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Bayern-Monitor
11.09.2021

Umfragetief: CSU kommt in Bayern nicht vom Fleck

Keine gute Nachricht für Markus Söder: Seine CSU steckt in Bayern im Umfragetief.
Foto: Sven Hoppe, dpa

Exklusiv Wäre am Sonntag Landtagswahl in Bayern, würden nur 35 Prozent für die CSU stimmen. Es wäre ein historisch schlechtes Ergebnis.

Rund zwei Wochen vor der Wahl ist die Lage für die CSU nicht nur auf Bundesebene angespannt, sondern auch in Bayern. Im Freistaat verharrt die Partei von Markus Söder weiter im Umfragetief, aktuell steht sie sogar schlechter da als 2018, als die Christsozialen bei der Landtagswahl mit 37,2 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis seit 1950 einfuhren. Wäre am Sonntag Landtagswahl in Bayern, würden nur 35 Prozent der Wählerinnen und Wähler ihr Kreuz bei der CSU machen. Damit liegt die Partei in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey, mit dem unsere Redaktion kontinuierlich die politische Stimmung im Freistaat untersucht, in etwa auf dem Niveau des Vormonats - und damit weiter unterhalb der eigenen Ansprüche.

Stark verbessert - wenngleich auf niedrigem Niveau - zeigt sich dagegen die SPD. Die Sozialdemokraten profitieren offenbar von ihrem bundesweiten Aufwind und kämen laut aktueller Umfrage auf 13 Prozent der Stimmen. Das sind satte drei Prozentpunkte mehr als noch im August. Zuvor hatte die Partei monatelang zwischen sieben und acht Prozent geschwankt und in der Umfrage teils hinter AfD oder Freien Wählern gelegen.

Weiterhin zweitstärkste Kraft im Freistaat sind die Grünen, die 18 Prozent der Stimmen auf sich vereinen würden. Die AfD läge laut Umfrage bei elf Prozent, die Freien Wähler bei neun Prozent und die FDP bei sieben Prozent. Voraussichtlich nicht im Landtag vertreten wäre die Linkspartei mit drei Prozent.

Mehrheit mit Arbeit von CSU-Ministerpräsident Markus Söder zufrieden

Leichte Zugewinne verbuchen kann CSU-Chef Markus Söder bei seinen persönlichen Werten. 51 Prozent der Bayerinnen und Bayer zeigen sich laut einer weiteren repräsentativen Civey-Umfrage derzeit zufrieden mit der Arbeit ihres Ministerpräsidenten. Das sind rund drei Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Vier von zehn Befragten stellen Söder dagegen kein gutes Zeugnis aus.

 

Das Meinungsforschungsinstitut Civey zählt für seine repräsentativen Umfragen nur die Stimmen registrierter und verifizierter Internetnutzerinnen und -nutzer, die Daten wie Alter, Wohnort und Geschlecht angegeben haben. Die Stimmen werden nach einem wissenschaftlichen Verfahren gemäß der Zusammensetzung von Bayerns Bevölkerung gewichtet. Für die erste Frage wurden im Zeitraum vom 27.08.2021 bis 10.09.2021 die Antworten von 3032 Teilnehmenden aus Bayern berücksichtigt, für die zweite Frage im Zeitraum vom 13.08.2021 bis 10.09.2021 die Antworten von 5031 Teilnehmenden aus Bayern. Der statistische Fehler liegt bei 2,9 Prozent für die erste und 2,5 Prozent für die zweite Frage. Civey stellt ab sofort seine Umfragen für Medienkunden im Standard als gerundete Ergebnisse bereit. Dies hat das Unternehmen aufgrund von Rückmeldungen seiner Partner entschieden. Civey setzt beim Runden nach eigenen Angaben auf das Hare-Niemeyer-Verfahren, das Ergebnisse auf 100 Prozent ermöglicht.

Das ist unser Bayern-Monitor

Wir möchten wissen, wie Bayern tickt. In Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey untersuchen wir in Umfragen, wie die Menschen im Freistaat über bestimmte Themen denken.

Was es mit unserem Bayern-Monitor auf sich hat, warum wir das Ganze machen und wie die Civey-Umfragen funktionieren, erklären wir Ihnen an dieser Stelle. Alle Informationen auf einen Blick finden Sie hier.

Zu den Fragen des Bayern-Monitors gelangen Sie auch hier:

Hinweis zu den Umfragen des Bayern-Monitors: Da wir mit unserem Bayern-Monitor die Stimmung in Bayern langfristig betrachten, laufen unsere Umfragen weiter. Es ist also möglich, dass sich die Umfrageergebnisse zu einem späteren Zeitpunkt von den im Text thematisierten Ergebnissen unterscheiden.

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13.09.2021

>> Wäre am Sonntag Landtagswahl in Bayern, würden nur 35 Prozent für die CSU stimmen. <<

SPD + Grüne + Linke = 34%

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12.09.2021

Man sollte sich die Frage stellen, ob man mal etwas Neues probieren will.
Immer nur gegen die "Amigos" zu schimpfen, aber sein Wahlverhalten nicht zu ändern zementiert die herrschenden Zustände.
Vielleicht wäre ein Linksruck ganz hilfreich. Vor dem Hintergrund, dass Links wohl eher sozial, Umweltschutz, billigere Mieten,
Krankenhäuser im Staatsbesitz u.a. bedeutet.
Also etwas ganz, ganz schlimmes ;-)).

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11.09.2021

Der Niedergang der CSU hat Gründe: Die Partei hat für die wichtigen Zukunftsaufgaben wie Klimaschutz oder wie gerechtere Einkommens- und Vermögensverteilung keine Antworten. Und der Parteivorsitzende redet, redet, redet ... und sagt zu solchen Herausforderungen nichts Hilfreiches.

Hinzu kommt, die Partei hat keine guten Spitzenleute und versuchte mit Bär, Dobrindt, Scheuer und Seehofer über die Runden zukommen.

Raimund Kamm

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11.09.2021

Umfragewerte sind Wasserstandsmeldungen vor den Wahlen, dennoch wäre ein politisches Hochwasser notwendig, um wieder ordentlich sauber zu machen.

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11.09.2021

Stimmt. Aber ein bißchen mehr Wasser wird schon noch kommen. So 37%/38% erscheinen für mich realistisch.

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12.09.2021

Was für ein menschenverachtender Kommentar. In einer Zeit, in der Tausende Menschen bei Überschwemmungen ums Leben kommen, von politischem Hochwasser zu sprechen, ist einfach nur zynisch.

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