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Augsburger Panther
15.10.2021

Augsburger Panther gewinnen wildes Spiel mit vielen Toren

Am Ende jubelten die Augsburger Panther (von links Matt Puempel und Brad McClure). In der Verlängerung fiel die Entscheidung gegen München.
Foto: Siegfried Kerpf

Im schwäbisch-oberbayerischen Derby schenken sich Augsburg und München am Freitagabend nichts. Erst in der Verlängerung fällt die Entscheidung – für den AEV.

Man musste sich erst wieder an den Anblick gewöhnen. Und an das Gefühl, wie es ist, sich zusammen mit 5673 anderen Menschen im Curt-Frenzel-Stadion zu drängeln. Ohne Masken, ohne Abstand. An den Getränkeständen gab es Bier. Alles so 2019. Der Grund: Pünktlich zum Besuch des gehassliebten Rivalen aus München, der sich artig mit 4:5 (1:1, 3:2, 0:1, 0:1) nach Verlängerung geschlagen gab, hatten die Panther den Zugang auf 3G plus umgestellt. Und das ist der Unterschied zu 2019, denn Einlass wurde nur Geimpften, Genesenen oder Menschen mit einem negativen PCR-Test gewährt.

In Curt-Frenzel-Stadion herrschte zum ersten Mal wieder so etwas wie Normalität

Nach einer Saison vor leeren Rängen, gefolgt von einigen Spielen mit Maskenpflicht auf den Rängen herrschte in der Halle nun fast so etwas wie Normalität. Traditionell sind Derbys gegen Klubs aus München, derer es in den vergangenen Jahren ja so einige gab, besonders stimmungsvoll. So auch an diesem Freitag. Lange vor dem ersten Bully intonierte die Fankurve schon „Münchens wahre Liebe – AEV“, das seit dem legendären und nur knapp verlorenen Play-off-Halbfinale 2019 gegen den EHC einen festen Platz im Repertoire der Panther-Anhänger hat.

Aus der damaligen Mannschaft spielen noch immer einige Leistungsträger in Augsburg, unter anderem David Stieler. Der allerdings war diesmal angeschlagen und fehlte, ebenso wie Colin Campbell und die beiden langzeitverletzten Olivier Roy und Wade Bergman. Henry Haase dagegen war gerade noch rechtzeitig fit geworden. Auf der anderen Seite waren auch die Münchner mit einer kurzen Bank angereist und hatten nur drei, wenn auch prominent besetzte, Sturmreihen zur Verfügung.

Augsburger Panther und EHC Red Bull München liefern sich Torfestival

Die Gäste schienen in den ersten Minuten beeindruckt von der Gänsehautathmosphäre im Curt-Frenzel-Stadion. Zudem kamen die Panther wie die Feuerwehr aus der Kabine und nutzten gleich die erste Überzahl zum 1:0 (10.). Matt Puempel war der Torschütze. Die Führung allerdings hielt nicht lange, denn Philip Gogulla glich fast postwendend zum 1:1 aus (12.). Und jetzt zeigte die Mannschaft des Tabellenführers ihre Klasse. Ein ums andere Mal brannte es lichterloh vor Markus Keller, der im Panther-Tor stand. In der ersten Pause schien Trainer Mark Pederson dann aber die richtigen Worte gefunden zu haben, denn seine Mannschaft startete erneut furios und ging durch die Treffer von Thomas J. Trevelyan (23.) und Scott Valentine (25.) mit 3:1 in Führung. Doch auch diesmal kam die Antwort schnell. Jonathan Blum verkürzte auf 2:3 (27.). Entscheidender allerdings war, was kurz darauf passierte.

Einen harten Check von Augsburgs Scott Valentine gegen Bastian Eckl werteten die Schiedsrichter nach Videobeweis, was seit dieser Saison möglich ist, als Check gegen den Kopf und schickten den Verteidiger vorzeitig zum Duschen. In der anschließenden fünfminütigen Überzahl für die Gäste glich Trevor Parkes zum 3:3 aus (30.). Jetzt war es ein Kampf auf Biegen und Brechen, der bisweilen sehr giftig geführt wurde. Die Panther wehrten sich mit großem Einsatz, kassierten aber zu viele Strafen. Mit zwei Mann weniger standen sie auf dem Eis, als Zach Redmond zum 4:3 traf und die Münchner erstmals in Führung brachte (33.). Magnus Eisenmenger wiederum hätte keinen besseren Zeitpunkt für sein erstes DEL-Tor wählen können. Der 21-Jährige glich zum 4:4 aus (45.).

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Jetzt war sie wieder da, die Play-off-Stimmung aus 2019. Es passte zur Dramaturgie des Abends, dass das Spiel in die Verlängerung ging. Dort sorgte dann Vinny Saponari mit einem Tor aus der Trickkiste für den umjubelten Augsburger Sieg.

Augsburg Keller - Lamb, Valentine; Graham, Haase; Rogl, Länger - McClure, LeBlanc, Puempel; Payerl, Clarke, Saponari; Sternheimer, Nehring, Trevelyan; Magnus Eisenmenger, Maximilian Eisenmenger, Kharboutli.

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