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Eishockey

19.11.2020

Das müssen Fans der Augsburger Panther zum DEL-Start wissen

Auch in Augsburg beginnt bald wieder die Eiszeit mit Spielmacher Drew Leblanc (links) und Verteidiger Brady Lamb.
Bild: Siegfried Kerpf

Plus Die DEL startet am 17. Dezember in die Saison - mit einem neuen Modus. Die Augsburger Panther spielen in der Süd-Gruppe. Die Liga kontert die Kritik an ihrem Zögern.

Am 17. Dezember beginnt wieder die Eiszeit: Die Deutsche Eishockey-Liga gab am Donnerstag bekannt, dass sie nach zweifacher Verschiebung nun doch den Sprung in den Spielbetrieb wagt. "Das ist ein positiver Tag für unseren Sport. Ich freue mich vor allem für die Spieler und die Fans, dass wir wieder zurück sind in der deutschen Sportlandschaft", sagte Augsburgs Hauptgesellschafter Lothar Sigl. Alle 14 Klubs gehen an den Start. Die Panther hatten bereits vor zwei Tagen ihre Teilnahme angekündigt. Ein 4:1 gegen die Kölner Haie am 8. März war der letzte DEL-Auftritt der Augsburger gewesen. Wenige Stunden vor der ersten Play-off-Runde mit dem Derby gegen den Erzrivalen Ingolstadt ging die komplette Liga in den Lockdown. Nun beschlossen die DEL-Gesellschafter den Start mit einigen Neuerungen.

Wie sieht die Punktrunde aus?

Statt einer Doppelrunde aller Teams mit 52 Partien teilt sich die Liga in zwei Gruppen mit sieben Vereinen. Im Süden spielen die Augsburg, Ingolstadt, Nürnberg, München, Straubing, Mannheim und Schwenningen. Im Norden treten Berlin, Köln, Düsseldorf, Bremerhaven, Krefeld, Iserlohn und Wolfsburg an. In den jeweiligen Gruppen wird gegen jeden Gegner eine Doppelrunde mit je zwei Heim- und zwei Auswärtsspielen ausgetragen. Daraus ergeben sich 24 Partien für jeden Klub. Gegen die Teams der anderen Regionalgruppe ist jeweils ein Heim- und ein Auswärtsspiel angesetzt. Das sind weitere 14 Partien, daraus ergeben sich insgesamt 38 Spiele pro Klub. Die Liga wollte "die Reisen und Hotelaufenthalte in Corona-Zeiten in Grenzen halten", sagt Panther-Klubchef Sigl. Der Spielplan soll bis Ende November stehen. Pausiert wird absehbar nur an Heiligabend, am ersten Weihnachtstag und Neujahr.

Gibt es in der neuen DEL-Saison Play-offs?

Ja, aber verkürzt. Die ersten Vier jeder Gruppe qualifizieren sich für die Play-offs, die mit den Viertelfinalserien beginnen. Die Viertelfinals werden noch gruppenintern gespielt, ab dem Halbfinale wird über Kreuz gespielt. Normalerweise finden die Play-off-Runden im Modus Best of Seven statt. Diesmal sind sie vorerst im Modus Best of Three geplant. Zwei Siege reichen zum Weiterkommen oder zum Titel.

Gernot Tripcke, Geschäftsführer der Deutschen Eishockey Liga verkündet am Donnerstag die Rückkehr in den Spielbetrieb.
Bild: Marcel Kusch, dpa


Wie hoch ist der Gehaltsverzicht der Eishockey-Profis?

Auf Details wollte Ligenchef Gernot Tripcke nicht eingehen, denn die handelt jeder Klub individuell mit seinem Personal aus. In Köln, einem der letzten Klubs, der seine Teilnahme signalisierte, sollen die Profis auf bis zu 60 Prozent ihres Gehalts verzichten. In Augsburg sollen sich die Einbußen bei rund 50 Prozent bewegen. Zahlen gibt die Eishockey-GmbH nicht bekannt. DEL-Chef Tripcke lobte das "große Entgegenkommen" der Spieler.

Wie stark mussten die Klubs ihr Budget abspecken - wie wie stark der AEV?

"Es war ein unglaublicher Kraftakt. Die Gesellschafter haben eine zusätzliche Belastung geschultert", sagte Mannheims Geschäftsführer Daniel Hopp. Die Augsburger Panther reduzierten ihren Jahresetat von sieben auf 2,5 Millionen Euro.

Was sagt die DEL zur Kritik am zögerlichen Vorgehen?

Das lange Warten hat ein Ende: Augsburgs Verteidiger Steffen Tölzer und seine Teamkollegen kennen nun den Starttermin.
Bild: Ulrich Wagner

Mannheims Trainer Pavel Gross hatte vor wenigen Tagen geschimpft: "Das Einzige, was wir gehört haben, ist, dass man nach 60 Millionen verlangt hat bei der Regierung, was ich denke, schon gewagt ist." Sein Klubchef Daniel Hopp war davon wenig begeistert: "Wir investieren unser Geld und mehr als das." Kein Gesellschafter macht mit Eishockey ein Geschäft. Mit Blick auf den Handball und Basketball, wo etliche Partien abgesagt werden mussten, sagt Augsburgs Chef Sigl: "Wenn ich sehe, in welcher Bredouille die anderen Hallensportarten stecken, dann war es richtig, dass wir uns Zeit gelassen und zuerst unsere Etats ohne Zuschauer durchgerechnet haben." Der Plan für die Rückkehr steht. "Die Unsicherheit ist weg. Ab jetzt geht für alle 14 Klubs die Arbeit los, damit wir eine erfolgreiche Saison in schwierigen Zeiten spielen können", sagt Lothar Sigl.

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