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FC Augsburg

02.10.2019

Der FCA feiert ein trauriges Jubiläum

Diskussionsbedarf gab es nach der 0:3-Niederlage gegen Bayer Leverkusen zwischen Stephan Lichtsteiner und Trainer Martin Schmidt (rechts).
Bild: Ulrich Wagner

Plus Anstatt den 50. Bundesliga-Heimsieg zu feiern, muss die Mannschaft nach dem 0:3 die 50. Heimniederlage verdauen. Das FCA-Team bleibt hinter den Ansprüchen zurück.

Eigentlich hätte FCA-Trainer Martin Schmidt mit seiner Mannschaft am Samstag gerne zwei Dinge gefeiert: den 50. Heimsieg und den ersten Sieg in der Bundesliga gegen Bayer Leverkusen. Doch nach dem deutlichen 0:3 ist die Ernüchterung groß. Bayer blieb auch sein 17. Bundesligaspiel gegen den FCA ungeschlagen und die Pleite gegen den Werksklub war gleichzeitig die 50. Niederlage in 139 Bundesliga-Spielen in der Arena an der B17. So nah liegen Freud und Leid in dieser Bundesliga-Saison zusammen.

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Mit Platz 13 liegt der FCA durchaus im Soll

Noch ist es nach sechs Spielen zu früh, um die Arbeit von Trainer Martin Schmidt endgültig beurteilen zu können. Mit Platz 13 liegt der FCA durchaus im Soll, denn auch in der neunten Saison in Folge gehören die Augsburger noch zu den Kleinen der Liga. Allerdings hat Klub-Chef Klaus Hofmann auf der Jahreshauptversammlung klar erklärt, was er für einen Punkteschnitt erwartet. „Unser Ziel und Anspruch ist es immer, so ein klein bisschen über Eins zu sein.“ Denn, so rechnete Hofmann vor, wenn der FCA im Durchschnitt über einen Punkt pro Spiel erzielt, „dann kommen am Ende 37 oder 38 Punkte raus und dann bleibt man normalerweise in der Fußball-Bundesliga.“ Zuletzt hatte der FCA den Schnitt über 1,5 Jahre nicht geschafft. Deshalb hatte man vor der Saison einen gewaltigen Umbruch eingeleitet.

Fakt ist jetzt: Mit 0,83 Punkten pro Spiel liegt Schmidt hinter der Vereinsvorgabe. Saisonübergreifend ist es genau ein Punkt pro Spiel. In Wolfsburg kam er auf 1,05 Punkte (22 Spiele) und in Mainz auf 1,30 Punkte (81 Spiele).

FCA-Reporter Johannes Graf (links) spricht mit Florian Eisele über die Niederlage des FCA gegen Leverkusen.
Video: AZ

Auch andere Statistik-Details zeigen auf, dass beim FCA noch vieles im Argen liegt. Natürlich müssen solche Werte sehr vorsichtig eingesetzt werden, doch ein paar Fakten sollten allen Beteiligten zum Nachdenken anregen. So ist der FCA mit nur 58 Torschüssen Vorletzter in der Bundesliga. Nur Hertha BSC (55) hat weniger Schüsse auf das Tor des Gegners abgegeben. Klar kann man jetzt sagen, schaut her, der FSV Mainz 05 liegt in dieser Kategorie auf Platz sieben mit 86 Schüssen und ist Sechszehnter. Doch zeigt diese Statistik, dass es dem FCA noch zu selten gelingt, in die gefährlichen Zonen vor dem Tor zu gelangen.

In Sachen Konzentration und Aggressivität hängt man hinterher

Auch dass der FCA Letzter in den Kategorien Pass- (72 Prozent) und Zweikampfquote (516 gewonnene Duelle) ist, untermauert den Eindruck, dass man in Sachen Konzentration und Aggressivität den eigenen Erwartungen hinterherhinkt. Zumal das schnelle Umschaltspiel, das Schmidt so propagiert, gerade auf diesen Säulen (nach Balleroberung mit wenigen Pässen nach vorne gelangen) ruht. Doch wie hinterfotzig solche Statistiken auch sein können, zeigt ein Blick auf den 2:1-Sieg gegen Frankfurt. Da hatte der FCA mit 42,8 Prozent die schlechteste Zweikampfquote aller sechs Spiele. Trotzdem – die FCA-Spieler, so scheint es, haben die Spielphilosophie des Trainers noch nicht wirklich verinnerlicht.

Wenn man den Spielplan ansieht, kann man Zweifel bekommen. Borussia Mönchengladbach (Auswärts/So., 13.30 Uhr), FC Bayern München (H), VfL Wolfsburg (A) und Schalke 04 (H) sind die nächsten Gegner.

Nach dem Gladbach-Spiel stehen wieder EM-Qualifikationsspiele an. Bisher ist bekannt, dass Michael Gregoritsch mit Österreich die EM-Qualifikationsspiele gegen Israel und Slowenien bestreiten wird. Nicht nominiert wurden die tschechischen Nationalspieler Marek Suchy (Verletzung) und Torhüter Tomas Koubek (Nichtberücksichtigung) für die Spiele gegen England (Qualifikation) und Nordirland (Freundschaftsspiel).

Während der Länderspielpause absolviert der FCA beim österreichischen Zweitligisten Austria Lustenau ein Testspiel (Freitag, 11. Oktober, 19 Uhr). Dieser Gegner wurde auch ausgewählt, weil die beiden Fan-Lager eine enge Freundschaft verbindet. Darum findet rund um das Spiel auch ein Rahmenprogramm statt. Eine besondere Partie könnte das Spiel auch für Innenverteidiger Jeffrey Gouweleeuw werden. Hier soll er, so ist der Plan, nach seiner rund dreimonatigen Verletzungspause (Adduktoren) sein Comeback feiern.

Schon gehört? FCA-Kapitän Daniel Baier war zu Gast in unserem Podcast.

 

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03.10.2019

Zu Stephan R
Der Torwart hat ja auch nur 7 Millionen gekostet, da kann man nicht soviel erwarten. Dann noch der low budget Oxford im Mittelfeld, wen wundert's, dass das Spiel so richtig flutscht?

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03.10.2019

Neben den angeführten diversen Negativ-Statistiken der Feldspieler muss zwingend als weiterer Grund für die dürftige Punkteausbeute die TW-Position genannt werden.

Positiv formuliert könnte man sagen, dass der neue Stammtorhüter Tomas Koubek dem FCA bisher noch kein Spiel gewonnen hat.

Negativ formuliert könnte man sagen, dass Koubek den FCA schon den einen oder anderen Punkt gekostet hat.

Man erinnere sich nur an die Szene vor dem 0:2 für Leverkusen, wo er weit aus seinem Strafraum heraus eilt, dann aber orientierungslos umher irrlichtert, sprich wieder zurücklaufen will, dann doch stehen bleibt und schließlich von Kevin Volland überloppt wird.

Ein ähnliches Missgeschick beim Herauslaufen ist ihm auch schon in Bremen gegen Osako unterlaufen.

Wenn der Torwart raus kommt, muss er den Ball haben! (Das kostet jetzt aber 3 € ins Phrasenschwein ;-)

Der Kicker bewertet die Leistung von Koubek im letzten Heimspiel gegen Bayer Leverkusen deshalb zurecht nur mit der Note 4, ganz im Gegensatz zur AZ, die ihn mit der Note 3 wieder mal zu gut bewertet.

Aufgrund seiner schwachen Leistungen wurde Koubek konsequenterweise auch nicht für die nächsten Länderspiele der tschechischen Nationalmannschaft nominiert. Ich denke das spricht Bände...

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