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FC Augsburg
18.10.2019

So ergeht es FCA-Fans, die in München leben

Robert Olbrich wohnt im Großraum München. Seine Fanliebe gehört allerdings dem FC Augsburg.
Foto: Ulrich Wagner (Symbolfoto)

Der FCA-Fan Robert Olbrich zog vor acht Jahren nach München. Aus Liebe zum FC Augsburg gründete er dort einen Fanclub: "Augusta München".

Wenn Robert Olbrich mit seinen Schwiegereltern am Esstisch sitzt, fliegt schon mal die eine oder andere verbale Spitze in die Richtung des Gegenübers. Erst recht vor diesem Spiel, dem bayerischen Derby, zwischen dem FC Augsburg und dem FC Bayern. „Mein Schwiegervater ist ein Roter“, sagt Olbrich, lacht und schiebt hinterher. „Natürlich ist das ein Diskussionsthema.“

Olbrich hingegen hält es mit dem FCA – obwohl er in Freising seine Wahlheimat gefunden hat. Seine Frau Karin hat er mit seiner Fanliebe infiziert, auch sie lässt sich inzwischen für den Bundesligisten aus Augsburg begeistern. 20 Minuten Autofahrt trennen Olbrich von der Münchner Arena, lieber fährt er aber eineinhalb Stunden zur FCA-Spielstätte. Dort ist der gebürtige Augsburger verwurzelt, dort fiebert er mit seinem Verein mit.

Dem FCA fehlen Generationen von Fans

In München gehört der 42-Jährige zweifelsfrei einer Minderheit an. Wer nicht dem FC Bayern die Daumen drückt, der schwärmt für den TSV 1860 München – nicht aber für den FC Augsburg. Auch im neunten Jahr Bundesliga fehlen dem FCA Generationen von Fans. Während der FCA südlich, nördlich und westlich von Augsburg aufholt, sind im Osten rote und blaue Anhänger zu finden. Olbrich hält die FCA-Fahne hoch, wenn er im Vorfeld der Partie am Samstag (15.30 Uhr) mit Arbeitskollegen und Bekannten über das Derby diskutiert. Trotz der jüngsten Krise und des ungleichen Duells zeigt sich Olbrich zuversichtlich. „Der FCA hat schon öfters bewiesen, dass er auch die Großen ärgern kann.“

Seit 1989 ist Olbrich Anhänger der Rot-Grün-Weißen, hat Höhen und Tiefen mit dem Haller-Klub erlebt. „Deshalb muss man jetzt auch nicht zu pessimistisch sein“, betont er. Als er 2011 in den Großraum München zog, wollte er seine Fanliebe weiterhin pflegen. Und sogar ausbauen. Daher suchte er Gesinnungsgenossen und gründete den Fanklub „Augusta München“, dessen Vorsitzender er ist.

FCA-Fanklub erwartet Kampf und Einsatz gegen die Bayern

25 Mitglieder zählt die Vereinigung, sie stammen aus München Stadt und München Land sowie den Landkreisen Freising, Dachau und Fürstenfeldbruck. Auch Mitglieder aus Augsburg Stadt und Land zählen dazu. Rund die Hälfte der Gruppe hätte einen Augsburg-Bezug, erzählt Olbrich. Ein Großteil der Mitglieder hat eine Dauerkarte, sie verteilen sich im Steh- und Sitzplatzbereich. Vor und nach den Partien trifft sich „Augusta München“, um bei einem Bierchen über das Spiel lebhaft zu diskutieren.

Die Resonanz bei Auswärtsfahrten ist aufgrund der Altersunterschiede und privater Situation unterschiedlich. Einige Mitglieder begleiten den FCA zwei, bis dreimal pro Saison in die Fremde, andere Mitglieder sind weitaus aktiver und bei rund einem Drittel der Begegnungen dabei. Wer in Mönchengladbach dabei war, musste die weite Anfahrt in den Westen der Republik bereuen. Beim jüngsten 1:5 erlebten die Augsburger Fans allgemein eine herbe Enttäuschung.

Olbrich nimmt Trainer Martin Schmidt jedoch in Schutz, stattdessen seien die Profis auf dem Rasen gefordert. „Jeder Spieler steht selbst in der Verantwortung“, sagt er. Der Fanklubvorsitzende erwartet gegen die Bayern und in den kommenden Wochen „FCA-Tugenden“, darunter versteht er Kampf und Einsatz. „Dann kann man auch mal Spiele verlieren.“

Lesen Sie dazu auch: Horrende Preise auf Viagogo: FCA geht gegen Schwarzmarkt-Tickets vor

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Die Diskussion ist geschlossen.

20.10.2019

Ich konnte Robert und seine Frau bereits kennen lernen und finde es richtig toll, mit welcher Energie er den Augsburger Fan Club dort aufgebaut hat. Da ich selbst 10 Jahre in Freising lebte, weiß ich wie schwer das ist.
Weiter so!

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18.10.2019

Morgen spielen in der WWK-Arena zu Augsburg wieder einmal 50 Mio. gegen 800 Mio. €uro Fußball. Eigentlich kann der FCA nichts verlieren sondern nur gewinnen. …….und - wenn dabei noch ein Punkt herausschauen sollte - könnten sich die Gebissträger der "Roten" eigenhändig in den Allerwertesten beißen.

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