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Die Atomkraft war nie und wird nicht mehr der Teil der Lösung

Kommentar Von Stefan Küpper
05.01.2022

Die EU will Investoren mobilisieren, Geld in umweltfreundliche Technologien zu stecken. Das ist eine gute Idee – aber miserabel umgesetzt.

Es gibt wenig, wo Anspruch und Wirklichkeit derart voneinander abweichen wie bei dem, was die Kommission am späten Silvesterabend der Europäischen Union als wenig Zukunft verheißenden Neujahrsgruß geschickt hat.

Die Rede ist von der sogenannten EU-Taxonomie. Hinter dem sperrigen Begriff steckt ein Regelwerk, ein Kriterienkatalog, der es Investoren erleichtern soll, Geld in umweltfreundliche Projekte zu stecken. Das Ganze ist Teil des Green Deals der EU. Bis 2050 soll der Kontinent klimaneutral sein. Die Taxonomie soll helfen, privates Kapital zu aktivieren, um schneller ans Ziel zu kommen. Was glaubhaft als grün gelabelt ist, findet auf den Finanzmärkten leichter Geldgeber, so die Idee.

Nun hat die Kommission unter vielem anderen auch vorgeschlagen, dass Investitionen in Atomkraftwerke – unter bestimmten Anforderungen – als grün klassifiziert werden können. Das findet die französische Regierung super. Ferner hat die Kommission vorgeschlagen, dass neue Gaskraftwerke ebenfalls übergangsweise als nachhaltig eingestuft werden können. Zumindest das findet auch die neue deutsche Bundesregierung schön. Die Gründe erschließen sich jeweils schnell: Frankreich hat 56 Atomkraftreaktoren laufen, die finanziert werden wollen. Deutschland ist – aus sehr guten Gründen – aus der Kernkraft ausgestiegen, will aber bis 2030 weg vom Kohlestrom und braucht somit sehr dringend eine Übergangstechnologie.

EU will Atomkraft fördern: Was wird Robert Habeck unternehmen?

Um das vorwegzunehmen: Auch wenn die Konsultationsfristen zu dem Vorschlag noch laufen, ist es höchst unwahrscheinlich, dass sich im Europäischen Parlament oder den Mitgliedstaaten Mehrheiten finden, die den Vorschlag verhindern. Und der neue grüne Klimaminister Robert Habeck hat zwar gesagt, was er als Vertreter einer Anti-AKW-Partei zu sagen hat. Ob er aber sehr, sehr aktiv werden wird, um an dem in Brüssel lange hin- und hergezerrten Kompromiss noch substanziell etwas zu ändern? Abwarten.

Jedes EU-Land kann seinen Weg zur Klimaneutralität selbst wählen. Deutschland braucht bis dahin Gaskraftwerke (und hat auch eine recht große Pipeline in der Ostsee, die darauf wartet, in Betrieb genommen zu werden). In Frankreich sind die finanzintensiven Atomkraftwerke weitgehend in staatlicher Hand. Und ein wahlkämpfender Macron kann Erfolge auf europäische Ebene gerade gut gebrauchen.

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Ungeachtet dessen, ob man für diese Gemengelage Verständnis aufbringen möchte, läuft es aus nationaler Perspektive hierauf hinaus: Während in Deutschland Ende des Jahres die letzten Meiler vom Netz gehen, wird künftig auch über den EU-Etat – mit deutschem Geld – Kernenergie in den Nachbarstaaten gefördert. Und wenn das Wetter unpassend ist, müsste gegebenenfalls noch AKW-Strom importiert werden? Etwa aus Frankreich, das auf kleinere moderne Reaktoren setzt, mit dem Argument, dass die Kernenergie emissionsärmer sei.

Es gibt noch abertausende Tonnen Atommüll, für die es kein Endlager gibt

Nun ist der deutsche Weg nicht zwangsläufig der europäische Königsweg, um klimaneutral zu werden. Aber man kann es nicht oft genug wiederholen: Es gibt abertausende Tonnen hoch radioaktiven Müll, aber kein Endlager. Auch in Deutschland nicht. Denn welcher Politiker welchen Landes will seinen Wählern das Zeug vor der Haustüre zumuten? Und nun soll mit EU-Geldern noch mehr Atommüll produziert werden? Die Atomkraft ist nicht Teil der Lösung im Kampf gegen den Klimawandel. Sie schafft nur mehr Probleme. Dieser EU-Taxonomie-Kompromiss ist unglaubwürdig und gehört überarbeitet. Auch wenn Politik die Kunst des Möglichen ist. Diese hier ist misslungen.

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08.01.2022

Im Focus wurde das unehrliche Spiel der Grünen gut dargestellt:

https://www.focus.de/politik/deutschland/analyse-von-ulrich-reitz-gruenes-greenwashing-wie-entscheidende-atom-passage-aus-ampel-vertrag-verschwand_id_34478724.html

>> Die gespielte Atom-Empörung der Grünen: Sie wussten doch, was passiert <<

Dort wird auf ein Interview mit EURACTIV verwiesen, wo der grüne EU Abgeordnete Giegold geplaudert hat.

https://www.euractiv.de/section/energie-und-umwelt/news/wie-franzoesische-atom-interessen-die-deutschen-koalitionsverhandlungen-beeinflusst-haben/

>> In einem Entwurf des Koalitionsvertrags, der dem Handelsblatt vorliegt, heißt es: „Die deutsche Regierung wird sich gegen die Einbeziehung von Atomkraft und Gas als nachhaltige Technologien einsetzen“ im Rahmen der grünen Finanztaxonomie der EU.
...
„Wir haben davon aus guten Gründen abgesehen weil wir mit unserem wichtigsten Partner Frankreich Konflikte nicht via Koalitionsverträgen diskutieren“, sagte Sven Giegold, einer der Hauptverhandlungsführer der deutschen Grünen in den Koalitionsverhandlungen. <<

Und auf Einrede hinsichtlich dem Erdgas haben die Grünen dann auch noch verzichtet - man weiß ja, dass das mit Wind und Sonne im Winterhalbjahr nicht funktionieren wird...

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07.01.2022

Von Rolf K. 14:51 Uhr >>@Thomas B.: sehr gerne, z.B. hier https://taz.de/Deutschland-muss-bald-Strom-importieren/!5737103/ , wie auch in vielen anderen Zeitungen nachzulesen. Des weiteren können wir bisher kaum Strom speichern, sodass Windkraftanlagen sogar abgeschaltet werden müssen, da der Strom weder in dem Maß gespeichert oder transportiert werden kann. Ich bin übrigens nicht gegen regenerative Energie, nur möchte ich nicht, dass sehr oft so einseitig dargestellt wird. Wir sind aufgrund der fehlenden Speicherkapazitäten sehr wohl (noch) vom Ausland abhängig.<<


Wir treiben beim Strom Handel mit dem Ausland. Das ist vernünftig. Doch Sie können vermutlich im Jahr 2021 keinen Tag finden, an dem wir vom Ausland abhängig gewesen wären. Auch werden voraussichtlich im nächsten Jahrzehnt große Batteriespeicher wirtschaftlich. Ihre Preise je kWh sind in den letzten 10 Jahren um 90 (!) Prozent gesunken. Batteriespeicher sind für den kurzfristigen Ausgleich nützlich. Für den saisonalen brauchen wir chemische Speicher, beispielsweise über ptx oder konkret Wasserstoff.

ZUM STROMHANDEL DEUTSCHLANDS UND SEINER NACHBARLÄNDER

I. Der Taz-Artikel wie der RND-Artikel (beide schon ein Jahr alt) sagen, dass im Jahr 2020 Deutschlands großer Stromexportüberschuss geschrumpft ist, da infolge des stark gestiegen CO2-Preises die Holländer nicht mehr so viel Kohlestrom in Deutschland eingekauft haben. Sie sagen auch, dass infolge der viel zu geringen Kompensierung des in Deutschland wegfallenden Atom- und Kohlestroms durch Ausbau von PV und Windkraft unser Stromexportüberschuss insbesondere ab 2022 weiter zurückgehen und sich sogar umdrehen könne.

II. Der Stromhandel wird meistens durch Unterschiede in den Großhandelspreisen zwischen den Ländern angetrieben. Deutschland war noch in den 1990er Jahren Stromnettoimporteur, die Stromhandelsbilanz war also negativ.

III. Seit Beschleunigung des Ausbaus der Erneuerbaren Energien durch Einführung des EEG im Jahr 2000 war Deutschlands Stromhandelsbilanz bis auf eine kleine Ausnahme in einem Jahr immer POSITIV.

IV. Im Jahr 2021 wurden unsere Großhandelspreise für den Strom wie auch die der meisten Nachbarländerdurch durch die Preise für die CO2-Zertifikate und gerade im Jahr 2021 auch für die des Erdgas bestimmt. Es gab im Jahr 2021 natürlich keinen Tag, an dem unsere Stromversorgung vom Ausland abhängig gewesen wäre!! In einigen unserer Nachbarländern ist dies anders.

V. Unsere Großhandelspreise für Strom wären niedriger und unsere Stromhandelsbilanz bliebe positiv, wenn vor einigen Jahren nicht Altmaier, Merkel und Seehofer/Söder den Ausbau von PV und Windkraft abgewürgt hätten. Das war ein schlimmer Fehler. Hoffentlich schafft die neue Bundesregierung schnell ein Durchstarten beim PV- und Windkraftausbau!

VI. Zur Veranschaulichung die Zahlen der Stromhandelsbilanzen im Jahr 2021 von Deutschland und einigen Nachbarländern. Quelle sind die Energy Charts des Freiburger Fraunhofer Institut ISE, die Entsoe ausgewertet haben („nicht energetisch korrigiert“). Alles in Terawattstunden (TWh = Mrd kWh):

Deutschland +19 TWh, Frankreich +43 TWh, Italien –43 TWh, Norwegen +17 TWh, Polen -0,9 TWh, Österreich –8 TWh, Schweiz -4 TWh, Tschechien + 11 TWh.

Frankreich hat vermutlich in TWh eine sehr positive Handelsbilanz, denn es bietet bei warmem Wetter, wenn wenige Stromheizungen in Betrieb sind aber noch viele AKW laufen und diese schlecht gedrosselt werden können, viel Strom billig an. Bei kaltem Wetter oder auch bei Kühlwassermangel während Hitzeperioden muss Frankreich jedoch teuer Strom einkaufen. Es wäre interessant, die Stromhandelsbilanz in EURO von Frankreich mit der Deutschlands zu vergleichen. Leider habe ich solche Zahlen nicht.

Raimund Kamm

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07.01.2022

Noch mal separat, damit es nicht unter geht:

https://taz.de/Deutschland-muss-bald-Strom-importieren/!5737103/

>> Deutschland muss bald Strom importieren
2020 hat sich der Exportüberschuss halbiert. Und 2023 droht Deutschland gar der Wendepunkt <<

Die TAZ bei diesem Thema immer recht realitätsbezogen...

2024 folgt die Zerstörung der Grünen, wenn den großspurigen Ankündigungen nicht einfach Leistung folgt.

Ihr macht ausreichend preiswerten klimaneutralen Strom oder ihr geht ;-)

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07.01.2022

"https://taz.de/Deutschland-muss-bald-Strom-importieren/!5737103/"

Die Tagline ist natürlich falsch und missleitend. Von 1990 bis 2002 hat Deutschland, bis auf eine Ausnahme 2001, Strom importieren müssen.

Ja, und? Ist das so schlimm?

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06.01.2022

Mit keinem Wort wird erwähnt, dass im erdbebengefährdeten Rheingraben auf französicher Seite etliche Atomkraftwerke stehen, die in der Vergangenheit technisch unzuverlässiger waren, als die in Deutschland betriebenen. Bei überwiegender Westwindlage in unsereme Land könnte durchaus über die Folgen eines hoffentlich nie eintretenden Schadens nachgedacht werden.
Deutschland hat mit seinem Vollzug des Atomausstiegs die Daseinsberechtigung für viele weitere Jahre für diese Kraftwerke geschaffen, weil die Betreiber wissen dass die Energielücke durch Stromexport nach Deutschland geschlossen werden kann, ja wir als Industriestandort diesen Strom sogar benötigen um unsere Industrie am Laufen zu halten. Die externen Abhängigkeiten werden die Energiepreise weitere in die Höhe treiben. Energie und Umwelt muss leider global betrachtet werden, und nicht auf die Lokalität eines Wochenmarktes begrenzt. Der Kommentar ist regionaler Populismus.
Die Frage wie die entstehenden Energilücken geschlossen werden bleiben offen, PV, Wasser- und Wind werden nicht ausreichen, und sind vor allem kurzfristig nicht umsetzbar, weil es gar keine Produktionkapazitäten gibt, um jährlich 2-3000 zusätzliche Windräder für Deutschland zu produzieren, von den Rohstoffen hierfür ganz abgesehen. Da sogenannte Umweltschützer bisher tw. sogar sehr erfolgreich gegen Netzausbauprojekte erfogreich geklagt haben, wird auch in Zukunft mit solchen Klagen zu rechnen sein, was die Energiewende in unserem Land nicht effektiv voranbringt und somit Abhängigkeit von anderen Staaten und damit auch die Energiekosten weiter in Höhe treiben wird. Das Risiko von Arbeitsplatzverlusten und das Kollabieren unserer Sozialsysteme steht hier als potentielle Gafhr im Raum.

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06.01.2022

Die Fakten sehen anders aus:

1. Frankreich exportiert zwar sehr viel Strom nach Italien usw. Doch Deutschland verkauft erheblich mehr Strom an Frankreich als umgekehrt. In Stromnotlagen, die im Unterschied zu Deutschland in Frankreich immer wieder bei kalten Wetterlagen infolge der vielen Stromheizungen aber auch in Hitzeperioden infolge Kühlwassermangels oder - wie jetzt - bei technischem Ausfall vieler französischer AKW auftreten, liefert Deutschland stundenweise sehr viel Strom nach Frankreich. Bis zu 10 GW.
Es kann wahrlich keine Rede davon sein, dass in Frankreich AKW für Deutschland betrieben werden müssten!

2. Deutschland ist, wie hier häufig dargelegt, Stromnettoexporteur und nicht vom Ausland abhängig.

3. Es wird wegen Mangels an Fachkräften schwierig werden, die notwendigen 10 GW/a Windkraft und die 15 - 20 GW/a Photovoltaik aufzubauen. Wir müssen Fachkräfte im Ausland anwerben.

4. Nicht die Umweltschützer sondern Seehofer und später Aiwanger haben den Bau der sinnvollen HGÜ-Leitungen vom Norden in den Süden blockiert.

Raimund Kamm

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07.01.2022

Leider sind die Fakten von Herrn Kamm nur die halbe Wahrheit. Insofern nicht gelogen, aber eben auch nicht die Wahrheit!

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07.01.2022

@Rolf K.
"Leider sind die Fakten von Herrn Kamm nur die halbe Wahrheit. Insofern nicht gelogen, aber eben auch nicht die Wahrheit!"
Nur die halbe Wahrheit?
Dann klären Sie uns doch bitte auf.
Was ist die ganze Wahrheit?

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07.01.2022

@Thomas B.: sehr gerne, z.B. hier https://taz.de/Deutschland-muss-bald-Strom-importieren/!5737103/ , wie auch in vielen anderen Zeitungen nachzulesen. Des weiteren können wir bisher kaum Strom speichern, sodass Windkraftanlagen sogar abgeschaltet werden müssen, da der Strom weder in dem Maß gespeichert oder transportiert werden kann.
Ich bin übrigens nicht gegen regenerative Energie, nur möchte ich nicht, dass sehr oft so einseitig dargestellt wird.
Wir sind aufgrund der fehlenden Speicherkapazitäten sehr wohl (noch) vom Ausland abhängig.
Es geht mir nicht um rückwärtige Betrachtungen, da das nicht mehr relevant ist.
Hier eine Betrachtung in die Zukunft: https://www.rnd.de/wirtschaft/deutschland-importiert-36-prozent-mehr-strom-als-2019-V24XBPEKF5Y5DAAX6YPDOUZ5DA.html

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07.01.2022

Bei allem Respekt,

dass die HH Seehofer und Aiwanger mal wieder die Schuldigen sein sollen ist auch eine interessante Sichtweise.
Rot-Grün hat den ersten Atomausstig beschlossen, aber den erforderlichen Netzausbau nicht geregelt, die Folgen sind waren unzählige Klagen von "sogenannten" Umweltschützern mit den Folgen Projektverzögerungen Um- und Neuplanungen. Dass die Klagen- und Verzögerungstaktik nach wie vor funktioniert, zeigen die unzähligen offenen Verfahren. Hier muss die Politik Fakten schaffen, und die Klagemöglich drastisch einschränken.

Den Facharbeitermangel sollte Herr Kamm mit den arbeitslos gewordenen ehemaligen Mitarbeitern von Senvion, Enercon, etc. besprechen ...

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07.01.2022

@Rolf K. Ihren ersten Link hab ich gelesen.Und was lese ich da?
Hätte,könnte,sollte,würde...
Oh Man.Das ist ein Kommentar! Hat nichts mit Wissen oder Wissenschaft zu tun.
Den zweiten Link hab ich mir erspart.

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07.01.2022

@Rolf K. Ihren ersten Link hab ich gelesen.Und was lese ich da?
Hätte,könnte,sollte,würde...
Oh Man.Das ist ein Kommentar! Hat nichts mit Wissen oder Wissenschaft zu tun.
Den zweiten Link hab ich mir erspart.

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06.01.2022

@ H. Eimiller >>Aber schon allein das hohe Netzentgelt stimmt mich da wenig hoffnungsfroh. Das manager magazin titelt 2015 zum Vorrang für Erdkabel vor Stromtrassen: „Seehofers Sonderwunsch kostet Stromkunden Milliarden Euro“.<<

Stimmt. Es ist ein Ärgernis, dass Seehofer 2014 und 2015 mit seinem peinlich populistischen Aufstand gegen die zwei HGÜ-Leitungen unsere Netzentgelte so stark belastet hat. Leider gab es aus der CSU keinen Widerspruch dazu. Wir haben mit unserer BI m April 2015 eine Veranstaltung zu den Stromleitungen in Meitingen gemacht. Prof. Finkel von der HS Augsburg hat referiert. Bei der Veranstaltung sagte ein Bauer: ich bin eher gegen die Erdkabel und für die Freilandleitungen. Alle 400 Meter ein Hochspannungsmast auf unseren Feldern & Wiesen macht weniger aus als ein Erdkabel durch unsere Flächen, das ja auch Wärme abgibt.
Unsere Netzentgelte sind auch durch Redispatch erhöht: Wenn es im Norden einen Überschuss billigen Windstroms gibt, dadurch die Preise an der Strombörse niedrig sind, aber mangels Leitungen der Strom nicht in den Süden transportiert werden kann, müssen beispielsweise im Süden dennoch teure Gaskraftwerke Strom produzieren. Da wir aber wegen des Widerstands gerade der Union keine zwei Strompreiszonen haben, gilt dennoch im Süden der niedrige Börsenstrompreis und die Differenz zu den teuren Gaskraftwerken werden über das Netzentgelt umgelegt.
Auch die 90 % Entschädigung für norddeutsche Windmüller, deren Anlagen wegen Nichtaufnahmefähigkeit ihres Verteilnetzes abgeregelt werden, werden über die Netzentgelte auf die Endkunden umgelegt.

Ärgerlich und bezeichnend, dass hiergegen die IHK & Co nicht protestieren. Denn die großen Stromverbraucher sind weitgehend von den Netzentgelten befreit (das heißt ihr Anteil muss von den normalen Gewerbebetrieben und den Privathaushalten mitbezahlt werden!!).

Hoffentlich hat die neue Bundestagsmehrheit die Kraft, beim Netzentgelt auszumisten und es zu entschlacken!

Raimund Kamm

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06.01.2022

Von Alois R. (......können wir in zehn Jahren eine der saubersten und preiswertesten Stromversorgungen in Europa haben.)
>>Ich wäre froh, wenn sie recht hätten! Aber was nützt es, wenn Solar an sonnigen Tagen mehr Strom produziert hat als Steinkohle?
Gar nix, in der Fachwelt wird Solarstrom als Zappelstrom bezeichnet, nicht grundlastfähig! <<

Wenn wir sehr viel Solarstrom haben, ist der Strompreis bei uns sehr niedrig und wir verkaufen dann viel Strom an die Länder, die erst wenige Solaranlagen haben. Beispielsweise an: Frankreich, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, die Schweiz, Tschechien ...
Wenn diese Länder in 5 - 15 Jahren auch viele PV-Anlagen haben werden, werden sowohl der PV-Strom wie auch die Batterien noch preiswerter geworden sein. Dank des technischen Fortschritts ist in den letzten zwei Jahrzehnten der Preis für Solarstrom um 90 Prozent gesunken. Der Preis für große Batteriespeicher ist sogar in nur einem Jahrzehnt um 90 Prozent gesunken.

Voraussichtlich und hoffentlich wird in 5 - 10 Jahren auch die Erzeugung von Wasserstoff in der Elektrolyse deutlich preiswerter geworden sein. Das gibt uns die Möglichkeit, bei großer Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien, hauptsächlich PV und Windkraft, Wasserstoff zu produzieren. Damit wird zuerst der fossil und klimaschädlich aus Erdgas erzeugte Wasserstoff verdrängt und dann Wasserstoff gespeichert werden. Dies ermöglicht den saisonalen Stromausgleich.

Übrigens: Kein Fachmann spricht von "Zappelstrom". Die Erzeugung von PV- und Windkraftstrom ist gut voraussagbar und schwankt stark; aber zappelt nicht. Fachleute sprechen auch schon seit etwa zwei Jahrzehnten bei der Analyse unseres Stromsystems auch nicht mehr von "Grundlast" sondern von "Residuallast". https://de.wikipedia.org/wiki/Residuallast

Verschenken wir Strom ins Ausland? Nach heute veröffentlichen Zahlen haben wir im Jahr 2021 für eingeführten Strom durchschnittlich 7,51 ct/kWh gezahlt und für ausgeführten Strom durchschnittlich 7,54 ct/kWh erlöst.

Raimund Kamm

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05.01.2022

@ Von Thomas B.

Danke, dass Sie das klarstellen. Wie hinter dem Mond sind manche, dass sie nicht mitgekriegt haben, dass seit dem Jahr 2019 in Deutschland die Windkraft die größte Stromquelle ist. Dass Solar zumindest schon im Jahr 2020 mehr Strom als die Steinkohle produziert hat.

Wenn jetzt die Steine aus dem Weg geschoben werden, die Altmaier, Seehofer & Söder dem Ausbau von Solar und Windkraft in den Weg gerollt haben, können wir in zehn Jahren eine der saubersten und preiswertesten Stromversorgungen in Europa haben.

Aber alle, die auf Atom schwören, sollen ihren Heimatort für die Endlagersuche vorschlagen und können persönlich Aktien des französischen Atomkonzerns EDF kaufen.

Raimund Kamm

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06.01.2022

@Raimund Kamm: „können wir in zehn Jahren eine der saubersten und preiswertesten Stromversorgungen in Europa haben“

Herr Kamm, das würde ich mir auch wünschen. Aber schon allein das hohe Netzentgelt stimmt mich da wenig hoffnungsfroh. Das manager magazin titelt 2015 zum Vorrang für Erdkabel vor Stromtrassen: „Seehofers Sonderwunsch kostet Stromkunden Milliarden Euro“.
Ganz besonders ärgerlich ist das für die, die Jahrzehnte klaglos die Belastung von Stromtrassen getragen haben, so wie wir die der Stromtrasse von Gundremmingen nach Meitingen.

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06.01.2022

(......können wir in zehn Jahren eine der saubersten und preiswertesten Stromversorgungen in Europa haben.)
.
Ich wäre froh, wenn sie recht hätten! Aber was nützt es, wenn Solar an sonnigen Tagen mehr Strom produziert hat als Steinkohle?
Gar nix, in der Fachwelt wird Solarstrom als Zappelstrom bezeichnet, nicht grundlastfähig! Und jeder der sich ein bißchen mit Strom auskennt (anders als Annalena Baerbock) weiß, dass Speicher für derart große Strommengen wie z.B. die Industrie sie benötigt, völlig unrealistisch sind!

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06.01.2022

Herr Kamm, mein erster Versuch, Ihnen zu eine der "preiswertesten Stromversorgungen in Europa" zu antworten, hat wohl nicht geklappt.

Wie wohl die meisten, würde ich mir eine solche Entwicklung auch wünschen. Doch schon allein das hohe Netzentgelt stimmt mich da kaum hoffnungsfroh. Das manager magazin titelte 2015 zum Vorrang für Erdkabel vor Stromtrassen: „Seehofers Sonderwunsch kostet Stromkunden Milliarden Euro“.
Ganz besonders ärgerlich ist das für die, die Jahrzehnte klaglos die Belastung von Stromtrassen getragen haben, so wie wir die der Stromtrasse von Gundremmingen nach Meitingen.

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06.01.2022

Preiswerter Strom?
Wie soll das gehen, bei den teuren Erdkabeln?

Die SZ schrieb am 27.9.2016 hierzu: „Isar 2, das als letztes deutsches AKW 2022 stillgelegt wird, zählt mit seinen 1410 Megawatt Leistung zu den stärksten Atomkraftwerken weltweit. 2013 produzierte Isar 2 gut zwölf Milliarden Kilowattstunden Strom. Das waren 13 Prozent des bayerischen Bedarfs.“ und „Tennet kalkuliert beim SuedLink mit zehn Milliarden Euro, beim SuedOstLink sind es zwischen vier und fünf Milliarden Euro. Der Bau des Atomkraftwerks Isar 2 kostete in den Achtzigerjahren 4,64 Milliarden Mark oder knapp 2,4 Milliarden Euro.“ (https://www.sueddeutsche.de/bayern/energiewende-warum-erdkabel-und-wer-bezahlt-die-stromtrassen-ueberhaupt-1.3181453)

Helmut Eimiller

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05.01.2022

Wegen 6 Prozent unseres Verbrauchs an Primaerenergie leisten wir uns diese Risiko- und Muelltechnik. Und trotzdem gibt es Leute, die darin eine Loesung fuer was auch immer sehen. Ich kann nur den Kopf schuetteln.

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05.01.2022

@ Von Ludwig B. 18:29 Uhr

Ich bin kein Journalist und kein Kernphysiker.

Über den Dual Fluid Reactor wie insbesondere auch der zugrundeliegenden Transmutation habe ich in den vergangenen 20 Jahren mehrfach Fachleuten zugehört. Schon im Abschlussbericht des AkEnd der Bundesregierung, in dem Atomkraftbefürworter wie -gegner gemeinsam Lösungsvorschläge für das Atommüllproblem erarbeitet haben, und an dessen Konferenzen ich ein paar Mal als Zuhörer teilnehmen konnte, wurde im Jahr 2002 hierzu Stellung genommen.

Ich selber traf dann bei einer Fachtagung zum Atommüll in Berlin im Jahr 2018 auf einen Vertreter dieser DFR. Dort wie auch bei der Jahrestagung des Fachverbandes für Strahlenschutz im Jahr 2014 in Mainz habe ich Fachleuten zugehört, die auch über die Transmutation als Methode zur Entschärfung des Atommülls gesprochen haben. Keiner sah in dem Konzept eine Alternative zur Endlagerung. Die Konzepte wurden übrigens seit den 1960er Jahren mehrfach diskutiert. Doch nirgends auf unserer Erde realisiert.

Stellen Sie doch einmal da, wie der Dual Fluid Reactor Ihrer Meinung nach sowohl Strom erzeugt, wie auch sogar bereits vorhandenen Atommüll vernichtet bzw. wenigstens entschärft. Wenn Sie sich mit der Kernphysik dieser Konzepte befassen, ahnen Sie, welche technischen Probleme sich auftürmen. Informationen finden Sie im Internet.

Raimund Kamm

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05.01.2022

Herr Eimmillee - der Satz ist doch klar :

Wenn man keine Kohleverstromung will , ist die Atomkraft die einzig wirklich brauchbare Lösung .

Gut - die Links-Grünen und der von den Links-Grünen schon fanatisierte Teil der Bevölkerung wird die kindischen Spielereien mit den lächerlichen , aber sehr unschön anzusehenden Windmühlen weiter haben wollen .

Die Solarkollektoren sind für die Privatleute mit Hauseigentum , um während der Sommermonate Strom fürs Eiskühlfach und den Fernseher am Samstag während der Sportschau bereitzustellen .

Daher der Begriff "Teil" !

98% Atomstrom ist somit alleiniger Teil der Lösung !



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05.01.2022

@Maria T. " Die Solarkollektoren sind für die Privatleute mit Hauseigentum , um während der Sommermonate Strom fürs Eiskühlfach und den Fernseher am Samstag während der Sportschau bereitzustellen . "
Das zeigt auf , dass Sie keinerlei Wissen über die Technik haben.
Googlen Sie doch mal.Sie könnten schlauer werden.
" der von den Links-Grünen schon fanatisierte Teil der Bevölkerung wird die kindischen Spielereien mit den lächerlichen , aber sehr unschön anzusehenden Windmühlen weiter haben wollen . "
Kindisch ? Lächerlich ? Wie ich schon sagte , Sie haben keine Ahnung...

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05.01.2022

Doch! Die Atomkraft wird eine Renaissance erfahren. In Deutschland dauerts halt ein wenig länger. In vielen Ländern war sie ja nie wirklich weg.

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05.01.2022

Herr Küpper , Sie behaupten einfach aus der holen Hand :

"Die Atomkraft war nie und wird nicht mehr der Teil der Lösung"

Und wissen gar nicht , was Sie da von sich geben !

Richtig ist allein :


Die Atomkraft war immer schon und wird schlußendlich wieder und allein Teil der Lösung !

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05.01.2022


@MARIA T.: "Die Atomkraft war immer schon und wird schlußendlich wieder und allein Teil der Lösung !"

Frau T., allein oder Teil? Jedenfalls, so versteht es "die größere Hälfte" der Leser nicht. (Meinethalben kann "die größere Hälfte" durch noch größeren Nonsens ersetzt werden.)

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05.01.2022

Lesenswert die erwähnte Reportage von Herrn Küpper aus dem September 2010.

Meine persönliche Anmerkung nach rund vier Jahrzehnten Befassung mit dem in unseren AKW erzeugten hochradioaktiven Atommüll: Dieser Müll und seine Erzeugung übersteigen unsere gesellschaftlichen Fähigkeiten. Die meisten in unserer Gesellschaft haben zu wenig kernphysikalischen Sachverstand (man kann sich den heute gut im Internet aneignen) und verstehen insbesondere nicht, wie die Halbwertszeiten der bei der Spaltung des Urans entstehenden Spaltprodukte und Transurane sind. Und die Regierenden haben verständlicherweise nur einen kurzen Handlungshorizont und können, wenn nicht ein schwerer Unfall in einem Zwischenlager geschieht, mit der Endlagerung keine Wählerstimmen gewinnen.

Beispiel 1:
Beschluß der Regierungschefs von Bund und Ländern zur Entsorgung der KKW vom 28.9.1979
„Sie (die Regierungschefs) bekräftigen den Grundsatz, daß die sichere Gewährleistung der Entsorgung der Kernkraftwerke eine der unabdingbaren Voraussetzungen für die weitere Nutzung und für den weiteren begrenzten Ausbau der Kernenergie bildet.“
Und man produzierte dennoch weiter den Atommüll, obwohl die Entsorgung nicht gewährleistet war.

Beispiel 2
Bundeskanzler Helmut Kohl in der Regierungserklärung vom 4. Mai 1983
„Die Entsorgung muss und wird zügig verwirklicht werden.“
Und sie wurde nicht verwirklicht.

Beispiel 3:
Im Umweltgutachten 2000 des Sachverständigenrates, der ausschließlich aus von der Kohl-Regierung berufenen Wissenschaftlern zusammengesetzt war, wurde festgestellt: „Der Umweltrat hält aufgrund der Charakteristiken bestrahlter Brennelemente und der darin begründeten, in weiten Teilen ungelösten Entsorgungsprobleme eine weitere Nutzung der Atomenergie für nicht verantwortbar.“
Und die Produktion des Atommülls wurde fortgesetzt.

Unsere Bürgerinitiative "FORUM Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V." arbeitet und streitet wie auch die Vorgänger BI "Energiewende atomkraftfreies Schwaben" sowohl für die Beendigung der Atomgefahren wie der Atommüllproduktion als auch für eine möglichst sichere Endlagerung und natürlich für eine Energiewende zu einer nachhaltigen Energieversorgung.

Raimund Kamm

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05.01.2022

Herr Kamm die Welt verändert sich und gerade im Technischen Bereich RENNT sie regelrecht, sie kommen mit Beschlüssen von 1979 das sind sage und schreibe 42 Jahre, 1983 / 38 Jahre, 2000 immer noch rund 20 Jahre! Das ist Steinzeit, machen sie sich mal schlau über Dual Fluid Reaktor bietet saubere Energie der Zukunft! Da werden sie Ihren Atommüll los da wird der Alte Müll Großteils verwertet, und die Lagerzeiten gehen von 300.000 Jahren auf ca. 300 zurück. Mann kann sowas nicht von vornherein ausschließen aber dann begeht man Volkswirtschaftlichen Harakiri, Ihnen als Journalist traue ich zu sich auch mal die andere Seite und etwas neueres anzusehen und nicht wie der Strauß den Kopf in den Sand zu stecken, und Stimmung zu machen. Es ist Ihre Journalistische Pflicht breit zu Recherchieren, wenn ich als Amateur so viele Interessante Sachen finde, frage ich mich was sie alles finden Könnten ;-)

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05.01.2022

Den Entscheidern in Politik, Wirt- und Wissenschaft ist der tägliche Blick auf die Leserkommentare unter AZ-online dringend anzuraten.

Selbst für die drängendsten Probleme unserer Zeit finden sich dort immer wieder verblüffend einfache Lösungen,
wie z. B. die "Gretchen-Frage" wenn es um AKW's geht: "Wohin mit dem strahlenden Müll?"

". . . die modernsten Typen von AKW verbrennen auch die hochradioaktiven Abfälle älterer Reaktoren"

Also: Statt zig-Milliarden für eine sichere Endlagerstätte rauszuhauen - einfach mordernste AKW's bauen und viele Sorgen lösen sich in Wohlgefallen auf: Energie gäbe es im Überfluss, das Abfallproblem wäre Geschichte, die Kohleverstromung passé, die CO₂-Reduzierung enorm.

Frappierender ist nur noch die Theorie einer Foristin, beim "Atommüll" handle es sich womöglich um "eine Mär des links-grünen Lagers".

In diesem Fall käme, falls überhaupt nötig, als sog. Endlagerstätte jede kommunale Müllkippe in Frage und die Castoren-Stapel in Gundremmingen könnten als Obdachlosen- bzw. Asylantenunterkünfte verwendet werden . . .

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05.01.2022

>> Selbst für die drängendsten Probleme unserer Zeit finden sich dort immer wieder verblüffend einfache Lösungen,
wie z. B. die "Gretchen-Frage" wenn es um AKW's geht: "Wohin mit dem strahlenden Müll?" <<

Unsinn, der Müll ist bereits da und dafür brauchen wir ein Endlager.

Die Zusatzmengen für einen Wechsel der Abschaltreihenfolge erst Kohle dann Atom wären nicht mehr nennenswert und erfordern keinesfalls ein eigenes Endlager.

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06.01.2022

@ PETER P.

"Unsinn, der Müll ist bereits da und dafür brauchen wir ein Endlager."

Sie Schnellspanner! Das war eigentlich schon klar, bevor 1942 mit dem CP-1 die erste kontinuierliche Kernspaltungsreaktion initiiert wurde . . . Sinn und Zweck damals der Bau einer Atombombe.

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05.01.2022

Nun weiter so, Kernkompetenzen wie den Fahrzeug Motorenbau verlieren wir durch die E Mobilität. Energieintensive Industrie und Betriebe werden wegen der Steigenden und mit höchsten Energiekosten in der EU Abwandern / Schon mehrmals geschehen z.B. in die USA mit Energiekosten von Bruchteilen zu unseren. Und der Rest wird spätestens nach den ersten Black Outs folgen, weil ein paar Besserwisser erst ca. 10 % Atomkraft und möglichst sofort die ca. 20 % Braunkohle vom Netz nehmen wollen. Das ganze wird Kompensiert mit 3 % Windkraft und Solar unserer Erneuerbarer Energie, wer die Zahlen zueinander stellt braucht nicht mal zu rechnen um den Hammer fliegen zu sehen. Winkraftanlagen und Solaranlagen brauchen Vorlauf und Planung. Und die ca. 3 % sind ALLE DIE WIR BIS JETZT HABEN!!!!! Nun viel Spaß bei Frieren, den die Netzausfälle werden im Winter oder im Hochsommer kommen (Heizen / Klimaanlagen). Dan haben wir noch die CO2 Abgabe die und die Steigenden Gaspreise die Heizen zum Luxusgut macht. In dieser Ausgabe hab ich gelesen das eine Familie in Zukunft bei Ihrem Gasanbieter statte 500 € mehr bezahlen soll. Sicher derzeit noch ein Einzelfall. aber das wird die Regel. Insbesondere das das fordern und das Hochfahren von Gaskraftwerken bei Gas zu Immensen Mehrverbrauch führen wird, durch das derzeitige auslasten der vorhandenen Anlagen steigt der Gaspreis ja jetzt schon in den Bereich von Luxusgut. Abgesehen davon brauchen wir noch sehr schnell viele Kraftwerke um das zu stemmen. Nun da sind wir auch hinten dran, rechnen wir mal mit Planung, Genehmigung, Anwohnerprotesten und Bauzeit mit 7 Jahren haben wir da auch eine gewaltige Lücke. DER STROMVERBRAUCH WIRD NICHT WENNIGER ER WIRD DURCH DIE E MOBILITÄT GEWALTIG STEIGEN!
Wer sich Interessiert kann diese Fakten gerne in einem Vortrag auf You Tube von Fritz Vahrenholt - Energiewende zwischen Wunsch und Wirklichkeit anschauen.
Abgesehen davon ich bin kein Freund von Atomkraft, aber wer sich mit Ihr beschäftigt erfährt auch das der neue Reaktortyp der in Entwicklung ist, der Reste von unseren Altlasten nochmal nutzen kann, und deren gefährliche Lagerdauer von 300.000 Jahren auf ca. 300 Jahre verkürzt! Und das sind Abfälle (Energie) die heute schon da ist und nicht erst aus der Erde gegraben werden muss. Sicher ist Atomkraft das gelbe vom Ei. Aber warum nutzt man sie nicht bis der Übergang geschafft ist, und unsere Nachfolger auf der Erde nicht 300.000 Jahre mit unseren Atommüll leben müssen.
Nun liebe Aussteiger, ich will euch nicht Jammern hören, wenn ihr ohne Licht, Wasser und Abwasserentsorgung und ohne E Auto im Kalten sitzt, all das brauch Strom, und Black Outs werden voraussichtlich im Tages oder 1 Wochenbereich liegen. Abgesehen davon habt Ihr auch immense Kosten für Energie zu tragen. Ich bin mal gespannt wie lange Ihr das aushaltet, das schlimme daran ist ich muss es durch EURE DUMHEIT auch.
Ach ja und dann kommt der Bund Naturschutz und Jammert weil es in Deutschland keinen Quadratmeter Natur gibt der nicht von Solar oder Windkraft betroffen ist. Einfach mal Rechnen Fläche pro Windrad, Abstände und Leistung (nicht die Nennleistung / sondern die Tatsächliche) wieviel Fläche wir hierfür brauchen haben wir noch nicht mal.

Erst Denken dann Handeln!!!!! Und vor allen sich nicht von Unreifen Kindern Steuern und belehren lassen!!! Die Fremdbeeinflusst am Freitag für die Welt Demonstrieren!!!

Oder lassen sie Ihren Kinder auch bestimmen wie sie als Eltern leben sollen!

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05.01.2022

Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.

Wir können uns den moralischen Zeigefinger nur erlauben, weil wir unsere Lücken der Strom Produktion durch aus dem Ausland hinzu gekauften Strom schließen, der aber auch zum guten Teil aus Atomkraft entstammt.

Zudem stammt ein nicht unbeachtlicher Teil unseres Stroms aus Kohle Kraftwerken. Unsere eigene Strom Produktion und der hinzu gekaufte Strom sind meilenweit davon entfernt nachhaltig zu sein. Der Strom kommt eben nicht nur aus der Steckdose.

AKWs werden zumindest mittelfristig noch benötigt.

Und wer jetzt mit der genialen politischen Erfindung der Co2 Neutralität kommt, disqualifiziert sich vollständig. Denn Fakt ist, wenn Co2 raus kommt, dann ist es in der Atmosphäre. Da hilft auch kein herum rechnen was irgendwelche Stoffe zuvor an Co2 aufgenommen haben sollen. Und die Zertifikate mit dem Handel hierzu sind auch ein Witz.

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05.01.2022

Sehr geehrter Herr Küpper

das ist Ihre persönliche Meinung. Nur wann kommt der Moment, an dem Sie realisieren, dass Sie in der EU keine Mehrheit finden? Mittlerweile bröckelt sogar in Deutschland die Zustimmung zur Abschaltung der letzten AKW. Zeigt zumindest Civey.
Und dann zum faktischen. Es ist absurd, dass Fehlen eines Endlagers als Killerkriterium anzuführen und gleichzeitig die Lösung des Problems zu boykottieren. Was ist den seit Herrn Gabriels (seinerzeit Umweltminister) hoch tönender Ankündigung konkret passiert? Das ist ja erst ca. 15 Jahre her?
Und man kann auch gerne, wie Herr Trittin, gegen so ein Endlager sein. Das löst nur nicht den Fakt, dass der Müll existiert. Am Ende stellen wir auf Anordnung dieses Herrn Trittin die Castoren auf die grüne Wiese. Ist das sicherer als unter der Erde? Wie man so ein Lager einrichten kann, zeigen im übrigen die Finnen. Und am Ende (Beim Bundesamt für Strahlenschutz kann man das nachlesen) kommt die überwiegende Masse des endzulagernden Mülls nicht aus dem Brennstoff sondern aus den Brennkammern. Da wir in Deutschland seit Greifswald wissen, wie man ein AKW zurück baut, steht dem Rückbau der stillgelegten AKW technisch nichts im Weg. Aber wohin mit dem Müll, der vor 60 Jahren erzeugt wurde? Wer jetzt abschaltet, muss auch jetzt das Endlagerproblem lösen. Das muss man völlig unabhängig davon, wie man zu dieser Energieerzeugungsform steht. Einfach weil der Müll da ist und es tatsächlich unverantwortlich ist, den auf der grünen Wiese stehen zu lassen.

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05.01.2022

Die Meinung des Verfassers des in Ehren, aber am deu Wesen wird die Welt nicht genesen. Da kann DEU und die Grünen noch so viele Handstände machen, protestieren und Gerichte bemühen. Andere Länder werden dem deu "Vorbild" nicht folgen. Da hilft auch die Schnappatmung der Anti Atomkraft Aktivisten nicht.

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