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Augsburger Panther

20.09.2019

Pleite nach Penaltys: Panther verschenken gegen Düsseldorf den Sieg

DEG gegen AEV - dieses Spiel war auch diesmal eine enge Kiste. Erst im Penaltyschießen holte sich Düsseldorf den Sieg.
Bild: Siegfried Kerpf

Gegen die DEG ist der AEV überlegen, aber nicht effektiv - und muss am Ende ins Penalty-Schießen. Dort macht eine Kleinigkeit den Unterschied.

Es war ein seltsames Gefühl für die Panther und ihren Trainer Tray Tuomie. "Eigentlich sind wir es gewohnt, vor ausverkauftem Haus zu spielen", merkte der Chefcoach am Freitagabend im Schleifgraben an. Ein Liga-Auftritt des Panther-Personals war ausnahmsweise nicht ausgebucht. Das ist man in Augsburg fast nicht mehr gewöhnt. Zuletzt waren am 24. Februar AEV-Tickets in der Deutschen Eishockey-Liga zu bekommen.

Mit 3:1 besiegte der AEV im Frühjahr Schwenningen. Zum Punktspiel-Finale gegen Mannheim und in allen sieben Play-off-Heimpartien gegen Düsseldorf sowie München waren alle 6139 Karten vergriffen. Insgesamt 17 Mal durfte sich Klub-Boss Lothar Sigl in der vergangenen Saison die Hände reiben - Rekord in der 141-jährigem Klubgeschichte. Und zum DEL-Auftakt vor einer Woche gegen München ging es so weiter. Wegen einer geringfügigen Aufstockung war die Pilgerstätte der AEV-Fans mit 6179 Zuschauern prall gefüllt.

Adam Payerl (rechts) traf doppelt - es sollte nicht zum Sieg reichen.
Bild: Siegfried Kerpf

Adam Payerl traf doppelt für den AEV

Doch ewig konnte es so nicht weitergehen. Zum Duell am Freitagabend mit der Düsseldorfer EG kamen "nur" 4786 Besucher. Die Neuauflage des jüngsten DEL-Viertelfinales hätte ebenfalls eine volle Hütte verdient gehabt und bot alles, was das Eishockey-Herz begehrt: Tore, Dramatik - aber kein glückliches Ende für den AEV. Nach einem packenden Abend setzten sich die Rheinländer mit 4:3 (2:1, 1:2, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen durch. Kurios: Alle sechs Treffer aus dem Spiel fielen in Überzahl. Augsburg wartet weiter auf den ersten Heimsieg, am Sonntag folgt das Auswärtsspiel in Schwenningen. 

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Die Gastgeber verschliefen den Start und zeigten sich in der ersten Viertelstunde zu unkonzentriert. Mit schlampigen Abspielen im eigenen Drittel brachte sich das Team von Tray Tuomie unnötig selbst in Bedrängnis. Zwar fielen die beiden ersten Düsseldorfer Treffer durch Jerome Flaake (14.) und Ken Andre Olimb (17.) jeweils in Überzahl, doch die Führung war verdient, weil die Rheinländer mehr fürs Spiel taten. Trotz ihrer Schludrigkeit zu Beginn zeigten die Augsburger zumindest Effizienz. Gleich das erste Überzahlspiel nutzte Adam Payerl in der 19. Minute zum 1:2 und schob den Puck durch die Schoner von Nationaltorwart Mathias Niederberger.

Matt Fraser vergibt in der Overtime einen Penalty

Augsburg war wieder dran und es kam noch besser: Wieder im Powerplay schossen Simon Sezemsky (30.) und Adam Payerl die erstmalige 3:2-Führung heraus. Maximilian Kammerer (36.) traf  zum 3:3. Wie kann es anders sein: in Überzahl. Trotz einer erdrückenden Überlegenheit der Panther gelang den Gastgebern in der regulären Spielzeit kein Treffer mehr. Ein Zähler war der Lohn für beide Teams. In der Verlängerung vergab Matt Fraser in der 64. Minute einen Penalty und so blieb es beim 3:3 nach 65 Minuten. Das Penaltyschießen entschied das Match. Lediglich der 13. von 14 Schützen traf. Reid Gardiner schoss das 4:3 für die DEG.

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