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  3. Krieg in Israel: Sicherheitsexperte Masala: Auch Deutschland hätte den Hamas-Angriff nicht abwehren können

Krieg in Israel
11.10.2023

Sicherheitsexperte Masala: Auch Deutschland hätte den Hamas-Angriff nicht abwehren können

In seinem neuen Buch attestiert der Sicherheitsexperte Carlo Masala Deutschland schonungslos eine sicherheitspolitische Naivität.
Foto: Sven Hoppe

Militärkenner Carlo Masala hat ein neues Buch vorgelegt, das von der Wirklichkeit in Israel eingeholt wurde. Die Bundesrepublik hat die Zeitenwende aus seiner Sicht nicht verinnerlicht.

Die Welt ist erschüttert von dem neuen Krieg, der im Nahen Osten ausgebrochen ist. Der Kampf zwischen der islamistischen Terrororganisation Hamas und dem Staat Israel hat das Potenzial, in die fragile Region auszugreifen und andere Parteien hineinzuziehen. „Dieser Konflikt wird länger dauern. Das wird kein Ding sein, das in drei oder vier Tagen vorbei ist“, erwartet Deutschlands bekanntester Sicherheits- und Militärexperte Carlo Masala.

Er hat ein neues Buch auf den Markt gebracht, das sich mit den Lektionen beschäftigt, die Deutschland aus dem Ukraine-Krieg gezogen hat. Es ist ein langes Interview auf 200 Seiten, das die Lektoren des Verlages C.H. Beck mit ihm geführt und aufgeschrieben haben. Der Titel lautet vielsagend: „Bedingt abwehrbereit“. Es ist ein Zitat aus der Spiegelaffäre von 1962, als ein Bericht des Nachrichtenmagazins über die mangelnde Kampfkraft der Bundeswehr eine Staatsaffäre ausgelöst hatte. 

Deutschland: Ein Land gefangen in sicherheitspolitischer Naivität

Masala sieht die Truppe heute wieder in einem Zustand der mangelnden Wehrhaftigkeit. Sie erstreckt sich aber nicht nur auf die Armee, sondern auf das ganze Land. Den massiven Angriff der Hamas hätte Deutschland seiner Einschätzung nach nicht abwehren können. „Die Antwort würde lauten: Nein“, sagt Masala am Dienstag bei der Buchvorstellung in Berlin, als er danach gefragt wird. Seine Bilanz der Zeitenwende, die nach dem russischen Überfall vor über anderthalb Jahren von Bundeskanzler Olaf Scholz ausgerufen wurde, fällt mager aus. „Wir sind noch immer nicht als Staat kaltstartfähig. Wir sind als Gesellschaft immer noch nicht resilient“, meint der Professor für Politikwissenschaft von der Universität der Bundeswehr.

Eigentlich sei Deutschland wieder in den Modus zurückgefallen, wie in Friedenszeiten zu agieren. Um die Widerstandsfähigkeit zu erreichen, hält er es für notwendig, dass zum Schutz des Landes Institutionen geschaffen oder gestärkt werden. Dazu zählen klassischerweise Organisationen wie das Technische Hilfswerk, Rotes Kreuz, Feuerwehren, aber auch eine leistungsfähige Reserve der Streitkräfte und Rüstungsbetriebe, die die Armee mit Munition und Waffen ausreichend versorgen können.

Ein israelischer Soldat steht auf dem Gelände des Musikfestivals Supernova nach dem tödlichen Angriff islamistischer Hamas-Kämpfer, bei dem 260 Menschen starben und mehr als 100 Menschen als Geiseln genommen wurden.
Foto: Ilia Yefimovich, dpa

Das dysfunktionale System Bundeswehr

Die Gesellschaft aber trägt weiter Scheuklappen, findet Masala, um sich nicht mit der neuen rauen Wahrheit des Krieges in der Ukraine auseinanderzusetzen. Als Beispiel nennt er die nationale Sicherheitsstrategie, die nach ihrer Vorstellung wieder in der Versenkung verschwunden sei. „Seitdem redet da kein Mensch mehr drüber. (…) Mit dem Geld, was sie da zur Verfügung stellen, können sie wenig machen“, meint der Sicherheitsexperte. 

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Regelrecht schwarz sieht er für die Bundeswehr. „100 Milliarden Euro auf ein dysfunktionales System zu schmeißen, macht das System nicht funktional“, sagt er über das Sondervermögen und seine Wirkung. Weil die Ampelkoalition den regulären Rüstungsetat nicht, wie der Nato zugesagt, aufstockt, könnte es seiner Einschätzung nach in einigen Jahren dazu kommen, dass die Armee neues teures Kriegsgerät auf dem Kasernenhof stehen hat, aber nicht das Geld, um die Betriebsausgaben zu finanzieren. 

Zwei Leopard-2-Panzer der Bundeswehr im Manöver. Die Truppe, sagt Masala, sei noch immer dysfunktional.
Foto: Federico Gambarini, dpa

Zur Vorstellung seines Buches hat sich der ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev angesagt, der der Diskussion aufmerksam folgt. Er ist dankbar für die von Deutschland geleistete Hilfe, teilt aber die Analyse Masalas, wonach die Deutschen noch nicht in der neuen Realität angekommen seien. „Mir persönlich fehlt, dass die Deutschen begreifen, dass es im deutschen Interesse ist, wenn die Ukraine den Krieg gewinnt“, sagt er unserer Redaktion. Er will daran glauben, dass die Solidarität Berlins Bestand haben wird, auch wenn ein weiterer Krieg Aufmerksamkeit von seinem Land abzieht. 

Masala hingegen sieht genau das Gegenteil kommen. Europa solle sich darauf einstellen, dass es noch mehr für die Ukraine tun müsse. Der Grund: Die USA könnten Geld, Waffen und Munition Israel zur Verfügung stellen, anstatt es der Ukraine zu geben. „Eigentlich müsste jetzt Europas Stunde schlagen. Da kommt Deutschland eine führende Rolle zu.“ Doch er ist skeptisch, weil die Stunde Europas schon zehnmal geschlagen habe in den zurückliegenden Jahrzehnten, ohne dass es auf die USA bei der Garantie der eigenen Sicherheit verzichten könne. 

Er rät der Bundesregierung, jetzt bei der israelischen Regierung nachzufragen, „ob sie was brauchen“. Masala kann sich vorstellen, dass es bei der Versorgung Verwundeter und Verletzter Bedarf gibt. Für die anstehenden Kämpfe im Gazastreifen rechnet er mit zwei Varianten. Entweder bombardiert die israelische Luftwaffe die Stadt über einen längeren Zeitraum, um die Hamas zu zerschlagen. Oder die Armee beginnt eine Bodenoffensive, die bei hohem Risiko für die eigenen Soldaten mehr Rücksicht auf die Zivilbevölkerung nimmt. 

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

01.11.2023

Maria T., Sie bringen es hier auf den Punkt ebenso wie Herr Masala und Christian Grimm von der Augsburger Allgemeinen, wie
schlecht es um die Bundeswehr bestellt ist. Putinfreundliche Kommentare der AfD-Anhänger ignoriere ich, da die Rechtsradikalen
nicht lernfähig sind.

11.10.2023

(edit/mod/NUB 7.2)

11.10.2023

Schon mal jemand in Erwägung gezogen, dass die Planungen der Angriffe der Hamas durchaus nicht gänzlich unbemerkt blieben?
Die Legitimation, anschließend Tabula rasa zu machen und das Problem "endgültig" zu lösen, könnte nützlich sein ...
Ich denke nicht, dass solche Erwägungen in den Bereich Mythen, Verschwörung und Antisemitismus fallen, sondern eher in praktisches Kalkül, das durchaus nachvollziehbar ist.

11.10.2023

Plötzliche, im Verdeckten geplante Angriffe, kann niemand abwehren. Das sollte der, na ja "Experte", schon wissen. Selbst die USA haben vor mehr als 2 Jahrzehnten diese Erfahrung gemacht.

11.10.2023

Herr Masala, der weitaus mehr Experte als Sie ist ( man könnte sagen, da liegen Galaxien dazwischen),
sagt, was ist:

Die Deutschen sind mental, gesellschaftlich gar nicht mehr fähig zu einer militärischen Verteidigung.
War das bis 1989 noch anders, dann wurde das im Konsens aller gesellschaftlichen Kräfte und Beeinflussungen mit 1990 beginnend umgehend und gründlichst geändert .


Die völlig realitätsfernen, vor der damaligen realen, von den Sowjets geschaffenen Bedrohungslage völlig abwegigen Anti-Nachrüstungs-Demonstrationen und -debatten zu Beginn der 80er waren bereits der Vorbote dieser Entwicklung.

Griffe Rußland auch nur ein NATO-Land an, die Deutschen stünden zur Verteidigung überhaupt nicht bereit.
Sie würden bloß jammern und heulen, um dann vor dem Angreifer auf die Knie zu gehen!

Es ist gut, absolut gut, daß die Israelis von Deutschland nichts an militärischer Ausrüstung brauchen - sie bekämen höchstens 4000 Helme zugeschickt!

Die Deutschen sind nicht nur bedingt abwehrbereit, sie sind vorallem - das ist viel schlimmer - vollkommen abwehrunwillig!

Das merkten und merken die tapfer sich wehrenden Ukrainer seit Jahren.

Und Israel wird es auch sehr bald merken - denn schon kommen die ersten Rufe aus Deutschland, "Israel solle die Angriffe wieder einstellen".

Man will ja nicht einmal die Finanzierung der Hamas überprüfen- obwohl zunächst zugesagt.

Natürlich - die nach Gaza fließenden Gelder werden nicht "offiziell" an die Hamas gezahlt. Das ist klar.
Aber Hamas findet genügend Mittel und Wege, um das aus Europa kommende Geld für die eigenen Terrorzwecke abzuzweigen.



11.10.2023

(edit/mod/NUB 7.2)

11.10.2023

Hoch geschätzte Maria. Der Artikel hat nicht die Ukraine zum Thema. Sie müssen sich verlesen haben.

Anstatt verächtlich über die BRD und die Deutschen Bürger herzuziehen, sollten Sie es mit Bedanken versuchen. Direkt nach den USA ist Deutschland der größte Zahler und Lieferant für die Ukraine. (edit/mod/NUB 7.3)

12.10.2023

@Maria T.: Darauf erübrigt sich jede Antwort. In der Schule bekam man für eine Themaverfehlung ein ungenügend.

11.10.2023

Die Bundeswehr ist eine ganz andere Armee als die IDF und entsprechend ganz anders ausgerüstet und ausgebildet, da man in einer vollkommen anderen SItuation lebt und andere Szenarien der Verteidigung im Sinn hat. Da werden Äpfel mit Birnen verglichen.

Die IDF hätte abwehren können, wenn man nicht die Masse der Soldaten von der Gaza Grenze ins West Jordanland gesendet, den IT Angriff auf die sensorisch ausgerüstete Zaunanlage und die anscheinend Tage zuvor dreist vor dem Zaun abgehaltenen Hamas Übungen ernst genommen hätte. Ein feiger terroristischer Anschlag bleibt es dennoch.

Aber wie gesagt, die BW ist nicht die IDF, Äpfel und Birnen.