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Kommentar: Die Wut der Bauern ist nicht verraucht, sie macht nur Pause

Kommentar

Die Wut der Bauern ist nicht verraucht, sie macht nur Pause

Sonja Dürr
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    Vor einem Jahr hatten die Bauernproteste gegen die Politik der Ampelregierung begonnen.
    Vor einem Jahr hatten die Bauernproteste gegen die Politik der Ampelregierung begonnen. Foto: Christoph Schmidt, dpa

    Ein Jahr ist vergangen, seit die Ampelkoalition in Berlin mit ihrer Streichliste die Bauern gegen sich aufbrachte. Schlepperdemos, blockierte Straßen und brennende Strohballen waren die Folge. Die Bilanz der Bauerndemos aber ist mehr als ernüchternd: Die Agrardieselbehilfe soll – Stand jetzt – in zwei Jahren ganz gestrichen werden. Das Agrarpaket, das den Landwirten im Gegenzug versprochen wurde, verdient diesen Namen nicht. Denn statt Bürokratieabbau kamen durch das verschärfte Tierschutzgesetz und die Düngeverordnung noch mehr Auflagen auf die Höfe zu.

    Die Wut der Bauern ist nicht verschwunden. Sie macht allenfalls Pause – jetzt, wo sich die Ampelregierung in Berlin zerlegt hat, die in den Augen vieler Bauern eine erhebliche Mitschuld an ihren Problemen trägt. Kaum eine Branche hat sich an der Ampel so aufgerieben, wie es die Landwirte taten. Dass sie ihre Hoffnung jetzt in eine neue Bundesregierung setzen, ist verständlich. Doch klar ist auch: Die Rahmenbedingungen für die Landwirte sind schwierig. Das zeigt das gerade verabschiedete Mercosur-Abkommen, das belegen die Einkommenseinbrüche, die die heimischen Bauern zuletzt verkraften mussten.

    In Frankreich und Großbritannien protestieren die Bauern bereits. Gut möglich, dass es auch bei uns bald wieder so weit ist.

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