Fußball-Kreisliga

12.12.2018

Es ist noch viel Luft nach oben

Auf Wehringens Markus Langenmayr (rechts) und Schwabmünchnens Gero Wurm (links) wartet wohl auch nach der Winterpause der Kampf um den Klassenerhalt.
Bild: Hieronymus Schneider

Wie die Zwischenbilanz des TSV Schwabmünchen II, des FSV Wehringen und des FC Königsbrunn aussieht und was sich die Teams vorgenommen haben.

Zum Saisonbeginn 2018/19 verblieben noch drei Mannschaften aus dem Landkreis-Süden in der Fußball-Kreisliga Augsburg. Türkgücü Königsbrunn hatte die Liga nach oben in die Bezirksliga und der SV Schwabegg nach unten in die Kreisklasse verlassen. Bei zwei der verbliebenen Teams, dem TSV Schwabmünchen II und dem FC Königsbrunn, gab es einen Trainerwechsel und zugleich einen größeren Umbruch im Spielerkader. Nur beim FSV Wehringen blieb im zweiten Jahr nach dem Aufstieg alles beim Alten.

In der Winterpause befinden sich alle in der unteren Tabellenhälfte, das lässt einen harten Abstiegskampf erwarten. Wir fragten die drei Trainer Marian Dischl, Christian Jaut und Reinhard Brachert, ob ihre Erwartungen im ersten Saisonabschnitt erfüllt wurden und welche Ziele sie sich für die entscheidende Runde im Frühjahr setzen.

TSV Schwabmünchen II Fünf Siege, neun Niederlagen und vier Unentschieden lautet die Bilanz der Schwabmünchner Bayernliga-Reserve. In den letzten beiden Jahren hat das Team nur knapp der Aufstieg verfehlt, doch Trainer Marian Dischl ist mit anderen Erwartungen in die Saison gegangen: „Wir sind schon mit dem Ziel, unter die ersten Vier zu kommen, gestartet. Wir haben auch einen Umbruch in der Mannschaft vorgenommen, indem wir viele junge Talente mit dazu genommen haben. Das Ganze ist natürlich auch ein Lernprozess für die Jungs, die von der Jugend zum Herrenbereich gekommen sind und sich an das schnellere und körperbetontere Spiel erst gewöhnen müssen.“

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Man habe auch in dieser Saison viele gute Spiele gespielt, sich aber für die guten Leistungen nicht belohnen können: „So haben wir Spiele aus der Hand gegeben, in denen wir sogar 2:0 und 3:0 geführt haben. Aber so ist der Fußball, woraus wir immer lernen müssen.“ Ziel sei es für die restlichen Spiele, den Kampf gegen den Abstieg anzunehmen „ mit mehr Konstanz und dem unbedingten Willen zum Siegen. Ich bin mir sicher, dass wir die Vorbereitung nützen werden, um das umsetzen zu können.“

FSV Wehringen Die Zielsetzung war vor Saisonbeginn der Klassenerhalt in der Kreisliga Augsburg. Daran hat sich nichts geändert. Wehringen hat nach 19 Spielen 22 Punkte auf dem Konto und steht auf Tabellenplatz neun. „Ich denke, wir können mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen“, sagt Trainer Reinhard Brachert: „Wir haben es geschafft, unsere Bilanz gerade in den letzten Spielen vor der Winterpause aufzubessern.“ Der Zusammenhalt der Mannschaft sei richtig gut. Man habe es aber über die gesamte Vorrunde nicht geschafft, Konstanz reinzubringen. Auf ein gutes Spiel folgte meistens ein nicht so gutes. Brachert: „Der Blick geht weiterhin demütig nach hinten. Das liegt jedoch auch an der Ausgeglichenheit dieser Spielklasse. Ich bin der Meinung, dass an einem guten Tag jeder jeden schlagen kann. Um unser Ziel Klassenerhalt erreichen zu können, müssen wir über eine gute Vorbereitung die ausgeglichene Kreisliga annehmen und die nötigen Punkte erkämpfen und erspielen. Wenn wir es schaffen, vier Mannschaften hinter uns zu lassen, dann haben wir alles richtig gemacht.“

FC Königsbrunn Mit einem konkreten Ziel sind die Königsbrunner nicht in die Saison gegangen. „Viele unserer Spieler haben vor kurzem noch im Jugendbereich gespielt, da war es uns wichtig, gewisse Strukturen, automatisierte spielerische Abläufe, aber auch Werte an die sehr junge Mannschaft zu vermitteln“, sagt Trainer Christian Jaut. Spielerisch habe sein Team einen enormen Schritt nach vorne gemacht. „Meine Jungs mussten aber auch lernen, dass nicht immer die technisch bessere Mannschaft als Sieger vom Feld geht. In gewissen Situationen ist es wichtig, klare und einfache Sachen zu machen.“ Jeder Spieler habe auf seiner Position eine Aufgabe. Wenn er diese erledigt, sei er als Trainer zufrieden, so Jaut, der auch die vielen Verletzten beklagte: „Leider waren wir aufgrund des enormen Verletzungspechs gezwungen, gewisse Thematiken im Training auf das nötigste zu minimieren und mussten von Spiel zu Spiel umstellen.“

Im Fußball gehört seiner Meinung mehr dazu als zwei oder dreimal die Woche ins Training zu kommen und am Wochenende 90 Minuten zu spielen. „Eine gesunde faire Aggressivität, Wille und Durchsetzungsvermögen gegenüber dem Gegner, aber auch innerhalb der eigenen Mannschaft sind Dinge, die ich verlange.“

Man sei in vielen Spielen in Führung gegangen und konnte dann entweder nicht nachlegen oder das Ergebnis halten: „Wir haben zu viele Gegentore bekommen. Daran müssen wir arbeiten. Mein Co-Trainer Horst Richter und ich werden genau hinsehen, wer dazu bereit ist, diesen Weg mitzugehen.“

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