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Schwabmünchen

13.11.2019

Projekt in Schwabmünchen: Wie fällt die Bilanz zur Energiekarawane aus?

Im Rahmen der Energiekarawane sind Berater im Stadtgebiet von Schwabmünchen unterwegs und geben Hausbesitzern Tipps zur energetischen Sanierung ihrer Gebäude.
Foto: Marcus Merk

Projekt Energiekarawane: Die Klimaschutzbeauftragte zieht nach fünf Jahren Bilanz über das Erfolgsprojekt in Schwabmünchen.

Energiesparen ist und bleibt hip: Die Stadt Schwabmünchen hat 2014 ein Klimaschutzkonzept entwickelt. Daraus geht hervor, dass ein wesentlicher Handlungsansatz in der Senkung des privaten Heizwärmebedarfs liegt. Schwabmünchen führte daher im Jahr 2015, unterstützt durch die Stabstelle Klimaschutz im Landratsamt Augsburg, erstmals ein neues Projekt in der Stadt durch – die Energiekarawane.

Energieberater laufen dabei durch das Wohngebiet, um Hauseigentümer kostenfrei über energieeffizientes Modernisieren zu beraten. Beim einstündigen Check vom Keller bis unters Dach können Schwachstellen aufgezeigt und Sanierungsmaßnahmen vorgeschlagen werden. Ein Jahr später wird dann geschaut, was die Eigentümer in die Tat umgesetzt haben. Etwa die Hälfte der Hauseigentümer wird nach der kostenfreien Beratung aktiv und investiert ins Eigentum. Sie lassen Heizungen tauschen, Photovoltaikanlagen aufs Haus bauen, Dächer dämmen oder einfach die Beleuchtung auf LED umstellen.

Dieses Modell ist in Schwabmünchen sehr erfolgreich, wie Margit Spöttle, Klimaschutzbeauftragte des Landkreises Augsburg, in der aktuellen Sitzung des Bauausschusses berichtete. Seit fünf Jahren wird in Schwabmünchner Privathaushalten Energie gespart, was das Zeug hält. Die Stadt führt die bundesweite Erfolgsliste der Energiekarawane auf den ersten fünf Plätzen an und kann sich jedes Jahr nur selbst übertreffen. „Von solchen Zahlen können andere Kommunen nur träumen“, so Spöttle. Netter Nebeneffekt: Die meisten Eigentümer beauftragen für die energetische Sanierung ihrer Häuser Handwerker aus der Stadt und den umliegenden Orten, so bleibt das Geld in der Region.

Die Energiekarawane war bislang in den Wohngebieten nördlich und südlich des Krankenhauses (2015), zwischen Bahnlinie und Kaufbeurer Straße (2016), alten Breitlehens (2017), zwischen Augsburger Straße und dem Luitpoldpark und zwischen Singold und Feldgießgraben unterwegs. Im kommenden Jahr sind dann Gebiete in den Ortsteilen Schwabegg und Klimmach an der Reihe. Die Energiekarawane findet dort voraussichtlich zwischen 27. März und 9. Mai statt. Die Eigentümer werden vorab angeschrieben.

Neue Bäume in der Gartenstraße

Weiteres Thema im Bauausschuss war die Pflanzung von 22 neuen Bäumen in der Gartenstraße.

Grünamtsleiter Roland Schiller stellte zahlreiche Baumarten vor, die dort in Frage kämen. Einige, die im Frühjahr blühen, andere, die im Herbst schönes farbiges Laub tragen, andere, dere schmale Krone sich besonders gut ins Stadtbild integriert. Gabriele Huber (CSU) wollte allerdings nicht „so ein Durcheinander“, sondern einheitliche Bäume mit Alleecharakter. Letztlich einigte sich der Ausschuss auf drei Baumarten: Scharlachapfel, Magnolie und Blumenesche. Die Bäume werden heuer noch gepflanzt.

Weitere Themen im Ausschuss

Zudem standen zahlreiche Bauanträge auf der Tagesordnung. Hier ein Überblick:

Geplantes Café: Ins ehemalige Bastelgeschäft in der Luitpoldstraße 14 (Ecke Mindelheimer Straße) soll ein Cafè einziehen. Der Ausschuss genehmigte die Nutzungsänderung allerdings nicht, da nicht ausreichend Stellplätze nachgewiesen worden sind.

Kleine Halle: Die Auftragslage der Firma Dittrich ist so gut, dass sie vorübergehend mehr Lagerkapazität benötigt. Deshalb genehmigte der Ausschuss eine kleine temporäre Leichtbau-Lagerhalle auf dem Firmengelände an der Krumbacher Straße, bis eine neue große Logistikhalle dort gebaut wird, die in den Erweiterungsplänen der Firma bereits vorgesehen ist.

Neubau: Die Firma Kerker baut ein neues Verwaltungsgebäude mit Lager und Ausstellung auf dem Gelände an der Augsburger Straße.

Funkmast: Der bei den Bürgern umstrittene Funkmast im Außenbereich bei Birkach wird aufgestellt.

V-Markt: Den Umbauplänen des V-Marktes im Gewerbegebiet Nord stimmte der Ausschuss zu. Dort entsteht eine neue Waschanlage, die Tankstelle zieht näher an die A30 und der Supermarkt wird vor allem um einen Getränkemarkt erweitert. Die Stadt will beim Bauherren anregen, die Tankstelle auch mit Ladestationen für Elektroautos zu versehen.

Lesen Sie auch: Die Energiekarawane zieht von Haus zu Haus

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