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27.08.2017

Ultra-Läuferin Sybille Mai geht immer wieder über Grenzen

Sybille Mai
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Sybille Mai

Die Augsburgerin gehört zu den besten Ultra-Läufern Schwabens. Wie sie es schafft, mehr als 100 Kilometer durchzuhalten und warum sie der Mont Blanc fasziniert

Augsburg Beim Hamburg-Marathon 2009 hat es „Klick gemacht“. Nach ihrem ersten Lauf über die legendären 42,195 Kilometer dämmerte Sybille Mai, dass ihr schlanker, durchtrainierter Körper noch viel mehr aushalten kann. Natürlich war sie nach 42 Kilometern müde und entkräftet, doch schon im Ziel wusste die junge Frau, dass ihre Leistungsgrenze noch lange nicht erreicht war. „Wie weit geht das noch? Wie lange kann ich wirklich laufen“, fragte sich Sybille Mai damals.

Acht Jahre sind seit diesem „unvergesslichen Erlebnis“ vergangen und in dieser Zeit hat sich die 35-jährige Augsburgerin zu einer der erfolgreichsten Ultra-Läuferinnen Bayerns entwickelt. 60 Kilometer und länger sind die Strecken, mit denen sie es mittlerweile aufnimmt und auf denen sie sich pudelwohl fühlt. Auch schreckt sie nicht vor tausenden von quälenden Höhenmetern zurück. Stattdessen ist ihre Liebe zu den Bergläufen im Zuge der Karriere immer größer geworden. Unter anderem zum Zugspitz-Ultra-Trail, einem Berglauf über 100 Kilometer und 5400 Höhenmeter. Den lief Sybille Mai erstmals im Jahre 2014 und brauchte dafür 21 Stunden. Mittlerweile dürfte sie die Zeit dort deutlich unterbieten. „Bei einem solchen Lauf kommt es nicht auf die Zeit an, sondern darauf, gesund ins Ziel zu kommen – trotz Schlafmangel, Dunkelheit und Wetterwechsel. Es kann so viel während eines Laufs passieren, man erlebt so viele Facetten“, berichtet Sybille Mai von der Faszination dieser Extrem-Sportart.

1982 wurde Sybille Mai in Ruanda geboren. Ihre Eltern arbeiteten damals als Entwicklungshelfer in dem afrikanischen Land. Ihre Kindheit erlebte sie in Liberia. Als sie acht Jahre alt war, kehrte die Familie zurück nach Deutschland. Nach Hannover. Erst vor sieben Jahren verlegten Sybille Mai und ihr Lebensgefährte aus beruflichen Gründen ihren Lebensmittelpunkt nach Augsburg. Durch die Nähe zum Allgäu erwuchs auch die Leidenschaft für die Berge.

Am Wochenende zieht das Läufer-Paar oft schon in den frühen Morgenstunden los. „Da stehen wir um drei Uhr auf, damit wir um fünf Uhr loslaufen können. Danach wird gefrühstückt. Das ist einfach toll“, so Mai. Mindestens fünfmal die Woche stehen unterschiedlich intensive Trainingseinheiten auf dem Programm. Für ihren Bürojob pendelt die passionierte Läuferin täglich mit dem Zug nach München. Und manchmal steigt sie bei der Rückfahrt schon in Althegnenberg aus, um den Rest der Strecke zu laufen – als erste abendliche Trainingseinheit gewissermaßen. Auf 3500 bis 4000 Kilometer schätzt Mai ihr jährliches Trainingspensum. Mittlerweile sieht sie Marathonläufe nicht mehr als große Herausforderung an, sondern als perfekte Trainingseinheit für die Ultra-Wettbewerbe. „Ich bin in Schwaben momentan die Frau mit den meisten Marathonläufen“, so Mai, die auf die stolze 66 Teilnahmen blicken kann. Darunter 25 Ultraläufe mit Strecken zwischen 60 und 120 Kilometern.

„Meine Trainingskilometer und meine Erfahrung sind von unschätzbarem Wert für meine große Leistungssteigerung in den vergangenen zwei, drei Jahren“, versucht Sybille Mai zu erklären, warum sie die stundenlangen Strapazen so gut wegstecken kann und dabei auch fast immer Spaß hat. Die Vegetarierin weiß mittlerweile genau, wie sie sich während der Läufe ernähren muss. Sie weiß, wie sie ihren Organismus für die Nachtläufe vorbereitet und welche Ausrüstung in ihrem Rucksack unentbehrlich ist. „Ich bin diszipliniert und trainiere viel“, gesteht Sybille Mai und sagt mit einem Schmunzeln, „aber 80 Prozent spielt sich im Kopf ab. Man muss wissen, warum man sich so quält, um durchzuhalten.“Mittlerweile ist die Athletin der TG Viktoria Augsburg so erfolgreich, dass sie genügend Qualifikationspunkte für eines der schwersten Rennen der Welt gesammelt hat: den UTMB Mont Blanc. Ein Lauf durch das Drei-Länder-Gebirgsmassiv mit monströsen Vorgaben – 170 Kilometer und 10000 Höhenmeter. „Es ist der Lauf mit dem größten Mythos. Wenn man die Qualifikationspunkte gesammelt hat, muss man dann noch ausgelost werden“, sagt Sybille Mai und ergänzt mit glänzenden Augen: „Nur 2400 Läufer dürfen starten. Es sind die besten Athleten der Welt.“ Mindestens dreimal so viele aber bewerben sich für diesen Megalauf.

Bei der nächsten Austragung – vom 27. August bis 2. September 2018 – würde Mai liebend gern starten. Die nötigen Qualifikationspunkte hat sie bereits gesammelt, nun hofft sie auf Losglück, damit sie im Frühjahr mit einer optimalen Vorbereitung starten kann. „Man hat für den Mont Blanc-Lauf 46 Stunden Zeit. Doch so lange möchte ich nicht brauchen.“ Um ihre Leistung zu steigern, arbeitet die Langstreckenläuferin seit Anfang des Jahres mit Trainerin Stefanie Kirschey von der TG Viktoria Augsburg zusammen und besucht die Trainingsgruppe von Viktoria-Coach Frank Lauxtermann. „Seitdem habe ich einen Mega-Sprung gemacht und mich wirklich verbessert. Dafür bin ich sehr dankbar.“

So gewann Mai in diesem Jahr bereits die Frauenwertung beim Ottobrunner 6-Stunden-Lauf und beim Dirndltal Extrem Ultratrail über 111 Kilometer. Dazu kamen Platz fünf bei der Brocken-Challenge im Harz über 80 Kilometer und gute Platzierungen bei fünf weiteren Ultraläufen. „Woche für Woche bekomme ich einen individuellen Plan und wir machen effektives Kraftausdauer-Training mit Tempoläufen“, schätzt Mai die Zusammenarbeit mit Sabine Kirschey. Die soll sie weiter darin unterstützen, ihren nächsten großen Läufertraum zu verwirklichen: beim Extrem-Lauf rund um den Mont Blanc auch wirklich die Ziellinie zu überqueren.

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