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FC Augsburg

04.11.2011

Der Albtraum von Sepp Maier

Roland Stegmayer

Roland Stegmayer erzielte 1977 vier Tore gegen den FC Bayern.

Es war der 16. April 1977, als der FC Bayern München in der Bundesliga-Partie beim damals abstiegsgefährdeten 1. FC Saarbrücken mit 1:6 unter die Räder kam. Der große Held dieses Spiels war Roland Stegmayer, der gegen Nationaltorhüter Sepp Maier viermal traf. Stegmayer, der 1950 in Syrgenstein-Altenberg (Landkreis Dillingen) geboren wurde, lernte das Fußball-Abc in der A-Jugend beim FC Augsburg, bei dem er auch von 1969 bis 1971 in der ersten Mannschaft spielte. Außerdem kickte Stegmayer für den 1.FC Nürnberg, Arminia Bielefeld, Hannover 96 und für Fortuna Köln. Wir sprachen mit dem Ex-Stürmer.

Wie erinnern Sie sich an diesen denkwürdigen Tag?

Stegmayer: Das sind natürlich besondere Erinnerungen. So einen Tag hat man nur einmal im Leben. Aber auch die anderen Kollegen waren top drauf. Die Bayern hatten damals mit den Nationalspielern Gerd Müller, Sepp Maier oder Franz Beckenbauer keine gute Saison. Für Franz war es auch das vorerst letzte Bundesligaspiel. Er wechselte anschließend zu Cosmos New York. Ich spielte damals gegen den Schweden Björn Andersson. Wir wurden als Absteiger Nummer eins gehandelt, aber haben uns dann durch eine tolle Rückrunde noch gerettet.

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Im Internet auf „Youtube“ kann man heute noch Ihre Tore sehen. Haben Sie schon einmal reingeschaut?

Stegmayer: Nein, das habe ich nicht, aber mein Sohn hat es mir erzählt.

Kann der FCA die Bayern knacken?

Stegmayer: Natürlich, aber das gelingt nur durch eine überragende Mannschaftsleistung. Hannover hat es ja kürzlich vorgemacht.

Sie waren schon in Augsburg ein großes Talent...

Stegmayer: In der Jugend habe ich unter Paul Renz und Toni Niggl gespielt. Früher gab es ja noch die Jugend-Pfingstturniere beim FCA. Entdeckt hat mich dann der damalige FCA-Trainer Herbert Erhardt, der auch als Spieler bei der WM 1954 dabei war. Dann spielte ich mit Spielern wie Walter Sohnle, Franz Bracher, Walter Schwab, Otto Maurus und Heiner Schuhmann noch in einer Mannschaft. Auch Kurt Haseneder war damals dabei.

Und dann Bundesliga...

Stegmayer: Für einen jungen Kerl gibt es doch nichts Schöneres. Ich komme ja vom Land und habe doch niemals gedacht, dass ich einmal in der 1. Bundesliga spiele.

Was machen Sie heute?

Stegmayer: Ich bin Rentner und trainiere Eintracht Landshausen in der Kreisklasse West II. Wir stecken aber im Abstiegskampf.

Sind Sie morgen im Stadion?

Stegmayer: Nein, ich schaue mir das Spiel im Fernsehen an, mein Sohn und mein Enkel sind in der Arena.

Sie drücken dem FCA die Daumen?

Stegmayer: Logisch. Ich würde mich freuen, wenn die Bayern eins draufbekommen. Wolfgang Langer

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