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Gemeinsames Statement
21.01.2021

FIFA und UEFA gegen die Super League

FIFA-Boss Giovanni Infantino sprach sich gegen eine Super League aus.
Foto: Lapresse/ Fabio Ferrari/LaPresse via ZUMA Press/dpa

FIFA und UEFA drohen Europas Topclubs für den Fall der Gründung einer Super League mit Konsequenzen. Der FC Bayern will nicht dabei sein - "Stand heute".

Im Milliarden-Poker um eine mögliche Super League als Konkurrenz zur Champions League baut die FIFA im seltenen Schulterschluss mit der UEFA die größtmögliche Drohkulisse auf.

Gemeinsam mit allen Kontinentalverbänden kündigte der Fußball-Weltverband harte Konsequenzen für alle Clubs und Profis an, die sich in einem neuen Wettbewerb zusammenschließen könnten. In Stellungnahmen erklärten die Spitzenverbände "mit Nachdruck", dass ein solches Konstrukt weder von der FIFA noch von einer der Konföderationen anerkannt würde.

Real Madrid hatte zuletzt nach Geldgebern für die Super League gesucht

Es hatte immer wieder Spekulationen gegeben, dass mehrere europäische Spitzenclubs eine eigene Liga abseits der Champions League gründen könnten. Zuletzt soll Medienberichten zufolge Real Madrids Präsident Florentino Perez auf der Suche nach Geldgebern für ein solches Projekt gewesen sein.

Womöglich davon aufgeschreckt drohen die FIFA und die UEFA nun mit scharfen Sanktionen. "Vereine oder Spieler, die an einem solchen Wettbewerb teilnehmen würden, dürften folglich an keinem von der FIFA oder der jeweiligen Konföderation organisierten Wettbewerb teilnehmen", hieß es weiter. "Die Teilnahme an globalen und kontinentalen Wettbewerben sollten sich die Teams immer auf dem Platz verdienen." Die Mitteilung war unter anderem mit den Namen von FIFA-Präsident Gianni Infantino und UEFA-Chef Aleksander Ceferin versehen. Der europäische Fußballchef aus Slowenien hatte Pläne für eine Super League zuletzt als "egoistisch" bezeichnet.

Sowohl der Weltverband als auch der europäische Kontinentalverband sind dabei vom Interesse um ihre eigenen Premium-Produkte für Clubs getrieben. Bei der UEFA wird derzeit an neuen Regularien für die Champions League nach dem aktuellen Zyklus, der bis 2024 geht, gearbeitet. Die FIFA hat ihre Club-WM auf 24 Teams ab der Auflage im Dezember 2021 aufgebohrt. Eigentlich liegen beide Verbände im Clinch, welches der bedeutendste Wettbewerb ist - nun kommt es aus Sorge vor einer Abtrennung von Spitzenclubs zur Allianz.

Der FC Bayern will - Stand jetzt - nicht mitmachen

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hatte kürzlich davor gewarnt, dass eine Super League den nationalen Ligen "großen Schaden" zufügen würde. "Wenn ich das jetzt für den FC Bayern entscheiden müsste, würde ich mich, Stand heute, dagegen entscheiden", sagte er im Interview von "Münchner Merkur/tz". Er wisse aber, dass große Vereine im Süden Europas großes Interesse hätten. "Speziell die großen Klubs in Italien und Spanien haben teilweise Verluste im größeren dreistelligen Millionenbereich. Die machen sich natürlich Gedanken, wo in der Zukunft Wachstum ist. Und eine Super League würde für finanzielles Wachstum und Interesse sorgen."

Der Zusammenschluss European Leagues, zu dem auch die Deutsche Fußball Liga gehört, betonte ebenso wie die FIFA, dass das europäische Sportmodell auf Erfolgen, Aufstieg und Abstieg beruhe. "Alle Fußballverbände und Profiligen in Europa erkennen die Statuten der FIFA und der Konföderationen an und folgen diesen." (dpa)

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