Kommunalwahl

Alle Ergebnisse: Stichwahlen in der Region
  1. Startseite
  2. Sport
  3. Panther-Trainer Tuomie über Kritik: "Zuschauer hat das Recht zu pfeifen"

Augsburger Panther

22.02.2020

Panther-Trainer Tuomie über Kritik: "Zuschauer hat das Recht zu pfeifen"

Tray Tuomie gibt seit dieser Saison bei den Panthern die Kommandos. Sportlich hängt seine Mannschaft auf Platz zehn fest, was in Teilen der Anhängerschaft zu Kritik führt.
Bild: Siegfried Kerpf

Plus Trainer Tray Tuomie spricht über die Lage der Panther, die Kritik an ihm selbst und wann seine Zukunft geklärt wird.

Am Tag danach bekamen die Panther-Profis frei. Sie hatten das Donnerstagsspiel in der DEL bestritten und müssen erst am Sonntag wieder ran. Dann gastiert der deutsche Meister Mannheim im Curt-Frenzel-Stadion. Bis dahin müssen die Nachwehen des Donnerstags überstanden sein. Der hatte für die Panther eine bittere 3:5-Niederlage gegen Berlin parat gehalten. Trotz eines überlegen gespielten ersten Drittels, trotz einer zwischenzeitlichen 3:1-Führung. Wie zuvor schon gegen Nürnberg (2:5) und Wolfsburg (2:4) fand die Mannschaft erneut einen Weg, die Partie trotz eines guten Starts noch aus der Hand zu geben.

Den Augsburger Panthern fehlt in dieser Saison die Konstanz

Im Gegensatz zu seinen Spielern arbeitete Trainer Tray Tuomie am Freitag und analysierte die Niederlage gegen die Eisbären. „Seit der Länderspielpause hatten wir fünf Spiele und ich kann der Mannschaft eigentlich nicht vorhalten, dass sie schlecht gespielt hat. Im Gegenteil. Aber natürlich sind die Ergebnisse nicht die, die wir wollten und brauchen – das ist leider Fakt.“ In den entscheidenden Momenten habe die Konsequenz im Torabschluss gefehlt. Dazu kommen immer wieder Aussetzer in der Abwehr. Gegen Berlin sah zum Beispiel Torwart Markus Keller bei den letzten beiden Gegentoren unglücklich aus – hatte zuvor aber überragend gehalten. Hier wie dort: Es fehlt die Konstanz. Diese Erkenntnis zieht sich durch die ganze Saison. So war es auch gegen Berlin. Tuomie: „Wir haben genug Torchancen kreiert, unsere Überzahl war gut. Auch unsere Unterzahl hat funktioniert. Wir schießen das 3:1 und haben das Momentum auf unserer Seite – und eine Minute später bekommen wir das Gegentor. Das war gleich wieder ein Dämpfer.“

Fünf Spiele stehen für die Augsburger Panther in der Hauptrunde noch an

In der Tabelle hängen die Panther auf dem zehnten Platz fest. Nach vorne und nach hinten ist der Abstand groß. Bei nur noch fünf ausstehenden Spielen in der Hauptrunde scheint es eher unwahrscheinlich, dass sich daran noch etwas ändert. Ganz hat Tuomie die Hoffnung aber nicht aufgegeben. „Wir können immer noch klettern, es sind noch genügend Punkte zu vergeben. Die Jungs spielen gut, sie arbeiten und kämpfen – nur die Ergebnisse fehlen im Moment.“ Wie in jedem Profisport wird ein Trainer in letzter Konsequenz aber genau daran gemessen. Ein Teil der Pantherfans hat sein Urteil schon gefällt und plädiert in den sozialen Netzwerken für eine Neubesetzung auf der Position an der Bande. Im Stadion sind immer wieder Pfiffe zu hören, wenn Tuomie vor dem Spiel vorgestellt wird.

Panther-Trainer Tuomie über Kritik: "Zuschauer hat das Recht zu pfeifen"

Über die Zukunft von AEV-Coach Tuomie wird nach der Saison gesprochen

Der Vertrag des Trainers läuft nach dieser Saison aus. Mit seiner Zukunft habe er sich aber noch nicht beschäftigt: „Ich konzentriere mich komplett auf meine Aufgabe. Der Rest wird sich dann von alleine erledigen.“ Ein Gespräch mit dem Panther-Hauptgesellschafter Lothar Sigl soll es erst nach Ende der Spielzeit geben. „Momentan muss gespielt werden, es muss analysiert werden, es muss trainiert werden – und dann wieder von vorne. Das ist unser Rhythmus und darauf muss ich mich konzentrieren.“

Sigl hatte vor kurzem im Gespräch mit unserer Redaktion bereits gesagt, dass er sich auf die letzten Wochen konzentrieren wolle. Ansonsten werde er keine Personal-Spekulationen kommentieren. Klar ist die Meinung des Panther-Bosses aber in einem Punkt: wenn sein Trainer ausgepfiffen wird. Sigl: „Ich weiß genau, wie er arbeitet und mit welchem Engagement das komplette Trainerteam die Arbeit anpackt. Deshalb ist es für mich unbegreiflich, dass solche Reaktionen kommen. Der Zuschauer hat jedoch seine eigene Meinung und seine Eintrittskarte bezahlt. Deshalb hat er auch das Recht zu pfeifen.“

Panther-Trainer Tray Tuomie geht mit der Kritik professionell um

Tuomie selbst geht professionell mit der Kritik an seiner Person um. „Die Zuschauer zahlen Geld. Sie dürfen kritisieren und pfeifen, das ist ihre eigene Entscheidung. Ob ich das gut finde, ist etwas anderes. Ich bin auch ein Mensch und habe das mitbekommen. Aber es ist Teil des Trainerjobs, dass du kritisiert wirst. Ich muss mich auf meine Jungs konzentrieren.“

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren