Newsticker

Rekord-Neuinfektionen in den USA: Trump tritt mit Mund-Nasen-Schutz auf
  1. Startseite
  2. Sport
  3. FC Augsburg
  4. Ein Gang ins Ungewisse für FCA-Gegner Wolfsburg

Bundesliga

15.05.2020

Ein Gang ins Ungewisse für FCA-Gegner Wolfsburg

Oliver Glasner und der VfL Wolfsburg gastieren am Samstag beim FC Augsburg. Speziell in der Vorbereitung ist derzeit vieles anders als gewohnt.
Bild: Swen Pförtner, dpa

Wie die anderen Bundesligisten weiß auch der VfL Wolfsburg nicht, was ihn am Samstag erwartet. In Augsburg wird Weghorst fehlen.

Die Spieler des VfL Wolfsburg müssen am Freitag sehr früh aufstehen. Zwischen sechs und sieben Uhr stehen die letzten Corona-Tests an, bis zehn müssen sie in Hamburg zur Auswertung vorliegen. Um elf Uhr ist das Abschlusstraining angesetzt, ehe nach einem Mittagessen der Flug nach Augsburg geplant ist. Mit einem größeren Flugzeug als normal, um die geforderten Sicherheitsabstände einhalten zu können. Mit zwei Bussen geht es anschließend ins Hotel in Augsburg.

Am Samstag werden wieder zwei Busse die Mannschaft zur WWK-Arena bringen. Etwas später als normal. „Wir sollen möglichst spät im Stadion ankommen“, sagte Wolfsburgs Trainer Oliver Glasner. Der eigentlich übliche Spaziergang am Samstag vor dem Spiel fällt aus. Die Teams dürfen ihr Hotel nicht verlassen.

Das Corona-Update vom 14. Mai 

Ein Gang ins Ungewisse für FCA-Gegner Wolfsburg

Seit gut einer Woche können die Teams wieder normal trainieren

Vieles ist anders momentan. Die Corona-Krise bringt vieles durcheinander. Erst seit gut einer Woche können die Bundesliga-Mannschaften wieder normal trainieren. In voller Teamstärke also. Zuvor war nur Training in kleinen Gruppen möglich. Entsprechend ungewiss ist es, in welcher Form sich die Teams beim Wiederbeginn am Samstag präsentieren werden. Die Wolfsburger treten um 15.30 Uhr beim FC Augsburg an. Eine Aufgabe, die es in sich hat. Hat der FCA doch vor der Zwangspause den Trainer gewechselt und unter Heiko Herrlich noch keine Partie bestritten. Da fällt es schwer, sich ein echtes Bild von der Spielweise zu machen.

Allerdings kennt Glasner Herrlichs Spielidee von dessen Stationen in Regensburg und Leverkusen. „Da habe ich viele gute Spiele von ihm gesehen. Man weiß aber nicht, ob er jetzt gleich spielen lässt“, sagt der VfL-Trainer. Vieles ist also ungewiss in diesen turbulenten Tagen. Auch die Aufstellungen. Beim VfL sind 15 Feldspieler aus dem Profikader dabei, es gibt einige Ausfälle. Ganz entscheidend ist dabei wohl, dass Angreifer Wout Weghorst wegen einer Gelbsperre fehlt. Dadurch könnte Daniel Ginczek ein Mann für die Startformation werden. Der beste Wolfsburger Torschütze zuletzt in den Testspielen Elf gegen Elf war Renato Steffen. Auch auf ihn gilt es also genau zu achten. Und sonst? Weiß keiner so recht, in welcher Verfassung der VfL auftreten wird.

Immerhin kennen die Wolfsburger schon das Gefühl, in einem leeren Stadion spielen zu müssen. Kurz vor der Pause in der Liga stand noch das Europa-League-Spiel in Donezk auf dem Programm. Von einem Vorteil für die jetzt anstehenden Partien ohne Fans möchte Glasner trotzdem nicht reden. „Das ist schon lange her und war auch keine schöne Erfahrung, zumal wir auch verloren haben“, sagt Wolfsburgs Trainer.

Wiedersehen mit Felix Uduokhai

In den folgenden Wochen fand keine Partie mehr statt. „Wir haben diese Wochen so gestaltet, um uns darauf vorzubereiten, wieder Wettkämpfe veranstalten zu können“, sagt Glasner. Es könnte aber durchaus zwei, drei Spiele dauern, bis die Teams wieder ihren Rhythmus gefunden haben. So schwer die Situation auch sein mag, Glasner kann ich auch durchaus positives abgewinnen. „Schwierige Situationen und ungewohnte Situationen haben immer etwas Spannendes. Sie lassen dich auch wachsen in deiner Persönlichkeit“, sagt der VfL-Trainer.

Der VfL ist in der Woche vor dem Spiel in einem Fünf-Sterne-Hotel zur Quarantäne untergebracht. „Da kann es einen sicherlich schlechter treffen“, sagt der Österreicher. Und: „Die Spieler müssen nicht permanent berieselt werden, sie können sich auch alleine gut beschäftigen.“ Das Drumherum aber hat sich gewaltig geändert. „Wir brauchen immer größere Räume. Ich hoffe, dass in der letzten Reihe keiner einschläft, weil es zu langweilig ist, was ich erzähle“, lacht Glasner.

Ein Wiedersehen wird es mit Felix Uduokhai geben. Der Augsburger Innenverteidiger ist aus Wolfsburg ausgeliehen, hatte zuletzt beim FCA aber keinen Stammplatz. „Seine Entwicklung ist schwer zu beurteilen. Wenn ich aber nichts anderes höre, rechne ich in der neuen Saison mit ihm“, sagt Glasner.

Über alle Entwicklungen rund um das Coronavirus informieren wir Sie in unserem Live-Blog.

Lesen Sie auch diese Artikel zum FC Augsburg:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

 

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren