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Lauterbachs unwürdiges Spiel mit Deutschlands Krankenhäusern

Kommentar Von Michael Pohl
20.09.2023

Die klamme Ampel betreibt mit ihrer Politik eine Verunsicherung der Kliniken und der Bevölkerung auf dem Land. Es ist Zeit für parteiübergreifendes Handeln.

Wenn Deutschlands Krankenhäuser bei ihrem Protesttag gegen die Politik der Bundesregierung die „Alarmstufe Rot“ ausrufen, entspricht dies tatsächlich dem Ernst der Lage. Inflation, Heizkosten für Bettenburgen, Strom für Hightech-Gerätschaften, höhere Kosten im Einkauf haben tiefrote Zahlen bei den Betreibern hinterlassen. Anstehende, zu Recht kräftige Lohnerhöhungen sind dabei noch gar nicht eingepreist.

Obendrein leiden die Klinken unter Ungewissheit, weil Bund und Länder seit Monaten über die geplante Krankenhausreform streiten. Bei den Klinikbeschäftigten, die von der Politik in der Pandemie noch als Heldinnen und Helden gefeiert wurden, wächst massive Verunsicherung. Und ebenso die Angst bei vielen Menschen auf dem Land um den Erhalt ihres nahen Krankenhauses für Notfälle.

Lauterbach bastelt an einer Selbst-Inszenierung als Retter

Gesundheitsminister Karl Lauterbach hinterlässt bei vielen Auftritten den Eindruck, dass ihn die aktuelle finanzielle Krise der Krankenhäuser nichts angehe. Er, der für die bundesweite Finanzierung des laufenden Betriebs verantwortliche Minister, warnt stattdessen selbst vor einem Krankenhaussterben, ohne seinen Teil gegen die akute Krise beizutragen. 

Stattdessen bastelt der SPD-Politiker an einer Inszenierung als Retter der Kliniklandschaft und verspricht die Lösung der Probleme mit seiner fernen Krankenhausreform. Tatsächlich hat Lauterbach angesichts der Konjunktur- und Haushaltssorgen der klammen Ampel wenig finanziellen Spielraum für neue Hilfsprogramme. Das Bundeskabinett hat allen voran Lauterbachs Ministerhaushalt nach Ende der Pandemie radikal zusammengestrichen. 

Unter den Krankenhäusern droht ein harter Verteilungskampf

Doch der Polittaktiker Lauterbach schweigt dazu. Er kämpft nicht für die Kliniken und stellt nicht die Weichen in der Krankenversicherung. Stattdessen spielt er ein unwürdiges Spiel mit den Krankenhäusern. Er nimmt ein Kliniksterben kleiner Häuser in Kauf, um die ihm am Herzen liegende Spitzenmedizin an den Universitätskliniken zu fördern. Es geht dabei nicht nur um einen Kampf ums Geld, sondern vor allem um Köpfe: Der Bevölkerungswandel wird den Fachkräftemangel im Pflege- und Medizinbereich noch in diesem Jahrzehnt massiv verschärfen. 

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Wenn Großkliniken aufs Personal kleiner Krankenhäuser schielen, droht dies massiv zulasten der Versorgung auf dem flachen Land zu gehen. Nicht nur die Wege zum nächsten Krankenhaus würden weiter werden. Selbst Notärztinnen und Notärzte könnten in der Fläche knapp werden, da sie oft von den kleinen Kliniken gestellt werden. Der Rettungshubschrauber allein kann hier keine verantwortungsvolle Antwort sein. 

Minister Lauterbach korrigiert Fehler des Experten Lauterbach

Im Kern beinhaltet Lauterbachs Krankenhausreform unbestreitbar einen großen Wurf: die Abkehr vom alles dominierenden Fallpauschalensystem. Es zwang Kliniken, mit möglichst vielen – und oftmals unnötigen – Operationen Geld zu verdienen. Es wäre die Korrektur eines schlimmen Fehlers der deutschen Gesundheitspolitik, der vielen Menschen geschadet hat. Der Minister Lauterbach kassiert mit der Reform, was der Gesundheitsökonom Lauterbach vor 20 Jahren maßgeblich mitgeprägt hat. 

Doch eine echte, zukunftsgerechte Krankenhausreform ist binnen der vier Jahre einer Regierungsamtszeit auch mit den besten Fachleuten nicht zu machen. Die beste Therapie wäre es deshalb, wenn sich alle staatstragenden Parteien mit den Beteiligten auf eine langfristige Reform einigen – unabhängig davon, wer von ihnen gerade in Berlin regiert.

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Die Diskussion ist geschlossen.

20.09.2023

Zitat: "Der Minister Lauterbach kassiert mit der Reform, was der Gesundheitsökonom Lauterbach vor 20 Jahren maßgeblich mitgeprägt hat." Auch Lauterbach darf sich weiterentwickeln - was bei den wenigsten Politikern zu erkennen ist. Lauterbach ist zwar kein guter Politiker, aber von der Materie per se dürfte er mehr verstehen als 99% von denen, die ihn kritisieren.

20.09.2023

Die jetzt so gescholtene Faĺlpauschale war auch keineswegs Lauterbachs Idee, das war damals der Stand der Wissenschaft, da es mit den Tagespflegesätzen auch nicht mehr wie bisher weitergehen konnte.
Wer seinerzeit im Krankenhaus lag, musste vor einem Wochenende mit Zähnen und Klauen darum kämpfen entlassen zu werden. Entlassungstag war grundsätzlich Montag, damit man das Wochenende noch abrechnen konnte. Solche Effekte liegen in der Natur der Sache, klüger ist man hinterher.
Auch diese Reform wird deswegen nicht die letzte sein. Lauterbach tut wenigstens endlich etwas, wozu seine Vorgänger nicht in der Lage waren.

20.09.2023

"Ihr wolltet ihn - ihr kriegt ihn." K. Kühnert, SPD-Generalsekretär, im Dezember 2021.

20.09.2023

Herrn Pohl ist für eine billige Überschrift gegen die verhasste Ampel jede Verdrehung eines Sachverhalts recht. Gerade erst werden Hetzreden und die Verrohung des Umgangs miteinander beklagt und im nächsten Augenblick beteiligt man sich selbst daran. Wann lernen auch Journalisten, dass es so nicht mehr weitergeht? Lauterbach muss ständig vier Sicherheitsbeamte für seinen persönlichen Schutz dabei haben.

20.09.2023

"Es wäre die Korrektur eines schlimmen Fehlers der deutschen Gesundheitspolitik, der vielen Menschen geschadet hat. Der Minister Lauterbach kassiert mit der Reform, was der Gesundheitsökonom Lauterbach vor 20 Jahren maßgeblich mitgeprägt hat."

Nun versucht er aber mit der gleichen Expertise zu reparieren, mit der er schon damals am Werk war... Wenn da nicht wieder Murks herauskommt. Traurig, dass der Herr Scholz so inaktiv ist.
In der Politik braucht man eben Verbindungen und Ellbogen um voran zu kommen, mehr nicht.

20.09.2023

Traurig aber wahr ist auch, dass Lauterbach inzwischen ein Einzelkämpfer ist, las ich in einem anderen Artikel der AZ. Und traurig und wahr zugleich ist, dass Scholz genüsslich dabei zusieht, wie Lauterbach scheitern muss. Ich hatte dazu schon mal etwas geschrieben. Er wollte ihn nicht, es gab aber keine bessere Wahl damals. Das Fallpauschalen-Dilemma hätten auch Spahn mal bereinigen können, Zeit dafür hätte es genug gegeben.

20.09.2023

Ich gebe ihren Kommentator Herrn Pohl völlig recht und frage mich auch wie kann man Lauterbach nur so planlos weiter machen lassen.

20.09.2023

Fragen Sie sich doch mal was Bayern zur Rettung seiner kleineren ländlichen Krankenhäuser tut und getan hat?

https://www.infranken.de/bayern/krankenhaus-ranking-klatsche-fuer-bayern-warum-schneidet-der-freistaat-so-schlecht-ab-art-5705577

20.09.2023

Ich gebe ihren Kommentator Herrn Pohl völlig recht und frage mich auch wie kann man Lauterbach nur so planlos weiter machen lassen.