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FC Augsburg

27.04.2019

Einzelkritik: Viele FCA-Spieler waren gegen Leverkusen überfordert

Meist einen Schritt zu spät: Jonathan Schmid (links) hatte wiederholt Probleme damit, den flinken Kevin Volland zu stoppen.
Bild: Peter Fastl

Gegen Bayer Leverkusen zeigte der FC Augsburg eine schwache Leistung. Vor allem Schmid und Danso erwischten keinen guten Tag. Hier unsere Einzelkritik.

Der Geist war willig, aber das reichte gegen das spielstarke Bayer Leverkusen nicht. Beim 1:4 (hier der Spielbericht) boten die FCA-Spieler eine Halbzeit lang Paroli, doch dann wurden ihnen vom Bayer-Express die Grenzen aufgezeigt. Es bleibt dabei: Der FCA kann gegen Bayer in der Bundesliga nicht gewinnen und muss weiterhin – rein rechnerisch – auf den Klassenerhalt warten.

Gregor Kobel: Der Torhüter kehrte nach seiner leichten Gehirnerschütterung und einem Spiel Pause ins FCA-Tor zurück und zeigte sich gut erholt. Zeichnete sich gegen die offensivstarken Gäste schon in der ersten Hälfte mehrmals aus, konnte aber nach dem Wechsel die Niederlage nicht verhindern. Note 2,5

Jonathan Schmid: Er war an allen gegebenen Toren beteiligt. Er schlug die Ecke, die Danso zum 1:0 einköpfte. Er konnte aber Kevin Volland weder vor dem 1:1 noch vor dem 1:2 stoppen. Auch vor dem 1:3 hatte er seinen Fuß im Spiel. Er foulte nämlich Volland. Die folgende Freistoß-Flanke kam dann über Umwegen zu Tah, der wuchtig traf. Nicht der Tag des Franzosen. Note 5

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Jeffrey Gouweleeuw: Der Niederländer machte keine großen Fehler, doch hatte er genauso seine Probleme wie seine Mitspieler gegen die flinken Bayer-Spieler. Note 4

Kevin Danso: Das 1:0 war sein erstes Saisontor und sein drittes insgesamt in der Bundesliga. Alle hat er per Kopf erzielt. Viel Spaß hatte der junge Innenverteidiger am Treffer aber nicht. Denn in der Defensive stieß er gegen die Hochgeschwindigkeitsfußballer aus Leverkusen des Öfteren an seine Grenzen. Wurde in der 61. Minute erlöst. Note 5

Konstantinos Stafylidis: Er hatte mit Mitchell Weiser alle Hände voll zu tun. Hatte Glück, dass Weiser vor dem vermeintlichen 1:2 knapp im Abseits stand. Kam beim 1:2 durch Havertz einen Schritt zu spät. Hatte aber etwas mehr Zugriff als seine Kollegen auf der anderen Abwehrseite. Note 4

Einzelkritik zum FC Augsburg: Daniel Baier war ein Vorbild

Daniel Baier: Der Kapitän begann die Partie mit einem Paukenschlag. Seinen Schuss konnte Bayer-Torhüter Lukas Hradecky gerade noch parieren. War ein Vorbild in Sachen Einsatz und versuchte, zusammen mit Khedira die Augsburger Zentrale dicht zu machen. Note 3

André Hahn: In der Offensive tat sich Hahn schwer, konnte keine Impulse setzen. Arbeitete viel nach hinten, um seine Mitspieler zu unterstützen. Note 4

Rani Khedira: Er war eine Stunde lang der erste Defensivspieler in vorderster zentraler Position. Der Mittelfeldspieler ging lange Wege und absolvierte viele intensive Läufe. Rückte später für Danso als Innenverteidiger in die Viererkette, um noch Schlimmeres zu verhindern. Note 3,5

Michael Gregoritsch: Der Österreicher spielte teilweise hinter Khedira. Er ist ein fußballerischer Feingeist, hatte durchaus gute Ideen und spielte Pässe. Bei der Ausführung war er jedoch viel zu schlampig. Note 4,5

Philipp Max: Leverkusen ist halt nicht mit Stuttgart vergleichbar. War gegen die in der zweiten Halbzeit sehr souverän auftretenden Gäste auf der linken Außenbahn zwar bemüht, doch nach vorne ging diesmal nicht viel. Wurde in der 81. Minute ausgewechselt. Note 4,5

FCA-Spieler Philipp Max (links) war gegen Leverkusen bemüht - hatte aber auch Probleme.
Bild: Sven Hoppe, dpa

Marco Richter: Er versuchte sich in Halbzeit eins noch als Ballverteiler in vorderster Position. Doch gegen die gerade in der zweiten Hälfte so dominante Bayer-Mannschaft tauchte er immer mehr ab. Wurde in der 71. Minute durch Julian Schieber ersetzt. Note 4

Diese FCA-Spieler wurden gegen Leverkusen eingewechselt

Ja-Cheol Koo (60. für Danso): Durfte nach seiner Erkrankung eine halbe Stunde mitwirken. Da war das Spiel schon entschieden. Zudem enttäuschte auch er. Note 4,5

Julian Schieber (71. für Richter): Für ihn heißt es nach seiner langen Verletzungspause, so viel Spielpraxis wie möglich zu sammeln.

Georg Teigl (81. für Max): Durfte noch neun Minuten auf der linken Außenbahn agieren - ohne dabei auffällig zu sein.

Benotet werden Spieler, die mindestens 30 Minuten gespielt haben.

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Die Diskussion ist geschlossen.

29.04.2019

Übrigens hat der Kicker die Note 4,5 für Kobel gegeben- da bin ich mit meiner Einschätzung nicht falsch gelegen.

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29.04.2019

Ich denke, da ist der Kicker auch in seiner Bewertung extrem gewesen, in die andere Richtung.
Aber so ist es eben. Zehn Meinungen, zehn Noten. Vielleicht war ich einen halben Punkt zu gut, übrigens die Sonntags-Presse hat Kobel ne 3 gegeben. Ich habe da auch nicht die absolute Deutungshoheit, aber ich mache mir bei der Noten-Vergabe genauso Gedanken wie Sie auch. Ich habe Ihnen meine Argumente dargelegt. Wie gesagt, Noten sind halt auch ein wenig subjektiv.
Robert Götz

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28.04.2019

Nichts für ungut Herr Götz, aber wir reden über einen Bundesligatorhüter . Ich habe das Spiel über 90 Minuten gesehen und ich stehe nach wie vor zu meiner Meinung, dass speziell in der ersten Halbzeit die Abschlüsse ziemlich auf den Mann gekommen sind und darüber einige Flanken zu halten waren- Basics für einen BL-Torhüter. Neben dem Fehler zum 1:3 möchte ich auch auf einige missratene Abschläge hinweisen welche sich allerdings in eine Reihe mit einer überforderten Mannschaft eingereiht haben. In diesem Spiel wurde auch deutlich zu was Leverkusen in der Lage wäre wenn sie Konstanz in ihre Leistungen bringen würden.

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27.04.2019

Hoffentlich müssen sich die FCA-Spieler die Videos der heutigen Spiele der direkten Konkurrenten aus Schalke und Stuttgart mehrmals ansehen, damit klar wird, was Abstiegskampf bringt, wenn man(n) ihn annimmt. Man kann ja gegen den ChampionsLeague-Aspiranten Leverkusen verlieren, aber doch nicht so!
Der Kritik an Torhüter Kobel aus diesem Spiel, die ich teile, möchte ich aber noch hinzufügen, daß ich überhaupt nicht verstehe, warum er nach kaum überstandener, schwerer Verletzung von Trainer Schmidt sofort wieder aufgestellt wird, obwohl Luthe als Vertreter gut agiert hatte. Aber die zahllosen, teils haarsträubenden Fehler der Verteidiger im Leverkusen-Spiel hätte wohl auch Herr Luthe nicht ausbügeln können.

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27.04.2019

Note 2,5 für Kobel? Nicht nachvollziehbar diese Bewertung! Für mich in diesem Spiel Note 4.

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28.04.2019

Aus meiner Sicht hat Kobel gegen Leverkusen gerade in der ersten Hälfte gut gehalten. Er war mutig beim Herauslaufen, hat mehrmals unter anderem Brandt toll geklärt. (Kann man zum Beispiel im Live-Ticker des Kickers nachlesen.....)
Nur Schüsse auf dem Mann, sehe ich nicht so. "Nur einige Flanken"... Da hat er aus meiner Sicht richtig gut agiert.
Dass er beim 1:3 den Schuss nach vorne abwehrt, kann man ihm ankreiden, ok.
Aber in der Gesamtschau war es für mich eine noch gute Leistung in diesem Spiel. Robert Götz

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27.04.2019

Leider war ja nur der Zusammenschnitt auf Sky zu sehen.
Aber ich frage mich schon, was der Kobel im Tor sollte ?
Mit Luthe ist da hinten alles unaufgeregter, er ist einfach zur Zeit der bessere Torhüter.
Dazu hätten wir nach meiner Meinung mindestens 1 Tor weniger bekommen.

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27.04.2019

Ich weiß jetzt nicht welches Spiel der Notengeber gesehen hat aber eine 2,5 für Kobel ist nicht nachvollziehbar. In der ersten Halbzeit hatte er nur Schüsse auf den Mann zu klären sowie einige Flanken zu fangen. Das Tor zum 1:3 geht jedoch voll auf seine Kappe da er den Freistoß nach vorne abgewehrt hat und nicht zur Seite. Also bestenfalls die 4.

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28.04.2019

Aus meiner Sicht hat Kobel gegen Leverkusen gerade in der ersten Hälfte gut gehalten. Er war mutig beim Herauslaufen, hat mehrmals unter anderem Brandt toll geklärt. (Kann man zum Beispiel im Live-Ticker des Kickers nachlesen.....)
Nur Schüsse auf dem Mann, sehe ich nicht so. "Nur einige Flanken"... Da hat er aus meiner Sicht richtig gut agiert.
Dass er beim 1:3 den Schuss nach vorne abwehrt, kann man ihm ankreiden, ok.
Aber in der Gesamtschau war es für mich eine noch gute Leistung in diesem Spiel.

Robert Götz

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