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Die sozialen Medien gefährden unsere Demokratie

Kommentar Von Florian Lang
23.04.2024

TikTok, Meta und Co. haben nicht nur einen schlechten Einfluss auf die psychische Gesundheit junger Menschen. Auch die Grundwerte unserer Gesellschaft geraten in Gefahr.

Fast wünschte man sich, extremistische und andere gefährliche Inhalte in den sozialen Medien ließen sich mit Tabak mischen, in dünnes Papier einrollen und rauchen. Zumindest in Markus Söder, so die Hoffnung, hätte man dann einen, der so laut nach Jugendschutz schreit, dass es noch in Berlin und Brüssel zu hören wäre. Kann man aber nicht, macht Bayerns Ministerpräsident also auch nicht, und so wird der besorgniserregende Rechtsruck, den Forscher unter jungen Menschen ausmachen und auch den sozialen Medien zuschreiben, wohl ohne echte Konsequenz bleiben. 

Dabei wäre spätestens jetzt, da problematische Inhalte nicht nur die psychische Gesundheit unserer Jugend, sondern die Grundfeste unserer Demokratie gefährden, höchste Zeit für einen echten digitalen Jugendschutz. In der Trendstudie „Jugend in Deutschland“ gibt ein Drittel der Befragten an, süchtig nach ihren Smartphones zu sein. Fast die Hälfte sagt, dass sich ihr Selbstbild durch die ständigen Vergleiche in den sozialen Medien verschlechtert. Die 45 Prozent, die mehr als vier Stunden täglich am Smartphone hängen, leiden deutlich häufiger unter Angstzuständen und Antriebslosigkeit, sind häufiger in psychologischer Behandlung. 

Auf TikTok finden sich große Mengen extremistischer Inhalte

Das enorme Ausmaß extremistischer und gewaltverherrlichender Propaganda, der sich Jugendliche ausgesetzt sehen, setzt dem Ganzen die scheußliche Krone auf. Mit massiver Präsenz auf TikTok hat die in Teilen rechtsextremistische AfD ihren Stimmanteil unter jungen Menschen binnen eines Jahres verdoppelt. Islamisten nutzen TikTok so ausgiebig, dass sich der Verfassungsschutz damit beschäftigt. Und für Putin sind die sozialen Medien ideal, um sein spalterisches Gift quasi ungestört mitten in die deutsche Gesellschaft zu tragen. 

Natürlich ist es wichtig, die Medienkompetenz junger Leute zu fördern und den Extremisten mit eigenen Inhalten argumentatorisch die Stirn zu bieten. Doch der anarchische Meinungspluralismus, der die sozialen Medien ausmacht und den man bespielen möchte, ist nur in seinem Inhalt wirklich frei. In der Form aber herrscht das Diktat der Algorithmen, der Aufmerksamkeitsökonomie und die ist darauf ausgelegt, Grenzüberschreitungen noch zu fördern. 

Die Verantwortung liegt bei den Tech-Konzernen und nicht bei den Eltern

Die Gruppe der Linken im Bundestag forderte jüngst eine staatliche App, mit der Eltern den Medienkonsum Jugendlicher überwachen und einschränken können. Das ist der richtige Ansatz, und dennoch viel zu kurz gedacht. Es würde die Verantwortung auf die Eltern abwälzen, die wohl kaum die Zeit haben, täglich stundenlang Material zu durchforsten und dessen Gefährlichkeit abzuschätzen. 

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Die Tech-Konzerne sind es, die noch viel stärker in die Verantwortung gezogen werden müssen. Zwar haben Meta und Co. bereits heute mit Strafen zu rechnen, wenn sie extremistische Inhalte nicht schnell genug löschen, doch eigentlich müssten die sozialen Medien in ihrer jetzigen Form für Jugendliche verboten sein. Denkbar wäre eine eigenständige, für Jugendliche geeignete Version der Dienste, lückenlos moderiert und demokratisch kuratiert. Die Strafen für mangelnde Moderation sollten so hoch sein, dass sie nicht nur ein Kostenpunkt, sondern existenzgefährdend für die Unternehmen sind. In jedem Fall wird es schwer, die sozialen Medien einzuhegen. Aber es ist immer noch leichter, die Demokratie zu schützen, als sie sich zurückzuholen, wenn sie einmal verloren ist. 

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24.04.2024

...
irgendwie stellt sich für mich bei TikTok in den USA eine ganz andere Frage - unabhängig von chinesischen Besitzer und verbreitetem Inhalt

Die Regierung hat TikTok in Amerika ein klares Ultimatum gestellt:
Entweder Du verkaufst Deine Firma an uns oder wir verbieten Dich

... wenn das Schule macht ...

24.04.2024

Die Digitalisierung , KI wird in Zukunft ganz andere Netze, Medien ausspucken und diese Medien werden immer schneller und offener.. Unsere Welt ist ein Sammelbecken der Perversion und Dummheit und das zusammen ergibt das was wir heute haben, asoziales Benehmen in Worten und Tun. Diese Medien haben nicht nur Einfluss auf die Psychische Gesundheit junger Menschen sondern auch die Grundwerte unserer Gesellschaft geraten in Gefahr.. Welche Werte Gesellschaft wird da nicht in Gefahr kommen wenn man die Tür in eine neue mediale Welt öffnet und den jungen Menschen vorher ihre Bildung weg nimmt.. man muss doch die Bürger mitnehmen um diese Medien bedienen zu können, das ist nicht für kranke geistige Ausfälle gedacht und egal wie weit die Reichweite ist, um so schneller wird das Medien am Ziel sein.... also könnte man sagen, dieses Medium war nie für den normalen Menschen gedacht.. Man müsste ein Handbuch mit heraus geben und den Hersteller dazu verpflichten es nicht zu Unrecht benutzen..
Mark Zuckerberg sagte, dass wenn er in einem Erfindungsprozess ist nicht aufhören kann es fortwährend weiterzuentwickeln, auch wenn das gerade erfundene schon auf dem Markt ist, hat er schon die nächste Generation im Kopf.. Er ist immer in der Zukunft.. !!
Wahr ist diese KI, Digitalisierung und ihre Medien, sind für die heutige Gesellschaft viel zu hoch und der Mensch und seine einfachen Instinkte sind einfach dumm.. leider.!..

24.04.2024

Mein Fehler.... Für den Nutzer müsste man ein kleines Handbuch mit heraus geben, indem er sich verpflichtet (Unterschrift) dieses Medien nicht zu Hetze, Extremistische usw.. Aussagen zu benutzen..

24.04.2024

Ma sollte aufpassen, dass der Handy-Jugendschutz benutzt werden könnte diskret die Zensur einzuführen, damit die Politiker weniger Stress mit den aufmüpfigen Bürgern haben und sorgenfreier träumen können.
Wer Autofahren will muss 18 Jahre alt sein und einen Führerschein haben. Eine Möglichkeit wäre, den Kindern und Jugendlichen ein Handy zu geben, das auf den Namen des Benutzers registriert ist und nur kinder- und jugendfreie Seiten anklicken kann pro Tag zweistunden benutzen dürfen und nach Ablauf der festgelegten Zeit pro Tag wird das Handy deaktivier , so wäre eine optimale Kontrolle möglich, um die unter 18jährigen zu schützen.
Ärzte Zeitung Thomas Müller08.08.2018, 11:01: "Fernsehen lässt das Hirn schneller schrumpfen ..20 Jahre täglich vier Stunden fernsehen" Heute Abend den Fernseher nicht einschalten und lesen Sie einen Heimatroman von Ludwig Thoma oder Ludwig Ganghofer und Sie entdecken eine bayrische Welt ohne Fernseher und Smartphon.
Gunther Kropp, Basel

24.04.2024

"...doch eigentlich müssten die sozialen Medien in ihrer jetzigen Form für Jugendliche verboten sein. Denkbar wäre eine eigenständige, für Jugendliche geeignete Version der Dienste, lückenlos moderiert und demokratisch kuratiert."

Oha, aufpassen. Bei allem Problembewusstsein: Was hier zum "Schutz der Demokratie" gefordert wird, ist nichts anderes als der Ruf nach Zensur.
Wer oder welches, wie besetztes Kuratorium entscheidet denn, welche Inhalte mit welcher Information "für Jugendliche geeignet" oder "demokratisch" genug sind, auf welcher Grundlage? Und wer stellt sicher, daß dieses völlig unbefangen ist?

Davon abgesehen ist es naiv, davon auszugehen, daß Informationsaustausch (und damit Propaganda) im Internet lediglich über die großen Social-Media-Platformen stattfindet.
Vor fünf, sechs Jahren kannte noch kaum jemand TikTok oder Telegram...

Der beste (wenn auch nicht perfekte) Schutz seiner Kinder vor Radikalisierung ist, zu versuche, mit ihnen im Dialog zu bleiben und offen mit ihnen über aktuelle Themen, Sorgen und Nöte zu reden und abwägend zu argumentieren. Sie ernst zu nehmen und ggf. auch mal ne abweichende Meinung zu tolerieren, sonst stellen sie die Kommunikation schlicht ein und suchen sich Gesprächspartner, die sie (vermeintlich) verstehen.

PS: Was den "Rechtsruck" der Jugendlichen betrifft, macht man es sich leicht damit, dies lediglich auf die größere Präsenz der AfD auf Social Media zu schieben. Dann muß man nicht erwägen, daß dies ggf. einfach daher kommt, daß die Jugend weit stärker von den Auswirkungen der Politik der letzten 20 Jahre betroffen ist...

24.04.2024

In den USA sind sich ausnahmsweise Republikaner und Demokraten einig. Nach dem Repräsentantenhaus wird in Kürze auch der Senat beschließen, dass TikTok in den USA verboten wird, wenn es in 9 Monaten immer noch unter chinesischem Einfluss steht. Kommt sicher erst noch vor Gericht. Da funktioniert eine Diktatur viel flotter. Ganz aktuelle Meldung: Auf Anweisung der Regierung in Peking hat Apple die Programme WhatsApp und Threads des US-Konzerns Meta aus dem chinesischen App-Store entfernt. Facebook, Twitter/X usw. usf. sind sowieso verboten in China. Meinungsvielfalt in China und Russland? Undenkbar.
Natürlich müssten wir dem Beispiel der Amis folgen und Tiktok ebenfalls vom Markt nehmen lassen, aber das wird wieder ewig dauern. Bis dahin werden China und Russland insbesondere über ihre Freunde von der AFD in Deutschland ihre demokratiefeindlichen und staatszersetzenden Botschaften genüsslich verbreiten, obwohl sie m.E. schon lange nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes stehen.

24.04.2024

"für Jugendliche geeignete Version der Dienste, lückenlos moderiert und demokratisch kuratiert. (edit/mod/NUB 7.3) Orwell lässt Grüßen. Wäre es nicht besser auf die Ängste der jungen Menschen einzugehen,, Frieden statt Krieg zu forcieren, Klima- und Ressourcenschutz statt Ausbeutung der Erde. Nur wenn die Kinder und Jugendliche eine lebenswerte Zukunft erkennen können, sind sie unempfänglich für Scheinwelten.

24.04.2024

Die sog. sozialen Medien, ich nenne sie gerne asoziale Medien können also die Demokratie nicht gefährden? Ansichten, die vielleicht antidemokratisch sind, können die Demokratie gefährden? ich sehe eher eine Gefährdung wenn man solche Ansichten unterdrückt. Und da ist Deutschland nicht mehr seit weit entfernt davon.

23.04.2024

"für Jugendliche geeignete Version der Dienste, lückenlos moderiert und demokratisch kuratiert."

Ich sehe hier die Gefahr, dass unbequeme Meinungen unterdrückt werden könnten. Hier entscheiden dann Moderatoren, welche Gesinnung genehm wäre und welche nicht. Und in Zeiten, in denen solche Artikel wie der über die ‘Scharia-Polizei’ und die Angst vor streng-muslimischen Kindern an deutschen Schulen verfasst werden müssen und Kinder die zum Islam konvertieren um keine Außenseiter zu sein( https://focus.de/politik/deutschland/scharia-polizei-angst-vor-streng-muslimischen-kindern-an-deutschen-schulen-staatsschuetzer-warnt_id_259880250.html ), wäre es doch angebracht zu überlegen, ob wieder ein bisschen mehr die Mitte besser wäre.