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FC Augsburg
27.02.2014

Hong will Weinzierls Vertrauen rechtfertigen

Darf am kommenden Samstag gegen Hannover 96 in der Startelf ran. Der Koreaner Jeong-Ho Hong fiebert seinem dritten Einsatz beim FCA von Beginn an entgegen.
Foto: Fred Schöllhorn

In Korea zählt FCA-Profi Jeong-Ho Hong zu den großen Stars, in der Bundesliga hat er den Durchbruch noch nicht geschafft. Warum Markus Weinzierl mit ihm trotzdem zufrieden ist.

In Südkorea genießt er den Status eines Superstars und zählt in der Nationalmannschaft des Landes als Innenverteidiger zu den herausragenden Akteuren. Beim FC Augsburg kommt Jeong-Ho Hong bisher über die Rolle des Ergänzungsspielers und Teilzeitarbeiters noch nicht hinaus. Ende August des vergangenen Jahres, kurz vor dem Ende der Transferfrist, entschied sich der Defensivakteur für das Angebot aus Augsburg.

Als das Angebot aus Augsburg kam, musste Hong offenbar nicht lange überlegen, denn einige Monate zuvor war er schon mal in der Stadt. Er besuchte den damaligen FCA-Profi und Landsmann Ja-Cheol Koo, der mittlerweile für Mainz 05 seine Schuhe schnürt. Der 24-jährige Hong wechselte von Jeju United nach Europa.

Erstes Spiel über 90 Minuten gegen Wolfsburg

Sieben Einsätze beim FCA stehen bei ihm bisher zu Buche, davon zwei Spiele über 90 Minuten. Als Ragnar Klavan in der Vorrunde gegen den VfL Wolfsburg wegen einer Gelb-Roten Karte pausieren musste, schlug erstmals Hongs Stunde. „Eine sehr gute Leistung habe er damals abgeliefert“, erinnert sich Trainer Markus Weinzierl, der eine Woche später bei Bayer Leverkusen den Koreaner wieder in der Anfangself nominierte. Klavan laborierte damals an einer Muskelverletzung.

Vor Wochenfrist durfte Hong beim wichtigen 4:2-Sieg der Augsburger in Freiburg in der letzten halben Stunde ran, denn Jan-Ingwer Callsen-Bracker war Gelb-Rot gefährdet. Da Callsen-Bracker nun am Samstag gegen Hannover 96 wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist, steht Hong wieder mal in der Startelf. Dies bestätigte gestern Nachmittag Markus Weinzierl. „Hong wird spielen“, legte sich der Augsburger Fußball-Lehrer schon frühzeitig auf den Koreaner an der Seite von Klavan in der Innenverteidigung fest. „Ich habe vollstes Vertrauen in ihn“, erklärte Weinzierl, der bei Hong seine Schnelligkeit und das ausgezeichnete Kopfballspiel als die großen Stärken sieht.

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Auch mit der Verständigung klappt es mittlerweile ganz ordentlich, sagt Markus Weinzierl. „Hong spricht schon ganz gut Deutsch“, zudem werde er von seinem Landsmann Dong-Won Ji unterstützt. Zumindest intern. Denn Interviews in Deutsch traut sich Hong in diesen Tagen noch nicht zu geben.

Hong gibt sich selbstkritisch

In seiner Muttersprache und mit einem Dolmetscher stand Hong im vergangenen November nach dem 2:1-Sieg der Südkoreaner in einem Länderspiel in der Schweiz auch den europäischen Medien zur Verfügung. Er erzielte sogar einen Treffer und sagte: „In Deutschland und Augsburg zu spielen, hilft mir sehr. Jetzt bin ich überzeugt, dass ich in der Nationalmannschaft konstante Leistungen bringen kann“, erläuterte  er,  sieht  aber  noch  Luft nach oben: „Ich bin gelassener geworden, aber ich kann noch besser sein.“ Mit Südkorea ist der Innenverteidiger für die Weltmeisterschaft in diesem Jahr in Brasilien qualifiziert. Doch da sind es noch einige Monate hin. Momentan gilt seine ganze Konzentration dem FC Augsburg.

Personelles Torhüter Marwin Hitz muss sich gedulden. Der Schweizer kann wegen seiner Bauchmuskelverletzung noch nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Das Gleiche gilt für Sascha Mölders, der mit seinen Problemen am Sprunggelenk weiter pausieren muss.

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