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Osttangente

06.10.2016

Ullrich sieht Trasse noch nicht fixiert

Bundestagsabgeordneter sieht eine Möglichkeit, den Lech weiter südlich zu queren

Das Aktionsbündnis Keine Osttangente (A-KO) von der östlichen Lechseite befürchtet, dass die geplante Augsburger Osttangente für alle vier Bauabschnitte, also von der Autobahn A8 bei Derching bis zur B17 bei Oberottmarshausen komplett vierspurig als autobahnähnliche Bundesstraße umgesetzt wird. Allenfalls für einzelne Abschnitte bestehe eine Option auf drei Spuren, so die Schnellstraßen-Gegner in einer Pressemitteilung. CSU-Politiker Volker Ullrich, der Bundestagsabgeordnete für Augsburg und Königsbrunn, sieht hier noch keine Festlegung, wie er ebenfalls in einer Pressemitteilung betont.

Die Osttangente werde im Bereich Derching bis Mering (Bauabschnitte eins bis drei) als vordringlicher Bedarf eingestuft, der vierte Bauabschnitt (Mering bis Oberottmarshausen) nur im weiteren Bedarf. „Die bisherige Trassenführung bei Königsbrunn vorbei am Trinkwasserschutzgebiet ist zu Recht vom Tisch“, betont Ullrich. Die Einstufung als weiterer Bedarf mit Planungsrecht bedeute: „Es bleibt genügend Zeit für die Planung einer neuen Trassenführung, beispielsweise mit einer südlichen Lechquerung, und Zeit, die Erfahrungen beim Bau der ersten drei Bauabschnitte mit einzubeziehen.“

Ob die Osttangente drei- oder vierspurig wird, sollte nach Ullrichs Einschätzung vom zukünftigen Verkehrsaufkommen abhängig gemacht werden. „Das Ausbauvorhaben muss im Planfeststellungsverfahren bedarfsgerecht umgesetzt und an die Kapazitäten angepasst werden. Fragen wie Verkehrsbelastung und Unfallrisiko müssen berücksichtigt werden“, sagt er.

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Jetzt sei es wichtig, die Vorhaben im vordringlichen Bedarf, also die Abschnitte eins bis drei, schnell zu planen, Baurecht herzustellen und für die Realisierung ausreichend Finanzmittel bereitzustellen. Ein wichtiger Schritt seien dabei die Ausbau- und Finanzierungsgesetze, über die der Bundestag im Herbst abschließend beraten wird. (AZ)

Veranstaltung mit der Bundestagsabgeordneten Valerie Wilms (Grüne), die Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestages ist, bieten die Gegner der Osttangente am Freitag, 7. Oktober, um 20 Uhr im Zieglerbräu, Marienplatz 14, in Friedberg.

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