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Augsburger Panther

21.12.2020

Max Eisenmenger kam, sah und traf - zum Sieg reichte es gegen München aber nicht

Panther-Neuzuang Maximilian Eisenmenger (hinten) hat gegen München sein erstes DEL-Tor erzielt.
Bild: Johannes Traub

Plus Knappe Niederlage für den AEV: Gegen den EHC München hieß es 2:3. Einen Gewinner gab es bei den Augsburger Panthern aber doch: Neuzugang Max Eisenmenger.

Es war eine knappe Niederlage, mit der die Panther in die neue Saison gestartet sind. Auf dem Eis des Titelanwärters aus München unterlag Augsburg am Sonntag mit 2:3 (1:2, 1:1, 0:0). Der erste der beiden Gäste-Treffer war dabei gleich eine doppelte Premiere. Zum einen, weil er für die Panther das erste Erfolgserlebnis einer Saison war, wie es sie noch nie gegeben hat. Die Corona-Pandemie hatte den Spielbetrieb in der Deutschen Eishockeyliga ( DEL) mehr als neun Monate lahmgelegt. Erst spät stand fest, dass nun doch gespielt wird. Ohne Zuschauereinnahmen ist das für die meisten Klubs ein gewagtes Unternehmen.

Augsburger Panther gegen Red Bull München: Marco Sternheimer lieferte die perfekte Vorlage

Nun läuft die Saison vor leeren Rängen und sie bescherte Maximilian Eisenmenger gleich den ersten DEL-Treffer seiner jungen Karriere. Einen Pass, den Sturmkollege Marco Sternheimer in den freien Raum löffelte, bugsierte der 22-jährige Neuzugang mit langem Arm durch die Schoner des halbherzig herauseilenden Daniel Fießinger ins Tor der Münchner.

Es war der Ausgleich zum zwischenzeitlichen 1:1. „Wir hatten vor dem Spiel darüber gesprochen, dass die Münchner sehr aggressiv im Forechecking sind“, erzählte Eisenmenger am Tag danach. „Und dass der Angreifer auf der anderen Seite so starten soll, dass er tief angespielt werden kann. Dann kam die perfekte Situation und Sterni hat den Pass mit perfektem Timing gespielt.“

Das Endergebnis der Aktion liegt jetzt in der Wohnung Eisenmengers. Von Panther-Kapitän Brady Lamb bekam er nach dem Spiel den Puck überreicht, mit dem er sein erstes Tor in der DEL erzielte. „Das sind spezielle Momente in einer Karriere und ich finde es schön, dass ich jetzt was habe, das mich später mal daran erinnern wird.“

Danny Kristo (rechts) wechselte im Januar 2021 aus der KHL zum AEV.
30 Bilder
Der bisherige AEV-Kader für die Saison 2020/21
Bild: Siegfried Kerpf

Start der DEL-Saison: Die Augsburger Panther spielen vor leeren Rängen

Im Moment bleibt Eisenmenger aber nicht viel Zeit, sich zu freuen. Schon am heutigen Dienstag geht es weiter, dann kommen die Schwenninger Wild Wings nach Augsburg. Im Curt-Frenzel-Stadion fällt um 18.30 Uhr die Scheibe zum ersten Bully. Die Gäste haben einen 2:1-Sieg gegen den ERC Ingolstadt im Gepäck – und durften sich dafür bei ihrem Torwart Joacim Eriksson bedanken, der 42 von 43 Schüssen parierte.

In der Vorbereitung hatte es sieben positive Corona-Tests in den Schwenninger Reihen gegeben. Die Teilnahme am Magenta-Sport-Cup war damit vorzeitig beendet, die Mannschaft musste bis zum 10. Dezember für zehn Tage in häusliche Quarantäne. Die Zwangspause scheint zumindest Eriksson aber nicht geschadet zu haben.

AEV-Neuzugang schaute sich auf Youtube das volle Curt-Frenzel-Stadion an

Er wird es in Augsburg auch mit Eisenmengers Schüssen zu tun bekommen. Der wiederum wird als einer von wenigen ohne Entzugserscheinungen ins menschenleere Curt-Frenzel-Stadion einlaufen. Dort, wo in einer normalen Saison das erste Heimspiel vermutlich ausverkauft gewesen wäre. „Ich habe mal ein bisschen auf Youtube geschaut, wie es hier normalerweise abgeht“, sagt Eisenmenger. „Aber das ist natürlich nicht vergleichbar mit der Realität. Vielleicht ist es sogar besser, dass ich es noch nicht selbst erlebt habe. Denn sonst wäre es noch bitterer, dass keine Zuschauer da sind.“

Der 22-Jährige muss sich noch gedulden, bis er in den Genuss eines vollen Curt-Frenzel-Stadions kommt. Die Zeit kann er sich mit Toreschießen vertreiben.

 

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