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Warum Indien für Deutschland so wichtig wird

Kommentar Von Stefan Küpper
22.04.2024

Deutschland will die Risiken für seine Wirtschaft minimieren – aber im Osten Handel treiben. Russland ist raus, China ein Risiko. Indien bietet da wichtige Chancen.

In Indien wird seit Freitag gewählt. In Deutschland geht das – sieht man von der Hauptstadt Berlin ab – reibungslos an einem Tag. Auf dem Subkontinent in Fernost braucht es hingegen sechs Wochen. Damit allerdings soll keinesfalls neokolonialistisch angedeutet werden, dass Indien eine solche Abstimmung nicht schneller auf die Kette brächte, sondern es soll allein dessen riesige Dimension umrissen werden: Die Rede ist vom bevölkerungsreichsten Land der Welt. Rund 1,4 Milliarden Einwohner, 970 Millionen davon sind stimmberechtigt. Vom Himalaja-Gebirge bis nach Tamil Nadu ist es eine gewaltige Strecke. Dazwischen vermessen sich die enormen ökonomischen Möglichkeiten. 

Ob Indien wirtschaftlich tatsächlich das neue China werden kann? Auf jeden Fall wird es Deutschland zeitnah überholen. Die Bundesregierung sollte mehr mit Indien rechnen.

Indien hat eine junge Bevölkerung mit vielen qualifizierten Fachkräfte

Wirtschaftsminister Robert Habeck war im vergangenen Sommer dort. Endlich. Denn diese Reise war seit Philipp Rösler (FDP) niemand mehr angetreten – also viel zu lange her. Deutschland will die Abhängigkeit von China minimieren (was derzeit kaum gelingt), will seine Handelspartner diversifizieren und bei den Lieferketten widerstandsfähiger werden. Indien bietet hier viel. Vor allem hat es eine junge Bevölkerung, viele qualifizierte Fachkräfte, die für das Wachstum des alternden Deutschland immer wichtiger werden. 

Mit dem so unmöglichen wie fremdenfeindlichen Slogan „Kinder statt Inder“ hatte die Union einst Wahlkampf gemacht. Das Gegenteil ist in Zeiten des IT-Fachkräfte-Großmangels richtig. In der Rangfolge der deutschen Handelspartner rangierte Indien 2023 indes nur auf Platz 23, mit einem Gesamtvolumen von etwas mehr als 30 Milliarden Euro. Da geht noch mehr.

Die meisten armen Menschen weltweit leben in Indien

Unter dem umstrittenen Premierminister Narendra Modi von der hindunationalistischen Bharatiya Janata Party (BJP) ist die größte Demokratie der Welt weiter aufgestiegen. Wie demokratisch es dort tatsächlich zugeht, stellen nicht nur die schwächelnde Opposition, sondern auch die muslimische Minderheit des Landes infrage. Dass Modi diese Wahlen allerdings gewinnen wird, bezweifeln die wenigsten. Wirtschaftlich bleiben die Aufgaben nach einem Sieg gewaltig – auch wenn Indien seine Infrastruktur temporeich ausbaut, seit 2014 die Fernstraßen um zehntausende Kilometer erweitert, fast 350 Flughäfen und ohnehin top ausgebildete Eliten hat. Denn das Elend der Massen bleibt ein riesiges Problem: Die meisten armen Menschen weltweit leben in Indien. Andererseits wächst die Mittelschicht rasant. Zu den Ambivalenzen gehört auch Indiens Haltung zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Modi gratulierte dem Diktator Putin im März zu seinem „Wahlsieg“. 

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Walter J. Lindner, von 2019 bis 2022 Deutschlands Botschafter in Indien, appelliert in seinem gerade erschienenen Buch, das Land als Stimme des Globalen Südens endlich ernst zu nehmen und dabei die eigene westliche Perspektive infrage zu stellen. Natürlich sollten Menschenrechte und Missstände angesprochen werden. Aber schreibt Lindner: „Oft genug erfolgt der zweite Schritt vor dem ersten. Nicht immer ist den Sprechenden klar, dass sie auf dem Boden einer kolonialen Vergangenheit stehen, deren Folgen bis heute nachwirken.“

Wenn Russland sich als Partner verdammt hat, ein aggressives China weniger wichtig werden soll, dann benötigt der Ex-Export-Weltmeister Deutschland dringend Alternativen mit skalierbaren Märkten. Indien hat sie. 

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