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FC Augsburg

26.04.2019

Der FCA geht nach Führung gegen Leverkusen völlig unter

Leverkusens Kai Havertz trifft gegen FCA-Torwart Gregor Kobel zum zwischenzeitlichen 1:2.
Bild: Sven Hoppe, dpa

Der FC Augsburg hätte mit einem Sieg gegen Leverkusen den Nichtabstieg sichern können. Am Ende gab es allerdings eine deutliche 4:1-Niederlage

Nach den beiden gelungenen Auftritten beim 3:1-Sieg in Frankfurt und dem 6:0 beim rauschenden Ballnachmittag gegen den VfB Stuttgart waren die Erwartungen natürlich groß, dass der Fußball-Bundesligist FC Augsburg bereits gegen Leverkusen die letzte Hürde zum Klassenerhalt überspringen könnte. Doch die Gäste waren dann doch eine Nummer zu groß für den FCA und können durch einen 4:1-Sieg vor 26.404 Zuschauern in Augsburg weiter vom internationalen Geschäft träumen.

Dennoch könnte sich das Thema Klassenerhalt für die Truppe von Martin Schmidt bereits am Samstagabend erledigen, denn wenn Borussia Mönchengladbach in Stuttgart gewinnt, wäre Augsburg drei Spieltage vor Ende der Saison gerettet.

FC Augsburg ging gegen Leverkusen früh in Führung 

Trainer Martin Schmidt hatte die Mannschaft, die dem VfB Stuttgart zuletzt ein halbes Dutzend Tore einschenkte, nur auf einer Position verändert. Torwart Gregor Kobel der zuletzt wegen einer Gehirnerschütterung pausieren musste, stand wieder zwischen den Pfosten - Andreas Luthe saß dafür wieder auf der Bank.

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Und der FCA fing zunächst da an, wo er gegen Stuttgart aufgehört hat. Bereits nach vier Minuten ging ein Raunen durchs Stadion, als ein Schuss von Kapitän Daniel Baier nur knapp das Ziel verfehlte. Bereits nach 12 Minuten dröhnte dann die Torhymne "Eine Insel mit zwei Bergen" aus den Boxen. Wie so oft fiel dabei der erste Treffer der Hausherren nach einer Standardsituation. Jonathan Schmid schlug eine Ecke platziert in den Strafraum, Kevin Danso sprang am höchsten und köpfte unhaltbar für Hradecky zum 1:0 ein.

Doch dann wurde schnell klar, dass Leverkusen ein anderes Kaliber als Stuttgart ist. Drei Minuten nach dem 1:0 ließ Schmid dann den Allgäuer Kevin Volland entwischen, der fackelte nicht lange und drosch die Kugel zum 1:1 ins Netz.  Dann musste wie so oft in dieser Saison der Videobeweis herhalten. Nach einem Tor von Alario stand der FCA schon am Anstoßkreis, als Schiedsrichter Willenborg das Signal aus dem Videokeller bekam: Kein Tor - Vorlagengeber Mitchell Weiser stand im Abseits. 

Leverkusen zeigte in der zweiten Hälfte gegen Augsburg seine ganze Klasse

Es gab dann Phasen, wo Leverkusen seine ganze Klasse ausspielte, vor allem nach 28 Minuten, als der Ball nach einer Staffete an der Julian Brandt, Kai Havertz und Sven Bender wie an der Schnur gezogen lief und es nur beim Abschluss haperte. Nach 38 Minuten musste sich Keeper Kobel gewaltig strecken, als ihn Brandt aus rund 16 Meter Entfernung überlisten wollte. Schließlich brannte es noch in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit  lichterloh vor dem FCA-Tor und die Heimelf hatte Dusel, dass Alario lediglich die Unterkante der Querlatte traf.

Leverkusens Torschütze Kai Havertz jubelt mit Mitchell Weiser über sein Tor zum 1:2. FCA-Torwart Gregor Kobel konnte den Treffer nicht verhindern.
Bild: Sven Hoppe, dpa

Dann schließlich der Auftritt des 19-jährigen Megatalents Kai Havertz. Drei Minuten nach der Pause schlug Volland eine Flanke in den Strafraum und Havertz schnibbelte den Ball lässig über den machtlosen Kobel ins Tor. Zu diesem Zeitpunkt eine verdiente Führung der Leverkusener, die einfach routinierter und cleverer wirkten. Dann köpfte Kevin Danso nach einer Ecke den Ball ins eigene Tor, doch wieder wurde dem Schiedsrichter aus dem Videokeller das Signal übermittelt, dass der Leverkusener Tah im Abseits stand. Aber wenig später in der 60. Minute schlug dann Tah regulär zu, als er Kobel aus wenigen Metern Entfernung keine Chance ließ.

Damit stand eigentlich fest - dem FC Augsburg wird es auch im achten Bundesligajahr nicht gelingen, den ewigen Angstgegner Bayer Leverkusen zu bezwingen. FCA-Coach Schmidt versuchte noch zu reparieren und nahm Danso und Richter aus der Partie und brachte dafür Ja-Cheol Koo und Julian Schieber, doch Leverkusen war an diesem Abend kaum in den Griff zu kriegen.  In der Schlussphase bemühte sich der FCA noch um eine Ergebniskorrektur, aber Leverkusens Abwehr stand ziemlich sattelfest. Und nach 89 Minuten macht auch Julian Brandt mit dem 1:4 den Sack zu.   

Der FCA kann jetzt nur noch eines tun: Fernsehen schauen und Borussia Mönchengladbach die Daumen drücken.  

Lesen Sie auch unsere Einzelkritik: Viele FCA-Spieler waren gegen Leverkusen überfordert.

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28.04.2019

Sehen wir's mal positiv: so wie Leverkusen gespielt hat, kann der FCA in der Analyse noch was lernen. Dann: keiner hat geglaubt (nur gehofft), dass wir in Frankfurt gewinnen.so gesehen alles beim alten. Nur der VFB und Schalke haben sich "daneben" benommen. Also gilts jetzt die letzten 3 Spiele so gut wie möglich zu überstehen un die nötigen Punkte zu holen. Es liegt allein beim FCA die Relegation zu verhindern, auf die anderen ist kein Verlass.

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28.04.2019

Leverkusen war einfach klar besser, so einfach ist das. Zwei Kritikpunkte an den Trainer (den ich schon vor Wochen für den FCA gefordert habe) habe ich trotzdem: Luthe hätte im Tor bleiben müssen nachdem er zuletzt klasse gehalten hat. Und Jonathan Schmid war auf der rechten Verteidigerposition komplett überfordert, da hätte man umstellen müssen! Aber keine Angst, mit Martin Schmidt packen wir den Klassenerhalt!!

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27.04.2019

Tja, und nachdem der VfB Stuttgart uns heute abend den erhofften Gefallen, nämlich daheim zu verlieren, nicht getan hat, sondern zuhause nun mit Gladbach einen Gegner geschlagen hat, der in der Tabelle sogar noch vor dem letzten FCA-Gegner Leverkusen steht, ist der Vorsprung halt wieder auf sieben Punkte zusammengeschmolzen. So warten wir halt leider immer noch...
Nächsten Samstag spielt der VfB in Berlin und der FCA am Sonntag im direkten Tabellenplatz-Duell auf Schalke.
Meine Hoffnung ruht auf der "alten Dame" Hertha, denn unsere werden in der Veltins-Arena mit ihrem Verständnis von Leistung im Abstiegskampf erhebliche Probleme bekommen.

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27.04.2019

Viele haben nach einem Art "Strohfeuer" gedacht: der neue Trainer kanns schon richten. Geht eben nicht innerhalb von 2 Wochen. Ich vermute mal, daß sich die Arbeit eines neuen Trainers erst nach 4-6 Monaten wirklich auswirkt.

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27.04.2019

Man kann nicht alles haben; das Spiel hätte auch 1:6 oder noch schlechter ausgehen können. Gestern spielten halt mal wieder eine 50 Millionen Mannschaft gegen eine "500-Millionen-Monsanto-Elf".

Alles gut, die Leistungen gegen Frankfurt und Stuttgart haben den Klassenerhalt vorzeitig gesichert, auch, wenn mathematisch ein Negativerlebnis noch möglich wäre, das aber heute Abend gelöscht sein sollte.


Für die Saison 2019/20120 stehen für die FCA-Führung aber Hausaufgaben an um das Klassenziel zu erreichen, damit wir auch im 10. Jahr erstklassig spielen können.


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27.04.2019

Ja. Das war heute eine Vorführung. Fußball mit wenigen Ballkontakten, keine unnötigen Dribblings, feine Technik, kaum Fehlpässe.
Hätte Leverkusen immer so gespielt..... Aber man hat sie auch spielen lassen. Gegen so viel Qualität hilft vermutlich nur gnadenlose Manndeckung....
Aber! Einige FCA Spieler haben nach zuletzt 2 besseren Spielen wieder ihre Saisonleistung bestätigt - und das nicht im positiven Sinne.
Zum Beispiel war heute der Fehlpass-Gregor wieder am Werk. Stolper Koo, der meint, bei jeder Ballannahme eine Drehung machen zu müssen, durfte auch noch ran......
Bleibt für die nächste Saison zu hoffen, dass der neue Trainer da die richtigen Entscheidungen trifft und der Herr Reuter noch einmal genau hinschaut, bevor er wieder mal mit Bremsklötzen und Invaliden Verträge verlängert.
Und ein gestandener Torwart wäre auch nicht schlecht.





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27.04.2019

Nach 20 guten Anfangsminuten war's vorbei, dann zeigte die Werkself tollen Kombinationsfußball, ein verdienter Sieg, am Willen lags beim FCA nicht.

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27.04.2019

Weitere Erkenntnisse aus diesem Spiel:

Die Konstanz fehlt weiterhin. Fragt sich bloß wieso. Klar war Leverkusen heute viel besser und gewinnen können wir gegen die offenbar aus irgendwelchen Gründen weiterhin nicht, aber das war heute schon arg limitiert. Der frühe Ausgleich war der Genickbruch und danach haben die Kraft und irgendwo auch die Mittel gefehlt, um irgendwas noch umzubiegen. Bleibt nur zu hoffen, dass Stuttgart (nicht Gladbach) morgen verliert, damit man sicher planen kann. Denn wenn eines klar ist die Saison, dann, dass man dem FCA alles zu trauen kann... in beide Richtungen.

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26.04.2019

Ohne auch nur den Anschein einer Gegenwehr sich so abschlachten zu lassen.
Bei den Aspirins kommt jeder Ball an und man denkt, man ist im lockeren Trainingsspiel.
Da musste bestimmt keiner duschen nach dem Abpfiff.
Es ist nicht schön, wenn die Herren Max, Gregoritsch, Hahn etc. sich so dermaßen bocklos vor dem eigenen Publikum zeigen - und dann am Samstag vor dem Fernseher bei Bier und Burger die Abstiegssorgen genommen bekommen.
Herr Schmidt, bitte durchgreifen,
Dann in den letzten Spielen die Nachrücker auflaufen lassen!


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26.04.2019

Da war er wieder, der alte FCA. Auch unter Martin Schmidt. Mehr als zwei gute Spiele gehen einfach nicht.
Es war ein so grottenschlechter Auftritt, ohne Leben, Lust, Mut, Kampfgeist und Körpersprache. Fehlpässe ohne Ende, kaum gewonnene Zweikämpfe. Und ein Torwart, der nicht die Lösung für den Verein sein kann. Ich würde allen eine 5 geben.
Man kann nur das Kreuzzeichen machen, wenn Gladbach morgen oder eben nächste Woche verliert.

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26.04.2019

Ein verdienter Sieg für Leverkusen. Morgen folgt der Stille Klassenerhalt.

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