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Eishockey

04.03.2018

Nach der Pleite gegen Mannheim gehen die Personalplanungen los

Aus und vorbei: Die Augsburger Panther haben die Play-offs verpasst und mussten sich am Sonntag nach der 3:4-Heimniederlage von ihren Fans für diese Saison verabschieden.
Bild: Siegfried Kerpf

Die Augsburger Panther sind enttäuscht. Sie haben das Erreichen der Play-offs, verpasst. Trotzdem soll es keinen radikalen Umbau der Mannschaft geben.

Für die Augsburger Panther ging es am letzten Spieltag der DEL-Hauptrunde um nichts mehr. Durch den Sieg der zehntplatzierten Schwenninger gegen Iserlohn vom Freitag war die letzte Chance auf die Play-offs schon dahin. Das Heimspiel am Sonntagnachmittag gegen Mannheim hatte nur noch statistischen Wert. Unterhaltsam war es für die 6055 Zuschauer aber allemal. 3:4 (0:2, 3:0, 0:1, 0:1) unterlagen die Panther nach Penaltyschießen und beenden die Spielzeit auf Platz zwölf. In der Vorsaison war es noch Rang sechs. Hauptgesellschafter Lothar Sigl verspürte deshalb „schon eine gewisse Enttäuschung. Die Saison war leider zu kurz. Ein Saisonende am 4. März mag hier niemand haben.“

Nach wie vor habe er das Gefühl, dass mit der aktuellen Mannschaft mehr möglich gewesen sei. Sigl: „Das haben wir in vielen Spielen bewiesen. Leider ist es nicht gelungen, das konstant abzurufen.“ Speziell in Spielen gegen Gegner, die vermeintlich auf Augenhöhe sind, habe die Mannschaft zu oft Federn lassen müssen. Trotzdem will der Panther-Boss nicht von einer gescheiterten Saison sprechen. „Das ist ein Blechschaden, aber kein Totalschaden.“

In den kommenden zwei Wochen gehe es darum, die zurückliegenden 52 Spiele intensiv zu analysieren. Daran beteiligt: Panther-Boss Sigl selbst und der komplette Trainerstab. „Intern werden wir alles hinterfragen und nach Erklärungen suchen.“ Das sei jedoch Standard am Ende einer Spielzeit. „Das haben wir auch nach der sehr erfolgreichen vergangenen Saison gemacht. Aber jetzt wird es möglicherweise mehr Resultate geben. Vielleicht war man von einem großen Erfolg wie letzte Saison ein bisschen geblendet“, sagte Sigl.

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Es wird keinen radikalen Umbau der Mannschaft geben

Einen radikalen Umbau der Mannschaft werde es trotz des verpassten Saisonziels nicht geben. „Wir werden nicht mit der Axt durch die Kabine gehen. Das wird alles ruhig und seriös abgehandelt. Und wir werden dort, wo wir glauben, dass es nötig ist, handeln. Es gibt viele Spieler, in die wir auch weiter Vertrauen haben“, kündigte Sigl an. Seine Angestellten dürften sich mit dem Verpassen der Play-offs auch selbst geschadet haben. Denn, so Sigl: „Wir haben ein sehr intensives Prämiensystem, wenn es in die Play-offs geht. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass ein paar Wochen Urlaub das aufwiegen.“

Sahir Gill
26 Bilder
So sieht das Team der Panther in der neuen Saison bislang aus
Bild: Rochester Americans

Die Gäste aus Mannheim dagegen dürften dem Thema Urlaub noch eher abwartend gegenüberstehen, für sie beginnt jetzt die beste Zeit des Eishockey-Jahres. Mit dem gestrigen Sieg in Augsburg beendet die Mannschaft mit dem zweitgrößten Etat der DEL die Hauptrunde auf Rang fünf. Sinan Akdag (4.) und Matthias Plachta (12.) hatten die Adler im ersten Drittel in Führung geschossen, doch Thomas J. Trevelyan (28.), Jordan Samuels-Thomas (38. in Unterzahl) und Mark Cundari drehten die Partie im zweiten Abschnitt, ehe Mannheims Andrew Desjardins zum 3:3 ausglich (51.). In der fünfminütigen Verlängerung fiel kein Treffer. Im Penaltyschießen mussten zwölf Schützen antreten, ehe die Entscheidung feststand. Mannheims Garrett Festerling sicherte den Adlern den Zusatzpunkt. „Das war unser 19. Spiel, das wir mit einem Tor Unterschied verloren haben. Das ist der Hauptgrund, dass wir nicht weiterspielen dürfen“, sagte Panther-Trainer Mike Stewart.

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