund um den Tatort gehört seit Jahrzehnten zu Kriminalitätsbrennpunkten, wie es sie in jeder Großstadt gibt, und wurde deshalb videoüberwacht.

    Wie die Polizei verstärkt Kameras für ihre Arbeit nutzt

    Body-Cams: Seit 2016 nutzt die Polizei in der Innenstadt sogenannte Uniformkameras. Polizisten, die die Kamera tragen, können diese bei Einsätzen einschalten.

    Dann wird das Geschehen aus der Perspektive des Beamten aufgezeichnet. Die Inspektion Mitte testet die Technik im Rahmen eines Pilotversuchs.

    Auch auf dem Herbstplärrer kamen die Body-Cams zum Einsatz. Die Beamten sind zufrieden. Aggressive Personen lassen sich zumindest teilweise bremsen, wenn sie bemerken, dass ihr Verhalten mitgefilmt wird.

    Mobile Videoüberwachung: Bei den Augsburger Sommernächten setzte die Polizei erstmals eine mobile Videoüberwachung ein.

    Im Bereich des Festzone – unter anderem am Rathausplatz und in der Maximilianstraße – wurden vorübergehend Kameras installiert.

    So konnten sich die Beamten ein Bild von der Lage machen. Die Aufnahmen wurden auch für eine begrenzte Zeit gespeichert.

    Drohnen: Die bayerische Polizei wird derzeit mit mehreren Drohnen ausgestattet. Diese unbemannten Fluggeräte können von oben filmen, sie dienen aber auch dazu, etwa bei einer Vermisstensuche Handysignale zu orten.

    In Augsburg wird vorerst keine eigene Drohne stationiert. Die Polizei kann aber für spezielle Einsätze eine Drohne anfordern.

    Die tödliche Attacke hat gezeigt, was die Videoüberwachung leistet. Es ist zwar naiv zu denken, Kameras könnten allein durch Abschreckung Verbrechen verhindern. Aber durch ihren Beitrag zur Tat-Aufklärung besitzen sie an gefährdeten Orten einen sehr großen Wert für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung.

    Lesen Sie auch: Herrmann: Videoüberwachung half bei Aufklärung von Gewalttat

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