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FC Augsburg

19.01.2020

Einzelkritik: Die FCA-Verteidigung enttäuscht gegen Dortmund

Gegen Dortmunds Neuzugang Erling Haaland wirkte der FC Augsburg überfordert. Hier lesen Sie die Einzelkritik.
Bild: Ulrich Wagner

Plus Zumindest in den ersten 60 Minuten glänzte die Offensive des FC Augsburg gegen Borussia Dortmund - doch die Defensive leistete sich zu viele Fehler. Die Einzelkritik.

60 Minuten lang spielte der FCA mit einem der Top-Teams der Liga auf Augenhöhe, war in der Offensive unheimlich effektiv, führte 3:1 - doch dann kam Erling Haaland und das Unglück nahm seinen Lauf. Am Ende gewann Borussia Dortmund gegen den FC Augsburg mit 5:3. Hier die Einzelkritik.

FC Augsburg in der Einzelkritik: Defensive findet kein Mittel gegen Haaland

Tomas Koubek: In der ersten Hälfte konnte er das Niveau seiner Mitspieler noch halten, nach dem Wechsel stand er der Torflut aber machtlos gegenüber. Spielte zusammen mit Julian Brandt und Ruben Vargas die meisten Fehlpässe (12). Beim ersten Tor von Brandt hätte er die Hände vielleicht noch hinbringen können, danach ließen ihn seine Mitspieler immer wieder im Stich. Note: 4,0

Stephan Lichtsteiner: Der Schweizer war einmal ein Weltklasseverteidiger, doch das ist lange her. In der ersten Halbzeit noch auf der Höhe, war das BVB-Spiel für ihn in der zweiten Hälfte viel zu schnell. Vor dem 2:3 ließ er Sancho ohne Störung den Pass auf Haaland spielen, beim 3:3 war er gegen Sancho viel zu langsam und beim 3:4 schien er das Abseits zusammen mit Baier an der Mittellinie aufzuheben. Note: 4,5

Jeffrey Gouweleeuw: In der ersten Hälfte der unbestrittene Chef der Viererabwehrkette. Hatte alles im Griff, doch nach dem Wechsel gelang es ihm nicht mehr, die FCA-Defensive zu dirigieren. Er versuchte es zwar, aber ohne Erfolg. Note: 4,0

Tin Jedvaj: Der Kroate ist nach Augsburg gekommen, um mit Kroatien bei der EM zu spielen. Doch dafür muss er mehr bringen. Beim 2:3 ließen er und Baier den Norweger Haaland einfach laufen, beim 3:4 leitete er den Konter mit einem unnötigen Ballverlust in der gegnerischen Hälfte ein, beim 3:5 schüttelte ihn Haaland wie eine lästige Fliege einfach ab. Note: 5,0

Philipp Max: Machte seinen Ruf als exzellenter Offensivverteidiger alle Ehre. Bereitete das 3:1 durch Niederlechner überlegt vor, war bei vielen Umschaltaktionen involviert, aber am Ende zählt der Eindruck in der Defensive und der war in der zweiten Halbzeit auch nicht gut. Note: 3,0

Daniel Baier: Spielte in der ersten Hälfte stark, Doch nach dem Wechsel ließ er sich beim 1:2 von Brandt wie ein Praktikant ausspielen und beim 3:3 verfuhr er mit Jedvaj bei der Beschattung von Haaland nach dem Motto: Nimm ihn du, ich hab ihn sicher. Vielleicht lag sein Leistungsabfall auch daran, dass Mitte der zweiten Hälfte sein Oberschenkel langsam zumachte. Ging in der 85. Minute angeschlagen vom Platz. Note: 4,0

Einzelkritik zum FC Augsburg: Die Offensive überzeugt deutlich mehr

Rani Khedira: 60 Minuten eine Spitzenleistung, Khedira war überall, presste vorne gegen den Ball, behielt im Raum vor der Abwehr die Übersicht. Er war der Stratege vor der Abwehr. 12,8 Kilometer Laufleistung war Bestwert aller Spieler. Doch als dann Haaland kam, war auch er mit seinem Latein am Ende. Note: 2,5

Marco Richter: Ein Straßenfußballer, im positiven wie im negativen Sinn. Vor dem Wechsel offensiv und defensiv diszipliniert und mannschaftsdienlich. Das 2:0 von ihm war ein echter Richter, beim 3:1 öffnete er das Spiel nach links. Doch dann wollte er zu viel und verlor auch seine taktische Disziplin. Da muss er noch einiges lernen. Note: 2,5

Fredrik Jensen: Der Finne gab alles, zog 91 intensive Läufe an, aber es kam viel zu wenig rüber, auch weil er manchmal von seinen Mitspielern übersehen wurde. Note: 4,5

Ruben Vargas: Der Schweizer ist ein fußballerischer Rohdiamant. 60 Minuten war Vargas von den Dortmundern nicht in den Griff zu bekommen, bereitete das 1:0 vor und war auch am 3:1 beteiligt. Doch in der entscheidenden Phase tauchte auch er ab. Note 3,0

Florian Niederlechner: Hat seinen Torriecher in der Winterpause nicht verloren. Zwei Tore – und trotzdem konnte sich der Stürmer nach den aufregenden 90 Minuten nicht freuen. Versicherte, dass ihn Mats Hummel in der 65. Minute elfmeterreif gefoult hatte. Schiedsrichter Manuel Gräfe sah es anders und auch die Videoschiedsrichter erkannten keine krasse Fehlentscheidung. Note: 2,0

Diese FCA-Spieler wurden gegen Borussia Dortmund eingewechselt

Eduard Löwen: Der Winter-Neuzugang kam in der 75. Minute für Fredrik Jensen. Da hatte Dortmund das Spiel schon gedreht. Unglücklich sein Fehlpass, der der Auslöser des 3:5 war.

Noah Sarenren Bazee: Ersetzte in der 85. Minute Daniel Baier. Aber fünf Minuten plus Nachspielzeit sind zu wenig, um Eindruck machen zu können.

Hinweis: Es werden nur Spieler benotet, die länger als 30 Minuten eingesetzt waren.

Lesen Sie auch: FCA-Trainer Schmidt: "Wir waren auf einem guten Weg, etwas zu holen."

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19.01.2020

Was ist mit der Note 6 für den Trainer ? Es kann doch nicht sein das ich bei 2:0 und 3:1 einfach so hurra weiter nach vorne stürme und dann Konntertore bekomme.
Und das nicht zum ersten Mal in der Saison.
Ps. Sieht der Trainer nicht das Jedvaj und Lichtensteiner total überfordert sind. Ich gebe zu auf der rechten Seite haben wir wohl zur Zeit keinen Besseren, aber Uduokhai ist allemal besser als Jedvaj.

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20.01.2020

Ja...die Frage ist sehr berechtigt. Aber auf der Bank sitzt auch der Sportvorstand und das ganze Trainer-Team. Deshalb frage ich mich, wo haben die bloß alle hingeguckt. Nicht nur von der Spieltaktik her war der Einfluß der Bank fragwürdig. Es war doch auch offensichtlich, dass nach ca. 60 Minuten einige Spieler (wie beispielsweise der ausgepumpte Ruben Vargas, der auch überdurchschnittlich fleißig und erfolgreich geackert hatte) die Abwehr nicht mehr unterstützen konnten. Daß Andre Hahn erst 2 Minuten vor dem Ende eingewechselt werden sollte, zeigt, wie falsch die Bank die Situation eingeschätzt hat.

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