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Umfrage

29.06.2018

Bayern-CDU würde der Opposition mehr schaden als der CSU

Finden Horst Seehofer und Angela Merkel eine Lösung im Asylstreit?
Bild: Michael Kappeler, dpa

Exklusiv Würde die CDU in Bayern antreten, würde das die Parteienlandschaft im Freistaat durcheinanderbringen. Fürchten muss eine Bayern-CDU aber nicht nur die CSU.

Zieht sie die Option oder nicht? Im seit Wochen brodelnden Asylstreit der beiden Unionsparteien scheint plötzlich möglich, was über Jahrzehnte undenkbar war: eine CDU, die in Bayern antritt und die Parteienlandschaft im Freistaat gehörig durchschütteln würde. Doch wem täte eine Bayern-CDU am meisten weh?

Wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für unsere Zeitung und Spiegel Online zeigt, würde ein bayerischer Landesverband der CDU vor allem den Oppositionsparteien gefährlich werden. So gibt in unserer Umfrage rund ein Drittel der Grünen-Anhänger an, sie würden sehr wahrscheinlich für eine Bayern-CDU stimmen, wenn diese bei der Landtagswahl anträte. Bei FDP-Wählern zeigt sich eine ähnliche Tendenz. Immerhin rund jeder vierte SPD-Wähler könnte sich zudem durchaus vorstellen, eine bayerische CDU zu wählen.

Gleichzeitig schließen sechs von zehn CSU-Anhängern aus, dass sie ihre Stimme der – dann wohl ehemaligen – Schwesterpartei geben würden. 14,4 Prozent sagen wiederum, sie würden sehr wahrscheinlich eine Bayern-CDU wählen. Eindeutig positionieren sich auch die Wähler der AfD: Mehr als 80 Prozent von ihnen schließen aus, einer bayerischen CDU ihre Stimme zu geben.

Damit liegen die AfD-Anhänger deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt: Knapp sechs von zehn Wahlberechtigten im Freistaat halten es für ausgeschlossen, eine Bayern-CDU zu wählen. Dem entgegen stehen 17,4 Prozent, die dies nach eigenen Angaben sehr wahrscheinlich tun würden.

Welche Vorteile eine bayerische CDU in den Augen der Grünen mitbringen würde, lesen Sie hier.

Für die repräsentative Umfrage wurden die Antworten von 4107 Teilnehmern aus Bayern berücksichtigt. Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung der bayerischen Bevölkerung gewichtet. Der Befragungszeitraum war vom 20. bis 28. Juni. Der statistische Fehler liegt bei 2,8 Prozent.

Das ist unser Bayern-Monitor

Wir möchten wissen, wie Bayern tickt. Mit Blick auf die Landtagswahl im Herbst untersuchen wir in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey in Umfragen, wie die Menschen im Freistaat über bestimmte Themen denken.

Die Ergebnisse werden regelmäßig in unserer Zeitung und in unserem Online-Portal veröffentlicht. Zusätzlich zu den vier dauerhaft laufenden Umfragen befragen wir Sie in einzelnen Umfragen zu aktuellen Themen - wie zur Frage, ob Seehofer und Söder gut zusammenarbeiten werden. Was es mit unserem Bayern-Monitor auf sich hat, warum wir das Ganze machen und wie die Civey-Umfragen funktionieren, erklären wir Ihnen an dieser Stelle. Alle Informationen auf einen Blick finden Sie hier.

Zu den Fragen des Bayern-Monitors gelangen Sie auch hier:

Hinweis zu den Umfragen des Bayern-Monitors: Da wir mit unserem Bayern-Monitor die Stimmung in Bayern langfristig betrachten, laufen unsere Umfragen weiter. Es ist also möglich, dass sich die Umfrageergebnisse zu einem späteren Zeitpunkt von den im Text thematisierten Ergebnissen unterscheiden.

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29.06.2018

Die Freude von RRG über den Konflikt in der Union dürfte damit einen ordentlichen Dämpfer bekommen.

Und die EU-weite Klarstellung der europäischen Flüchtlingspolitk wird das noch verstärken. Es gibt in Europa keine Akzeptanz für Asyloptimierung/Binnenmigration und unbegrenzte Zuwanderung in die Sozialsysteme.

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